Pallade Veneta - Putin zeigt sich "offen für Dialog" über Sicherheit von Akw Saporischschja

Putin zeigt sich "offen für Dialog" über Sicherheit von Akw Saporischschja


Putin zeigt sich "offen für Dialog" über Sicherheit von Akw Saporischschja
Putin zeigt sich "offen für Dialog" über Sicherheit von Akw Saporischschja / Foto: Pavel BEDNYAKOV - SPUTNIK/AFP

Der russische Präsident Wladimir Putin hat sich im Konflikt um das ukrainische Atomkraftwerk Saporischschja dialogbereit gezeigt. Er sei "offen für einen Dialog" mit der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) über das Akw Saporischschja, sagte der Kreml-Chef am Dienstag bei einem im russischen Staatsfernsehen übertragenen Treffen mit IAEA-Chef Rafael Grossi in St. Petersburg. Das im Süden der Ukraine gelegene Akw wird seit März von russischen Truppen kontrolliert.

Textgröße ändern:

"Wir werden gerne über alle Fragen von gemeinsamem Interesse sprechen oder solche, die Anlass zur Sorge geben, zum Beispiel über die Situation rund um das Atomkraftwerk Saporischschja", erklärte Putin.

Grossi bekräftigte vor dem Gespräch seine Forderung nach einer "Schutzzone" rund um das Akw. Es müsse alles getan werden, "um einen nuklearen Unfall zu vermeiden", hieß es in einer IAEA-Erklärung. Grossi betonte, die Lage werde angesichts der häufigen Angriffe "immer gefährlicher". "Wir können es uns nicht leisten, noch mehr Zeit zu verlieren", sagte Grossi. Es stehe viel "auf dem Spiel".

Seit mehreren Monaten beschuldigen sich Moskau und Kiew gegenseitig, für Angriffe um und auf das Atomkraftwerk verantwortlich zu sein. Das größte Akw Europas liegt nicht weit von der Front entfernt.

Vor wenigen Tagen hatte Putin das Atomkraftwerk per Dekret unter russische Verwaltung gestellt. Die IAEA verurteilte diesen Schritt und bezeichnete die Anlage als ukrainisch.

Unterdessen beschuldigte Kiew Moskau, einen weiteren hochrangigen Akw-Mitarbeiter entführt zu haben. Erst Anfang Oktober war der Direktor des Akw, Ihor Muraschow, von Russland festgenommen und über zwei Tage lang festgehalten worden, bevor er wieder freigelassen wurde. Am Montag nun hätten "russische Terroristen" den Vize-Generaldirektor für Personalwesen, Waleri Martynjuk, entführt. Er werde "an einem unbekannten Ort" festgehalten und womöglich misshandelt, teilte der staatliche ukrainische Akw-Betreiber Energoatom am Dienstag mit.

Energoatom zufolge versucht Russland, Informationen über die Personalakten der Angestellten des Kraftwerks zu erlangen, um die ukrainischen Mitarbeiter zu zwingen, so schnell wie möglich für den russischen Betreiber Rosatom zu arbeiten. Das ukrainische Staatsunternehmen forderte IAEA-Chef Grossi auf, sich bei dem Treffen mit Putin für Martynjuks Freilassung einzusetzen.

Nach IAEA-Angaben wird Grossi nach seinem Gespräch mit Putin "im Laufe dieser Woche" in Kiew auch mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zu weiteren Gesprächen über das Akw zusammentreffen. Bereits in der vergangenen Woche waren Grossi und Selenskyj zu Gesprächen über die Einrichtung einer Schutzzone um das Akw zusammengekommen.

H.Lagomarsino--PV

Empfohlen

Polizeieinsatz wegen verdächtigen Gegenstands an Umspannwerk in Dormagen

Wegen eines verdächtigen Gegenstands ist die Polizei am Donnerstag zu einem Einsatz an einem Umspannwerk im nordrhein-westfälischen Dormagen ausgerückt. Ein Spaziergänger habe den nicht näher benannten Gegenstand am frühen Abend im Bereich der Anlage im Stadtteil Gohr auf dem Boden gefunden, sagte eine Sprecherin der Polizei in Neuss. Das Fundstück sei beschlagnahmt worden. Zuerst hatte der Westdeutsche Rundfunk berichtet.

ZDF-Umfrage vor Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: AfD weiter ohne absolute Mehrheit

Drei Tage vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt sieht eine ZDF-Umfrage weiterhin keine absolute Mehrheit für die klar führende AfD. In der am Donnerstag in Mainz veröffentlichten Erhebung der Forschungsgruppe Wahlen kommt die vom Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestufte Partei auf 41 Prozent und damit auf einen Prozentpunkt mehr als in der vergangenen Woche. Mit unverändert 23 Prozent folgt die regierende CDU von Ministerpräsident Sven Schulze.

Vance: USA untersuchen Angriff auf iranische Hochzeit

Die USA untersuchen nach Angaben von Vizepräsident JD Vance den Angriff auf eine Hochzeitsfeier im Iran. Vance äußerte sich am Donnerstag in Washington zugleich "äußerst skeptisch" über die Angaben aus Teheran zu dem Vorfall. Die iranischen Staatsmedien seien "kein besonders verlässlicher Chronist" in dem Konflikt, sagte der Vizepräsident bei einem Pressebriefing im Weißen Haus.

Leiche von Kriegsverbrecher Mladic in Serbien eingetroffen

Die Leiche des verstorbenen bosnisch-serbischen Kriegsverbrechers Ratko Mladic ist in Serbien eingetroffen und mit militärischen Ehren empfangen worden. Der mit der serbischen Flagge bedeckte Sarg wurde nach der Ankunft aus Den Haag am Donnerstag von sechs Soldaten aus dem Flugzeug getragen, begleitet von Mladics Sohn Darko und dem serbischen Justizminister Nenad Vujic.

Textgröße ändern: