Pallade Veneta - Ski-Weltverband FIS hält an Russen-Ausschluss fest

Ski-Weltverband FIS hält an Russen-Ausschluss fest


Ski-Weltverband FIS hält an Russen-Ausschluss fest
Ski-Weltverband FIS hält an Russen-Ausschluss fest / Foto: PIERRE TEYSSOT - SID

Russische und belarussische Sportler und Sportlerinnen bleiben von allen Wettbewerben des Ski- und Snowboard-Weltverbandes FIS ausgeschlossen. Dies gab das FIS-Council nach seinem Herbst-Meeting am Samstag in Sölden bekannt.

Textgröße ändern:

Der Weltverband begründete seine Entscheidung damit, "die Integrität der FIS-Wettkämpfe und die Sicherheit aller Teilnehmer" wahren und der IOC-Empfehlung zur weiteren Suspendierung gerecht werden zu wollen. Nähere Details zu dem Entschluss teilte die FIS zunächst nicht mit. Russen und Belarussen sind wegen des russischen Überfalls auf die Ukraine seit dem Frühjahr nicht zu internationalen Wettkämpfen zugelassen.

Vor allem das russische Skilanglauf-Team mit zahlreichen Weltklasse-Athleten trifft die Entscheidung hart, ist nach derzeitigem Stand doch eine Teilnahme an der Nordischen WM im slowenischen Planica (21. Februar bis 5. März) ausgeschlossen. Auch die Alpin-WM in Courchevel-Meribel (6. bis 19. Februar) würde ohne Russland und Belarus stattfinden. Die Internationale Biathlon-Union IBU hat bereits beschlossen, die Sperre für beide Nationen wegen das Kriegs in der Ukraine auszudehnen.

Vor allem aus Skandinaviens Nordisch-Lager hatte es zuletzt laute Stimmen gegen eine Rückkehr Russlands und von Belarus gegeben, mehrere Sportlerinnen und Sportler erwogen für diesen Fall sogar einen Boykott der Planica-WM.

Der Deutsche Ski-Verband (DSV) hatte sich ebenfalls gegen eine Rückkehr ausgesprochen. "In den bisherigen Abstimmungsrunden hat sich der DSV immer klar positioniert und trägt die Entscheidung der IBU, russischen und weißrussischen Teams die Teilnahme an internationalen Wettkämpfen zu verwehren, vollumfänglich mit. Diese Position werden wir auch bei der Council-Sitzung der FIS vertreten", sagte DSV-Präsident Franz Steinle auf SID-Anfrage.

O.Pileggi--PV

Empfohlen

Partei von Flávio Bolsonaro erkennt Lulas Wiederwahl in Brasilien an

Anders als der unterlegene Präsidentschaftskandidat Flávio Bolsonaro hat dessen Partei seine Niederlage bei der Stichwahl in Brasilien gegen Amtsinhaber Luiz Inácio Lula da Silva eingestanden. "Wir erkennen das vom Obersten Wahlgericht (TSE) verkündete Ergebnis der Präsidentschaftswahl an", erklärte Bolsonaros rechtsgerichtete Liberale Partei am späten Montagabend (Ortszeit). Flávio Bolsonaro teilte derweil mit, er habe seinen Pass abgeben müssen und dürfe das Land nicht verlassen. Hintergrund sind Ermittlungen der Justiz gegen ihn wegen Korruption und Geldwäsche.

Wirtschaftsministerin Reiche sagt Südkorea-Reise wegen Corona-Erkrankung ab

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hat ihre für diese Woche geplante Reise nach Südkorea wegen einer Corona-Erkrankung abgesagt. Das teilte eine Ministeriumssprecherin am Dienstag mit. Reiche sollte am Mittwoch nach Ostasien reisen und ab Donnerstag in Seoul an der Asien-Pazifik-Konferenz der deutschen Wirtschaft teilnehmen.

Richtungsweisende Parlamentswahl in Israel - Enges Rennen erwartet

In Israel wählen die Menschen erstmals seit dem Hamas-Überfall auf das Land ein neues Parlament: Direkt nach der Öffnung der Wahllokal am Dienstagmorgen herrschte großer Andrang, die Wahlbehörde sprach von der höchsten Wahlbeteiligung in den ersten drei Stunden seit 1981. Die Abstimmung gilt als Richtungswahl in dem stark gespaltenen Land. Erwartet wird ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem rechtsgerichteten Lager des langjährigen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und dem Block des Mitte-Rechts-Oppositionspolitikers Gadi Eisenkot. Mit ersten Hochrechnungen wird nach Schließung der Wahllokale um 22.00 Uhr (Ortszeit, 21.00 Uhr MEZ) gerechnet.

Pistorius und vier Amtskollegen fordern "stärkeres Europa für stärkere Nato"

Europa muss nach Ansicht von Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) und vier seiner europäischen Amtskollegen mehr Verantwortung für seine eigene Sicherheit übernehmen. Über Generationen hätten die Menschen in Europa in Frieden leben dürfen, schreiben die Verteidigungsminister Deutschlands, Frankreichs, Italiens, Polens und Großbritanniens in einem am Dienstag veröffentlichten Gastbeitrag für den "Tagesspiegel". "Unsere Generation steht nun vor der Aufgabe, Europas Frieden und unsere Zukunft zu bewahren."

Textgröße ändern: