Pallade Veneta - Juso-Chefin will Vermögensabgabe und weiteres Aussetzen der Schuldenbremse

Juso-Chefin will Vermögensabgabe und weiteres Aussetzen der Schuldenbremse


Juso-Chefin will Vermögensabgabe und weiteres Aussetzen der Schuldenbremse
Juso-Chefin will Vermögensabgabe und weiteres Aussetzen der Schuldenbremse / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP/Archiv

Die Juso-Vorsitzende Jessica Rosenthal dringt darauf, in der Krise die besonders Wohlhabenden stärker zur Kasse zu bitten. Eine Vermögensabgabe für diese Gruppe "ließe sich schnell organisieren und würde ein extrem wichtiges Signal für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in einer der schwersten Krisen seit dem Zweiten Weltkrieg setzen", sagte Rosenthal der "Rheinischen Post" vom Freitag.

Textgröße ändern:

Sie schlug vor, die Abgabe auf "Privatvermögen ab zwei Millionen Euro und auf Betriebsvermögen ab fünf Millionen Euro" zu erheben. Diese solle bei zehn Prozent beginnen und mit der Höhe der Vermögen auf bis zu 30 Prozent steigen. Für besonders große Vermögen ab 50 Millionen Euro seien bis zu 50 Prozent denkbar. "Solch eine Lösung würde gerade jetzt dafür sorgen, dass Superreiche ihren gerechten Beitrag zur Finanzierung beitragen und wäre auch durch das Grundgesetz gedeckt", urteilte Rosenthal.

Die Bundestagsabgeordnete forderte außerdem, die Schuldenbremse im kommenden Jahr - wie schon von 2020 bis 2022 - erneut auszusetzen. Dies lehnt Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) strikt ab. Auch von einer Vermögensabgabe hält er nichts. Rosenthal rief die SPD-Bundesspitze dazu auf, die Themen beim nächsten Koalitionsausschuss anzusprechen.

Die Jusos kommen am Freitagnachmittag zu ihrem diesjährigen Bundeskongress in Oberhausen zusammen. Auf der dreitägigen Veranstaltung sprechen auch die SPD-Vorsitzenden Saskia Esken und Lars Klingbeil sowie Generalsekretär Kevin Kühnert.

F.Abruzzese--PV

Empfohlen

Brasiliens Präsident Lula wird 81 - und will 24 Stunden am Tag arbeiten

Am Sonntag hatte er die Stichwahl um das Präsidentenamt gewonnen - am Dienstag nun ist Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva 81 geworden und hat sich für seine vierte Amtszeit viel vorgenommen: Er wolle sich "24 Stunden am Tag dafür einsetzen, dieses Land zu dem Land zu machen, von dem alle träumen", sagte Lula in einem Video auf der Plattform Instagram. Er werde "die beste Amtszeit absolvieren, die je ein Präsident in der Geschichte dieses Landes hatte".

Prozess gegen früheren kremlnahen Aktivisten und heutigen Putin-Kritiker Remeslo begonnen

In Russland hat der Prozess gegen den früheren kremlnahen Aktivisten und heutigen Kritiker von Präsident Wladimir Putin und Moskaus Ukraine-Offensive, Ilja Remeslo, begonnen. Der Prozess startete am Dienstag vor einem Gericht in St. Petersburg, wie russische Nachrichtenagenturen berichteten.

Huthis: Größte Ölraffinerie und Verteidigungsministerium in Saudi-Arabien angegriffen

Die pro-iranische Huthi-Miliz im Jemen hat nach eigenen Angaben die größte Ölraffinerie in Saudi-Arabien und das Verteidigungsministerium des Landes attackiert. Der Angriff auf das Verteidigungsministerium in Riad sei mit einer ballistischen Rakete erfolgt, diese habe ihr "Ziel erreicht", erklärte Huthi-Sprecher Jahja Saree am Dienstag. Zudem sei die Raffinerie Ras Tanura im Osten des Landes "mit einer ballistischen Rakete" angegriffen worden.

Israel: Netanjahus Partei fordert länger geöffnete Wahllokale - Eisenkots Partei dagegen

Bei der Parlamentswahl in Israel hat die Likud-Partei von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu eine Verlängerung der Öffnungszeiten der Wahllokale beantragt. "Wir haben einen Antrag gestellt, um die Zeiten für die Stimmabgabe zu verlängern", erklärte die konservative Partei am Dienstag im Onlinedienst Telegram. Die Netanjahu-Partei versuchte zudem, ihre Wähler zu mobilisieren: "Wählt nur Likud", schrieb sie auf Telegram.

Textgröße ändern: