Pallade Veneta - Palästinenser: Zwei Männer bei israelischem Armeeeinsatz nahe Nablus getötet

Palästinenser: Zwei Männer bei israelischem Armeeeinsatz nahe Nablus getötet


Palästinenser: Zwei Männer bei israelischem Armeeeinsatz nahe Nablus getötet
Palästinenser: Zwei Männer bei israelischem Armeeeinsatz nahe Nablus getötet / Foto: Jaafar ASHTIYEH - AFP

Bei einem erneuten Einsatz der israelischen Armee nahe Nablus im Westjordanland sind nach palästinensischen Angaben am Freitag zwei Palästinenser getötet worden. Dem palästinensischen Gesundheitsministerium zufolge wurden die Männer im Alter von 35 und 47 Jahren durch Schüsse der israelischen Streitkräfte getötet. Die israelische Armee hatte eigenen Angaben zufolge mit Schüssen auf einen Angriff auf einen ihrer Militärstützpunkte reagiert.

Textgröße ändern:

Demnach hätten die israelischen Streitkräfte zuvor Informationen über einen Angriff auf einen ihrer Stützpunkte erhalten, der aus einem fahrenden Fahrzeug verübt werde. Die Soldaten hätten "zwei verdächtige Fahrzeuge" identifiziert und "als Reaktion das Feuer auf sie eröffnet". Durch den Beschuss seien Menschen getroffen worden.

Die getöteten Männer stammten örtlichen Quellen zufolge aus dem nahe Nablus gelegenen Flüchtlingslager Askar. Der im Westjordanland regierenden Fatah-Bewegung um Palästinenserpräsident Mahmud Abbas zufolge waren sie Mitglieder der Al-Aksa-Brigaden. Dabei handelt es sich um den bewaffneten Arm der Fatah.

In den vergangenen Tagen war es zu mehreren tödlichen Zwischenfällen in Nablus gekommen. Für Freitag wurden Demonstrationen anlässlich des Jahrestags der israelischen Besetzung des Westjordanlands erwartet, die im Jahr 1967 infolge des Sechstagekrieges begonnen hatte.

Am Dienstag hatten sich im Zentrum von Nablus Tausende Menschen versammelt, um am Begräbnis für fünf Männer teilzunehmen, die bei einem israelischen Militäreinsatz gegen die bewaffnete Gruppe "Höhle der Löwen" getötet worden waren. Unter ihnen waren auch bewaffnete Männer, die in die Luft schossen.

Die erst kürzlich gegründete Gruppe bezieht sich mit ihrem Namen auf den im August von der israelischen Armee getöteten Ibrahim al-Nabulsi, der den Beinamen "Der Löwe von Nablus" trug. In den vergangenen Wochen hatte die Gruppe junger palästinensischer Kämpfer von der "Höhle des Löwen" eine Serie anti-israelischer Angriffe von Nablus aus geführt. So übernahm die Gruppierung die Verantwortung für einen tödlichen Angriff auf einen israelischen Soldaten im Westjordanland vor zwei Wochen.

Die israelische Armee hatte daraufhin ihr Vorgehen rund um die Stadt Nablus verschärft. Sie kontrolliert seither die Wege in die Stadt und aus ihr heraus - und überwacht den Luftraum über ihr mit Drohnen.

A.Fallone--PV

Empfohlen

Streit um Förderung: AfD-nahe Stiftung zeigt Dobrindt wegen Rechtsbeugung an

Die AfD-nahe Desiderius-Erasmus-Stiftung hat Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) im Streit um die bisher nicht gewährten Fördermittel wegen Rechtsbeugung angezeigt. Die Strafanzeige sei am Mittwoch in Berlin eingereicht worden, sagte die Stiftungs-Vorsitzende Erika Steinbach am Donnerstag in Berlin. Demnach wirft die Stiftung Dobrindts Ministerium vor, die Prüfung des Förderantrags seit dessen Einreichung im März 2025 zu verschleppen.

Epstein-Skandal: US-Milliardär Black verweigert Kongressanhörung

Im Skandal um den verstorbenen US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein hat einer seiner früheren Geschäftspartner eine Kongressanhörung verweigert. Der Investor Leon Black reichte stattdessen eine Klage gegen die Vorladung für Donnerstag ein. Die Abgeordneten hätten ihre Befugnisse überschritten, weil sie Einsicht in Schweigevereinbarungen verlangten, die er mit Frauen ohne bekannte Verbindung zu Epstein geschlossen habe, argumentiert der 75-jährige Milliardär darin.

Vor US-Prozess: Venezuelas Ex-Präsident Maduro pocht auf Immunität

Acht Monate nach seiner Gefangennahme durch das US-Militär hat der entmachtete venezolanische Präsident Nicolás Maduro erneut versucht, den Prozess in New York abzuwenden. Er berief sich in einer Eingabe an einen US-Richter am Mittwochabend (Ortszeit) auf seine Immunität. Das Verfahren gegen den 63-Jährigen soll im kommenden Juni beginnen.

Russland schließt Goethe-Institute - Berlin, Paris und Warschau zeigen sich geschlossen

Nach den deutschen Strafmaßnahmen im Zusammenhang mit dem versuchten Sprengstoffanschlag am Leipziger Flughafen hat Russland reagiert: Das seit mehr als drei Jahrzehnten in Russland aktive Goethe-Institut muss seine verbliebenen Standorte in dem Land schließen, wie Außenminister Sergej Lawrow am Donnerstag ankündigte. Die Präsidentin der Goethe-Institute, Gesche Joost, sprach von einem "Ende einer Ära der deutsch-russischen Kulturbeziehungen". Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) äußerte sein Bedauern über die Entscheidung - und bekam bei einem Außenministertreffen in Weimar demonstrativen Rückhalt von seinen Kollegen aus Frankreich und Polen.

Textgröße ändern: