Pallade Veneta - Deutscher Umweltpreis an Ingenieure und Biologen verliehen

Deutscher Umweltpreis an Ingenieure und Biologen verliehen


Deutscher Umweltpreis an Ingenieure und Biologen verliehen
Deutscher Umweltpreis an Ingenieure und Biologen verliehen / Foto: INA FASSBENDER - AFP/Archiv

Zwei Ingenieure und ein Biologe haben am Sonntag den Deutschen Umweltpreis erhalten. Mit ihrem Erfindergeist, Unternehmermut, ihrer Leidenschaft und Tatkraft hätten sie "Herausragendes geleistet", sagte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bei der Preisverleihung in Magdeburg.

Textgröße ändern:

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt, die den mit 500.000 Euro dotierten Preis vergibt, würdigte die Ingenieure Friedrich Mewis und Dirk Lehmann für die Erfindung einer energiesparenden Vorrichtung für Schiffe. Die Erfindung sei ein "Daniel-Düsentrieb-Moment in der Schifffahrt", die neben Brennstoff und Energie auch Treibhausgase einspare.

Der Geschäftsführer der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt, Christof Schenck, wurde für seinen Einsatz als "Kämpfer für die Wildnis" und die Bewahrung der stark bedrohten Artenvielfalt ausgezeichnet.

Die beiden Ingenieure "bringen die Schifffahrt auf Zukunftskurs, auch weil sie Bewusstsein wecken für den Schadstoffausstoß auf den Weltmeeren", sagte Steinmeier laut Redetext. Der Biologe Schenck leiste wiederum mit seinem Einsatz für den Schutz der tropischen Regenwälder "einen wichtigen Beitrag, um das Artensterben und den Klimawandel einzudämmen und das Weltnaturerbe zu bewahren".

In diesem Jahr wurde auch ein mit 20.000 Euro dotierter Ehrenpreis verliehen. Er ging an Myriam Rapior vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland und Kathrin Muus als Vertreterin der Landwirtschaft. Beide hätten in der von der Bundesregierung ins Leben gerufenen Zukunftskommission Landwirtschaft Brücken zwischen Umwelt und Agrarwirtschaft gebaut.

In seiner Rede warnte Steinmeier angesichts der aktuellen Krisensituation davor, dass der Kampf gegen den Klimawandel auf der politischen Tagesordnung ganz nach unten rutscht und der Umwelt- und Klimaschutz angesichts des Krieges in der Ukraine "auf unbestimmte Zeit verschoben wird". Die Handlungsmaxime müsse lauten: "Jetzt erst recht!".

"Wir müssen jetzt noch schneller ins postfossile Zeitalter aufbrechen, wir müssen unsere Energieversorgung, unsere Industrie, unsere Mobilität noch schneller klimaneutral machen, als ressourcenarmes Land müssen wir noch schneller neue Partner gewinnen, um Abhängigkeiten von einzelnen zu reduzieren", betonte der Bundespräsident.

Das sei in einer Situation, in der sich Menschen darum sorgten, wie sie ihre Strom- oder Gasrechnung bezahlen sollen, schwierig. Der ökologische Umbau könne aber auch Chancen mit sich bringen. "Wir können Deutschland jetzt zu einer Industrie- und Exportnation neuen Typs machen, klimaneutral und technologisch führend, vernetzt und weniger verwundbar."

O.Merendino--PV

Empfohlen

Streit um Förderung: AfD-nahe Stiftung zeigt Dobrindt wegen Rechtsbeugung an

Die AfD-nahe Desiderius-Erasmus-Stiftung hat Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) im Streit um die bisher nicht gewährten Fördermittel wegen Rechtsbeugung angezeigt. Die Strafanzeige sei am Mittwoch in Berlin eingereicht worden, sagte die Stiftungs-Vorsitzende Erika Steinbach am Donnerstag in Berlin. Demnach wirft die Stiftung Dobrindts Ministerium vor, die Prüfung des Förderantrags seit dessen Einreichung im März 2025 zu verschleppen.

Epstein-Skandal: US-Milliardär Black verweigert Kongressanhörung

Im Skandal um den verstorbenen US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein hat einer seiner früheren Geschäftspartner eine Kongressanhörung verweigert. Der Investor Leon Black reichte stattdessen eine Klage gegen die Vorladung für Donnerstag ein. Die Abgeordneten hätten ihre Befugnisse überschritten, weil sie Einsicht in Schweigevereinbarungen verlangten, die er mit Frauen ohne bekannte Verbindung zu Epstein geschlossen habe, argumentiert der 75-jährige Milliardär darin.

Vor US-Prozess: Venezuelas Ex-Präsident Maduro pocht auf Immunität

Acht Monate nach seiner Gefangennahme durch das US-Militär hat der entmachtete venezolanische Präsident Nicolás Maduro erneut versucht, den Prozess in New York abzuwenden. Er berief sich in einer Eingabe an einen US-Richter am Mittwochabend (Ortszeit) auf seine Immunität. Das Verfahren gegen den 63-Jährigen soll im kommenden Juni beginnen.

Russland schließt Goethe-Institute - Berlin, Paris und Warschau zeigen sich geschlossen

Nach den deutschen Strafmaßnahmen im Zusammenhang mit dem versuchten Sprengstoffanschlag am Leipziger Flughafen hat Russland reagiert: Das seit mehr als drei Jahrzehnten in Russland aktive Goethe-Institut muss seine verbliebenen Standorte in dem Land schließen, wie Außenminister Sergej Lawrow am Donnerstag ankündigte. Die Präsidentin der Goethe-Institute, Gesche Joost, sprach von einem "Ende einer Ära der deutsch-russischen Kulturbeziehungen". Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) äußerte sein Bedauern über die Entscheidung - und bekam bei einem Außenministertreffen in Weimar demonstrativen Rückhalt von seinen Kollegen aus Frankreich und Polen.

Textgröße ändern: