Pallade Veneta - Russland wirft Großbritannien Steuerung von Nord-Stream-Explosionen vor

Russland wirft Großbritannien Steuerung von Nord-Stream-Explosionen vor


Russland wirft Großbritannien Steuerung von Nord-Stream-Explosionen vor
Russland wirft Großbritannien Steuerung von Nord-Stream-Explosionen vor / Foto: Handout - Airbus DS 2022/AFP

Russland wirft Großbritannien vor, die Explosionen an den deutsch-russischen Gas-Pipelines Nord Stream 1 und 2 gesteuert und koordiniert zu haben. "Unseren Geheimdiensten liegen Beweise vor, die darauf hindeuten, dass der Angriff von britischen Militärspezialisten geleitet und koordiniert wurde", sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Dienstag vor der Presse.

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Es gebe Beweise dafür, dass Großbritannien "in Sabotage- und Terrorakte gegen lebenswichtige Energieinfrastruktur verwickelt" sei, fügte er hinzu, und zwar "nicht nur in Russland, sondern international". Solche Aktionen könnten nicht unbeantwortet bleiben. "Wir werden über weitere Schritte nachdenken", sagte Peskow und kritisierte das "inakzeptable Schweigen der europäischen Länder".

Moskau hatte London bereits am Samstag beschuldigt, in die Explosionen "verwickelt" zu sein. Mitglieder einer "Einheit der britischen Marine" hätten Ende September an der "Planung, Belieferung und Ausführung" des "Terrorangriffs" mitgewirkt, erklärte das russische Verteidigungsministerium am Samstag im Online-Dienst Telegram. Der Kreml warf Großbritannien auch eine Beteiligung an Angriffen auf die Schwarzmeerflotte auf der Krim am Samstag vor.

Großbritannien hatte die Vorwürfe Russlands zurückgewiesen. Um vom "desaströsen Versagen bei der illegalen Invasion der Ukraine abzulenken", bediene sich das russische Verteidigungsministerium "Falschbehauptungen epischen Ausmaßes", schrieb das britische Verteidigungsministerium am Samstag im Kurzbotschaftendienst Twitter.

Die insgesamt vier Explosionen vor der dänischen Insel Bornholm im September hatten mehrere Lecks in die Nord-Stream-Pipelines gerissen, welche für den Transport von russischem Gas nach Deutschland gebaut worden waren. Die Pipelines waren zum Zeitpunkt der Explosionen nicht in Betrieb, enthielten aber Gas.

Russland hatte sich wiederholt darüber beschwert, dass es nicht in die internationale Untersuchung zu den mutmaßlich durch Sabotageakte verursachten Lecks einbezogen worden sei.

D.Bruno--PV

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