Pallade Veneta - Meinungsforscher: Mehrheit der Briten hält Brexit für einen Fehler

Meinungsforscher: Mehrheit der Briten hält Brexit für einen Fehler


Meinungsforscher: Mehrheit der Briten hält Brexit für einen Fehler
Meinungsforscher: Mehrheit der Briten hält Brexit für einen Fehler / Foto: Tolga Akmen - AFP/Archiv

Die Mehrheit der Briten hält den Brexit laut Meinungsforschern inzwischen für einen Fehler. "Wahrscheinlich ist der Brexit jetzt unpopulärer als er es jemals seit Juni 2016 war", sagte der Politikwissenschaftler John Curtice am Mittwoch. Der Vorsitzende des British Polling Council, eines Zusammenschlusses von Meinungsforschungsinstituten im Vereinigten Königreich, sagte den regierenden Tories eine Niederlage bei der nächsten Parlamentswahl voraus.

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Beim Brexit-Referendum im Jahr 2016 hatten 51,9 Prozent der Teilnehmer für den Austritt gestimmt, 48,1 Prozent dagegen für den Verbleib in der EU. Inzwischen sind die Brexit-Befürworter Umfragen zufolge klar in der Minderheit. Demnach sind nur noch rund 43 Prozent der Briten der Meinung, dass die Entscheidung richtig war, während 57 Prozent den EU-Austritt bereuen.

Der Trend in den Umfragen zeichne sich seit Herbst 2021 deutlich ab, sagte Curtice. Damals hatte ein Mangel an Lkw-Fahrern, der zu landesweiten Logistik- und Lieferproblemen führte, den Briten die Folgen des EU-Austritts deutlich gemacht. Angesichts steigender Lebenshaltungskosten wuchs der Abstand zwischen den Brexit-Befürwortern und denen, die den EU-Austritt für einen Fehler halten, seit Anfang des Jahres weiter an.

Die oppositionelle Labour-Partei werde jedoch vor der nächsten Wahl keine Debatte über eine erneute EU-Mitgliedschaft oder den Wiedereintritt in den EU-Binnenmarkt starten, um die Wähler nicht zu verschrecken, sagte Curtice.

Die konservativen Tories liegen angesichts des Regierungschaos der vergangenen Monate derzeit abgeschlagen hinter der Labour-Partei. Der neue Premierminister Rishi Sunak habe seit seinem Amtsantritt Ende Oktober dazu beigetragen, die Talfahrt vorerst zu stoppen, sagte der Meinungsforscher Curtice. Dennoch werde es für die Tories "extrem schwierig" werden. "Keine Regierung, die während einer Finanzkrise im Amt war, hat am Ende an der Wahlurne überlebt", sagte Curtice. Die Menschen seien der Meinung, dass den Konservativen nicht mehr "zugetraut werden kann, das Land zu führen."

M.Jacobucci--PV

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