Pallade Veneta - Mehrere Getreide-Schiffe verlassen ukrainische Häfen

Mehrere Getreide-Schiffe verlassen ukrainische Häfen


Mehrere Getreide-Schiffe verlassen ukrainische Häfen
Mehrere Getreide-Schiffe verlassen ukrainische Häfen / Foto: Ozan KOSE - AFP

Einen Tag nach der Wiederaufnahme des Abkommens mit Russland zu Getreideexporten durch das Schwarze Meer haben mehrere Getreidefrachter ukrainische Häfen verlassen. Sieben Schiffe mit insgesamt rund 290.000 Tonnen Getreide und anderen Lebensmitteln an Bord würden am Donnerstag durch den für diese Transporte eingerichteten Schutzkorridor fahren, teilte die UN-Delegation im Istanbuler Koordinationszentrum für die Getreideexporte (JCC) mit.

Textgröße ändern:

Das JCC erklärte zudem, dass die russische Delegation "die Arbeit und die gemeinsamen Inspektionen" von Schiffen mit Inspektoren aus der Ukraine, der Türkei und von den Vereinten Nationen "wieder aufgenommen hat".

Zuvor am Donnerstag hatte bereits der türkische Verteidigungsminister Hulusi Akar laut der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu die Wiederaufnahme des Getreideabkommens bestätigt. Akar hatte Anadolu zufolge von sechs Schiffen gesprochen, die ukrainische Häfen verlassen hätten.

Unterdessen erklärte Russland, noch nicht entschieden zu haben, ob es seine Beteiligung an dem Abkommen verlängern wird. Es läuft am 19. November aus. Vorher "müssen wir eine Gesamtbewertung des Erfolges des Abkommens vornehmen", sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow.

Moskau hatte das Abkommen am Samstag ausgesetzt und als Grund einen Angriff auf seine Schwarzmeerflotte angegeben. Trotz Russlands Rückzug aus dem Abkommen waren in den vergangenen Tagen mehrere Getreidefrachter durch das Schwarze Meer gefahren.

Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums vom Mittwoch erhielt Moskau von Kiew ausreichende Garantien, den für den Getreidetransport vorgesehenen Schiffskorridor nicht für militärische Zwecke zu nutzen. Russlands Präsident Wladimir Putin hatte jedoch gesagt, Moskau behalte sich vor, aus den Vereinbarungen auszusteigen, "wenn diese Garantien von der Ukraine verletzt werden".

Das Getreideabkommen war am 22. Juli unter Vermittlung der Türkei und der UNO in Istanbul unterzeichnet worden. Es soll die sichere Durchfahrt ukrainischer Frachtschiffe auf festgelegten Routen durch das Schwarze Meer ermöglichen und gilt als zentraler Beitrag zur Milderung der durch den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine verschärften globalen Ernährungskrise. Es hat bereits die Ausfuhr von rund zehn Millionen Tonnen Getreide und anderen Lebensmitteln aus der Ukraine ermöglicht.

B.Fortunato--PV

Empfohlen

Nach knappem Wahlausgang in Israel beanspruchen beide Blöcke die Regierungsbildung

Nach dem knappen Ausgang der Parlamentswahl in Israel haben beide Blöcke die Regierungsbildung für sich beansprucht. Sowohl Ministerpräsident Benjamin Netanjahu als auch der wichtigste Oppositionspolitiker Gadi Eisenkot kündigten am Mittwoch an, eine neue Regierung bilden zu wollen. Allerdings verfehlten beide Blöcke die dafür erforderliche Mehrheit von 61 Sitzen. Prognosen zufolge lagen sie gleichauf. Deutliche Zugewinne verzeichneten dagegen die beiden Listen der arabischen Staatsbürger - sie könnten nun zum Königsmacher werden.

Kurz vor Midterms: Rubio begleitet Trump bei Wahlkampfauftritt in Texas

Wenige Tage vor den Zwischenwahlen zum US-Kongress am 3. November hat sich Außenminister Marco Rubio einem Wahlkampfauftritt von Präsident Donald Trump angeschlossen - was bisher eher selten vorkam. Gemeinsam besuchten die beiden republikanischen Politiker am Dienstag zunächst einen mit venezolanischem Rohöl beladenen Öltanker im Bundesstaat Texas. Anschließend holte Trump Rubio in der Hafenstadt Corpus Christi mit den Worten auf die Bühne: "Er ist so beliebt."

Merz im Rahmen seiner Asien-Reise in Japan

Bei seiner mehrtägigen Asienreise wird Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) am Mittwoch in Japan erwartet. Der Kanzler wird in Tokio von Ministerpräsidentin Sanae Takaichi empfangen und nimmt an einem deutsch-japanischen Wirtschaftsgipfel teil. Am Donnerstag stehen ein Unternehmertreffen und ein sicherheitspolitischer Dialog auf dem Programm sowie der Besuch eines Technologieunternehmens für Kernfusion.

Netanjahu will "starke" neue rechtsgerichtete Regierung bilden

Nach dem knappen Ausgang der Parlamentswahl in Israel hat sich Regierungschef Benjamin Netanjahu zuversichtlich gezeigt, auch künftig die Regierung anzuführen. "Wir müssen eine starke Regierung des rechten Lagers bilden", sagte Netanjahu am Mittwoch vor seinen Anhängern in Jerusalem. Zudem sprach er sich gegen jede "Regierung mit der Unterstützung der israelischen Araber" aus, deren Parteien bei der Wahl massive Zugewinne erzielt hatten.

Textgröße ändern: