Pallade Veneta - SPD billigt Koalition mit Grünen in Niedersachsen

SPD billigt Koalition mit Grünen in Niedersachsen


SPD billigt Koalition mit Grünen in Niedersachsen
SPD billigt Koalition mit Grünen in Niedersachsen / Foto: Omer Messinger - AFP/Archiv

Knapp vier Wochen nach der Wahl in Niedersachsen hat die SPD den Weg für eine Koalition mit den Grünen freigemacht. Ein Sonderparteitag in Hannover stimmte am Samstag per Handzeichen einstimmig für den zwischen den Spitzen beider Parteien ausgehandelten Koalitionsvertrag. Am Sonntag befasst sich noch ein Sonderparteitag der Grünen mit dem Dokument.

Textgröße ändern:

"Das sind die Wochen der atemberaubend schnellen politischen Entscheidungsprozesse", sagte Landesparteichef und Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) zum Abschluss des Parteitags. Er verwies dabei auf die nur dreiwöchigen Koalitionsverhandlungen mit den Grünen. Der SPD-Parteitag habe es dann am Samstag "in deutlich weniger als zwei Stunden" geschafft, das Ergebnis zu diskutieren und ihm dann einstimmig zuzustimmen.

Stimmen am Sonntag auch die Delegierten der Grünen zu, soll der Koalitionsvertrag am Montag unterzeichnet werden. Für Dienstag ist dann die Wiederwahl Weils als Ministerpräsident in der konstituierenden Sitzung des neuen Landtags vorgesehen.

In Niedersachsen wurde vor rund vier Wochen gewählt. Die SPD gewann den Urnengang klar, die Grünen wurden zur drittstärksten Kraft hinter der CDU. SPD und Grüne hatten bereits im Wahlkampf angekündigt, ein Bündnis bilden zu wollen. Am Montag beendeten sie ihre Koalitionsverhandlungen erfolgreich.

O.Merendino--PV

Empfohlen

Epstein-Skandal: US-Milliardär Black verweigert Kongressanhörung

Im Skandal um den verstorbenen US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein hat einer seiner früheren Geschäftspartner eine Kongressanhörung verweigert. Der Investor Leon Black reichte stattdessen eine Klage gegen die Vorladung für Donnerstag ein. Die Abgeordneten hätten ihre Befugnisse überschritten, weil sie Einsicht in Schweigevereinbarungen verlangten, die er mit Frauen ohne bekannte Verbindung zu Epstein geschlossen habe, argumentiert der 75-jährige Milliardär darin.

Vor US-Prozess: Venezuelas Ex-Präsident Maduro pocht auf Immunität

Acht Monate nach seiner Gefangennahme durch das US-Militär hat der entmachtete venezolanische Präsident Nicolás Maduro erneut versucht, den Prozess in New York abzuwenden. Er berief sich in einer Eingabe an einen US-Richter am Mittwochabend (Ortszeit) auf seine Immunität. Das Verfahren gegen den 63-Jährigen soll im kommenden Juni beginnen.

Russland schließt Goethe-Institute - Berlin, Paris und Warschau zeigen sich geschlossen

Nach den deutschen Strafmaßnahmen im Zusammenhang mit dem versuchten Sprengstoffanschlag am Leipziger Flughafen hat Russland reagiert: Das seit mehr als drei Jahrzehnten in Russland aktive Goethe-Institut muss seine verbliebenen Standorte in dem Land schließen, wie Außenminister Sergej Lawrow am Donnerstag ankündigte. Die Präsidentin der Goethe-Institute, Gesche Joost, sprach von einem "Ende einer Ära der deutsch-russischen Kulturbeziehungen". Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) äußerte sein Bedauern über die Entscheidung - und bekam bei einem Außenministertreffen in Weimar demonstrativen Rückhalt von seinen Kollegen aus Frankreich und Polen.

SPD-Fraktion diskutiert Übergewinnsteuer auf KI-Konzerne

Die SPD-Bundestagsfraktion befasst sich bei ihrer zweitägigen Klausurtagung mit den Chancen und Herausforderungen von Künstlicher Intelligenz (KI). In der "Perspektiv-Diskussion" gehe es auch um die Frage, ob KI-Konzerne mit einer Übergewinnsteuer belegt werden sollten, wenn ihre Profite eine bestimmte Schwelle überstiegen, sagte Fraktionschef Matthias Miersch am Donnerstag zum Auftakt. Diskutiert werden demnach auch die Folgen für die Demokratie durch die Konzentration von Marktmacht im KI-Bereich sowie die Konsequenzen für Arbeitsmarkt und Sozialsysteme.

Textgröße ändern: