Pallade Veneta - Biden und Trump wollen in Wahlkampfendspurt Wähler mobilisieren

Biden und Trump wollen in Wahlkampfendspurt Wähler mobilisieren


Biden und Trump wollen in Wahlkampfendspurt Wähler mobilisieren
Biden und Trump wollen in Wahlkampfendspurt Wähler mobilisieren / Foto: Sergio FLORES, Brendan Smialowski - AFP/Archiv

Einen Tag vor den Zwischenwahlen in den Vereinigten Staaten wollen Demokraten und Republikaner bei letzten Wahlkampfveranstaltungen ihre Anhänger zur Stimmabgabe mobilisieren. US-Präsident Joe Biden tritt am Montagabend (ab 23.00 Uhr MEZ) im Bundesstaat Maryland auf, sein Amtsvorgänger Donald Trump spricht im für die Senatswahl entscheidenden Bundesstaat Ohio vor seinen Anhängern (Dienstag 03.00 Uhr MEZ).

Textgröße ändern:

Der Ausgang der Wahl am Dienstag könnte auch darüber entscheiden, ob der Rechtspopulist Trump 2024 einen neuen Anlauf für das Weiße Haus unternimmt.

Bei der Zwischenwahl werden alle 435 Sitze des Repräsentantenhauses und ein Drittel des 100-köpfigen Senats neu gewählt. In beiden Kammern des Kongresses haben die Demokraten bislang eine knappe Mehrheit.

Bei der Wahl des Senats zeichnet sich besonders in Pennsylvania, Nevada, Wisconsin, Georgia, New Hampshire und Ohio ein äußerst knappes Rennen ab. Das Ergebnis jedes Bundesstaates könnte die Kräfteverhältnisse verändern.

Beim Wahlkampf setzten die Demokraten neben Präsident Biden auch auf die früheren Amtsinhaber Barack Obama und Bill Clinton. Biden kam in letzten Umfragen nur auf eine Zustimmung von 42 Prozent und hat die Bundesstaaten, in denen einen enges Rennen erwartet wird, weitgehend gemieden.

Bei den Republikanern lag der Fokus zuletzt auf Bidens Vorgänger Trump, der immer wieder eine Kandidatur für die Präsidentschaftswahl im Jahr 2024 angedeutet hat.

Der jüngsten Umfrage von NBC News zufolge gaben 48 Prozent der Wählerinnen und Wähler an, einen von den Demokraten kontrollierten Kongress zu bevorzugen. 47 Prozent erklärten, einen von den Republikanern dominierten Kongress zu befürworten.

Entscheidend könnte auch sein, wie die beiden Parteien ihre Anhängerschaft mobilisieren können. Laut einer neuen Umfrage der Washington Post und ABC wollten 80 Prozent der den Republikanern nahestehenden Wähler ihre Stimme abgeben oder haben dies bereits getan. Bei den Unterstützern der Demokraten waren es 74 Prozent.

Rund 40 Millionen Menschen in den Vereinigten Staaten haben nach Angaben des US Elections Project bis zum Sonntagnachmittag ihre Stimme abgegeben - und damit etwas mehr als bei der Wahl im Jahr 2018.

O.Merendino--PV

Empfohlen

Bolsonaro setzt sich nach Wahlniederlage aus Brasilien ab - Aufenthaltsort unklar

Nach seiner Niederlage bei der Präsidentschaftswahl in Brasilien hat sich der Rechtspopulist Flávio Bolsonaro trotz eines richterlichen Ausreiseverbots ins Ausland abgesetzt. Über seinen Aufenthaltsort herrschte am Mittwoch jedoch Unklarheit: Nach argentinischen Angaben reiste er über Argentinien nach Ecuador. Laut der Website FlightAware war sein Flugzeug auf dem Weg nach Miami. Zuvor hatten US-Medien berichtet, der unterlegene Präsidentschaftskandidat sei in den USA eingetroffen. Die USA erklärten sich zur Aufnahme Bolsonaros bereit und wollten ihm und seiner Familie Visa ausstellen.

Merz: Deutschland wird Rüstungskooperation mit Japan verstärken - Kampfjetbau ausloten

Deutschland will nach den Worten von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) die Rüstungskooperation mit Japan verstärken. Merz nannte am Mittwoch bei einer Pressekonferenz mit der japanischen Regierungschefin Sanae Takaichi in Tokio etwa "gemeinsame Entwicklungen für eine innovative Verteidigung der Zukunft". Beide Länder wollen Merz zufolge auch "ausloten, ob eine Zusammenarbeit im Kampfflugzeugbau möglich ist". Ein entsprechender Prüfauftrag sei "vorbereitet".

Nach Ausschreitungen in Frankreich: Randalierer sollen für Schäden zahlen

Vor dem Hintergrund der jüngsten Ausschreitungen in Frankreich sollen Randalierer und Mitläufer künftig für die entstandenen Schäden aufkommen. Der mehrheitlich rechte Senat verabschiedete einen entsprechenden Gesetzesvorschlag in der Nacht zu Mittwoch mit 229 zu 105 Stimmen. Für das Begleichen der Kosten sollen auch Sozialleistungen herangezogen werden können.

Ukrainischer Präsident Selenskyj wird in Hessen mit Medaille geehrt

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wird in Hessen mit der höchsten Auszeichnung des Landes geehrt. Der hessische Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) würdigte Selenskyj am Mittwoch in Wiesbaden als "eine der herausragenden internationalen politischen Persönlichkeiten der Gegenwart". Die Verleihung der Wilhelm-Leuschner-Medaille ist für den 1. Dezember geplant.

Textgröße ändern: