Pallade Veneta - Deutsches Rettungsschiff "Rise Above" legt in Hafen in Italien an

Deutsches Rettungsschiff "Rise Above" legt in Hafen in Italien an


Deutsches Rettungsschiff "Rise Above" legt in Hafen in Italien an
Deutsches Rettungsschiff "Rise Above" legt in Hafen in Italien an / Foto: Severine KPOTI - Mission Lifeline/AFP/Archiv

Das Rettungsschiff "Rise Above" der deutschen Hilfsorganisation Mission Lifeline hat in einem Hafen in Italien angelegt. Wie die Dresdner Organisation am Dienstag mitteilte, durften alle 89 Flüchtlinge an Bord das Schiff im Hafen von Reggio Calabria verlassen. Damit sei die fünftägige "Odyssee" für die Betroffenen vorerst zu Ende.

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Die "Rise Above" hatte bei drei Rettungseinsätzen im Mittelmeer am vergangenen Donnerstag 95 Menschen aufgenommen, darunter auch mehrere Babys. Zwei Menschen wurden am Samstag und vier am Sonntag aus medizinischen Gründen von Bord geholt. Die Vorsitzende von Mission Lifeline, Hermine Poschmann, erklärte, nach bis zu sieben Tagen auf See, darunter fünf Tage auf der "Rise Above", hätten viele der Geretteten unter Seekrankheit und Erschöpfung gelitten.

Italiens neue Regierung unter der ultrarechten Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hat einen restriktiven Kurs im Umgang mit Bootsflüchtlingen angekündigt. Innenminister Matteo Piantedosi ist der Meinung, dass die Länder, unter deren Flagge die Rettungsschiffe fahren, für die geretteten Migranten an Bord verantwortlich sind.

Nach Wochen auf See durfte am Sonntag das unter deutscher Flagge fahrende Schiff "Humanity 1" der Organisation SOS Humanity in Catania auf Sizilien anlegen. 144 Menschen, hauptsächlich Minderjährige und Frauen, durften an Land gehen. 35 Männer mussten aber an Bord bleiben.

Am Sonntagabend war auch die "Geo Barents", die von der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenze betrieben wird und unter norwegischer Flagge fährt, in den Hafen von Catania eingelaufen. Die italienischen Behörden erlaubten 357 Migranten, unter ihnen auch Kinder, das Schiff zu verlassen, während 215 weitere an Bord bleiben mussten.

Der ebenfalls in Norwegen registrierten "Ocean Viking" der Hilfsorganisation SOS Méditerranée haben die italienischen Behörden dagegen immer noch keinen Hafen zugewiesen. Das Schiff befand sich am Dienstagmorgen vor Syrakus vor Sizilien, wie ein AFP-Fotograf an Bord berichtete.

Für die 234 Geretteten an Bord sei die Situation "unerträglich", erklärte SOS Méditerranée am Montag. Nach 17 Tagen an Bord sei die psychische Belastung groß, viele der Geretteten litten unter Schlaflosigkeit, Angst und Depressionen.

Y.Destro--PV

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