Pallade Veneta - Guterres prangert "toxisches" Greenwashing an

Guterres prangert "toxisches" Greenwashing an


Guterres prangert "toxisches" Greenwashing an
Guterres prangert "toxisches" Greenwashing an / Foto: JOSEPH EID - AFP

UN-Generalsekretär António Guterres hat Unternehmen, aber auch Städte und Regionen aufgerufen, die Öffentlichkeit nicht mehr mit gut klingenden Klimaschutzversprechen zu täuschen. Falsche Null-Emissions-Versprechen abzugeben und damit den massiven Ausbau der fossilen Energien zu vertuschen, sei "verwerflich", sagte Guterres am Dienstag auf der Weltklimakonferenz in Scharm el-Scheich. Das sei einfach nur "widerlicher Betrug". Dieses "toxische" Greenwashing müsse aufhören.

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Guterres rief Unternehmen, Städte und Regionen auf, ihre Null-Emissions-Versprechen binnen eines Jahres zu überarbeiten, so dass sie den Empfehlungen von UN-Experten entsprechen. Die Arbeitsgruppe leitete die ehemalige kanadische Umweltministerin Catherine McKenna, sie sagte am Dienstag, es sei leicht, die Klimaneutralität bis 2050 anzukündigen. "Aber Du musst es auch umsetzen, und da sehen wir, dass nicht genug passiert."

Zwei Dinge seien entscheidend: "Wir müssen die Treibhausemissionen drastisch senken und wir müssen in saubere Energien investieren", sagte McKenna der Nachrichtenagentur AFP. Aktuell sei es "extrem schwierig" nachzuprüfen, ob Unternehmen tatsächlich ihre Emissionen senken. McKenna forderte hier mehr Transparenz.

Die UN-Arbeitsgruppe rät Regierungen, verpflichtende Regeln aufzustellen. Null-Emissions-Pläne müssten den strengsten Zielen des Pariser Abkommens entsprechen: die Begrenzung der Erwärmung um 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter. Dafür müssten die globalen Emissionen bis 2030 halbiert werden, um dann bis 2050 auf null gesenkt zu werden.

Im Bericht der Arbeitsgruppe heißt es, einige Unternehmen gäben nicht alle ihre Emissionen an oder versuchten sich damit herauszureden, dass sie steigende Emissionen kompensierten - etwa mit dem Pflanzen von Bäumen. McKenna sagte AFP: "Du bekommst keine Eins, weil Du in der Schule sitzt. Du bekommst eine Eins, wenn Du Deinen Job machst und nicht jemand anders dafür bezahlst, das für Dich zu tun."

Empfohlen werden Zwischenziele alle fünf Jahre, Start sollte 2025 sein. Berücksichtigt werden sollten alle Treibhausemissionen - auch solche, die entlang der Lieferketten eines Unternehmens oder durch Investitionen von Finanzinstitutionen entstehen.

M.Jacobucci--PV

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