Pallade Veneta - Human Rights Watch: Fifa muss Verantwortung für Arbeiter in Katar übernehmen

Human Rights Watch: Fifa muss Verantwortung für Arbeiter in Katar übernehmen


Human Rights Watch: Fifa muss Verantwortung für Arbeiter in Katar übernehmen
Human Rights Watch: Fifa muss Verantwortung für Arbeiter in Katar übernehmen / Foto: Jewel SAMAD - AFP/Archiv

Human Rights Watch sieht den Weltfußballverband Fifa in der Pflicht, Verantwortung für die am Bau der WM-Infrastruktur in Katar beteiligten Arbeiter zu übernehmen. "Bei der Fifa können sie nicht einfach sagen: Wenn die Regierung nicht mitmacht, entziehen wir uns der Verantwortung", sagte der Deutschland-Direktor der Menschenrechtsorganisation, Wenzel Michalski, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND, Mittwochsausgaben).

Textgröße ändern:

"Es geht nicht nur um die Toten beim Stadionbau, sondern insgesamt bei der Errichtung der Infrastruktur für die WM", sagte Michalski. "Das ist nicht nur eine moralische, sondern eine rechtliche Verpflichtung. Der Arbeitgeber muss aufkommen für Familien der Arbeitnehmer, die verstorben oder nun arbeitsunfähig sind."

Gemeinsam mit Amnesty International fordert die Menschenrechtsorganisation eine Zahlung von 440 Millionen Euro. Katar und die Fifa sollen für die Gastarbeiter aufkommen, die auf WM-Baustellen ausgebeutet wurden oder ums Leben kamen. Die Summe entspricht den Preisgeldern für die an der WM teilnehmenden 32 Nationalmannschaften.

Katar steht als WM-Gastgeber wegen der Menschenrechtslage in dem Golfemirat in der Kritik. Die WM beginnt am 20. November. Es ist das erste Mal, dass die Fußballweltmeisterschaft in einem arabischen Land ausgetragen wird - und das erste Mal nicht im Sommer, sondern am Jahresende.

D.Bruno--PV

Empfohlen

Vor US-Prozess: Venezuelas Ex-Präsident Maduro pocht auf Immunität

Acht Monate nach seiner Gefangennahme durch das US-Militär hat der entmachtete venezolanische Präsident Nicolás Maduro erneut versucht, den Prozess in New York abzuwenden. Er berief sich in einer Eingabe an einen US-Richter am Mittwochabend (Ortszeit) auf seine Immunität. Das Verfahren gegen den 63-Jährigen soll im kommenden Juni beginnen.

Russland schließt Goethe-Institute - Berlin, Paris und Warschau zeigen sich geschlossen

Nach den deutschen Strafmaßnahmen im Zusammenhang mit dem versuchten Sprengstoffanschlag am Leipziger Flughafen hat Russland reagiert: Das seit mehr als drei Jahrzehnten in Russland aktive Goethe-Institut muss seine verbliebenen Standorte in dem Land schließen, wie Außenminister Sergej Lawrow am Donnerstag ankündigte. Die Präsidentin der Goethe-Institute, Gesche Joost, sprach von einem "Ende einer Ära der deutsch-russischen Kulturbeziehungen". Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) äußerte sein Bedauern über die Entscheidung - und bekam bei einem Außenministertreffen in Weimar demonstrativen Rückhalt von seinen Kollegen aus Frankreich und Polen.

SPD-Fraktion diskutiert Übergewinnsteuer auf KI-Konzerne

Die SPD-Bundestagsfraktion befasst sich bei ihrer zweitägigen Klausurtagung mit den Chancen und Herausforderungen von Künstlicher Intelligenz (KI). In der "Perspektiv-Diskussion" gehe es auch um die Frage, ob KI-Konzerne mit einer Übergewinnsteuer belegt werden sollten, wenn ihre Profite eine bestimmte Schwelle überstiegen, sagte Fraktionschef Matthias Miersch am Donnerstag zum Auftakt. Diskutiert werden demnach auch die Folgen für die Demokratie durch die Konzentration von Marktmacht im KI-Bereich sowie die Konsequenzen für Arbeitsmarkt und Sozialsysteme.

Nach Zuflucht in Deutschland: Regierungsgegner im Iran zum Tode verurteilt

Einem teils erblindeten iranischen Regierungsgegner, der zeitweise in Deutschland Zuflucht gefunden hatte, droht im Iran die Hinrichtung. Wie mehrere Menschenrechtsorganisationen am Donnerstag mitteilten, wurde der 27-jährige Ali Sarei von einem iranischen Gericht wegen "Korruption auf Erden" zum Tode durch den Strang verurteilt.

Textgröße ändern: