Pallade Veneta - US-Republikaner J.D. Vance gewinnt wichtiges Senatsrennen in Ohio

US-Republikaner J.D. Vance gewinnt wichtiges Senatsrennen in Ohio


US-Republikaner J.D. Vance gewinnt wichtiges Senatsrennen in Ohio
US-Republikaner J.D. Vance gewinnt wichtiges Senatsrennen in Ohio / Foto: Gaelen Morse - GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP/Archiv

Bei den Kongress-Zwischenwahlen in den USA hat der Republikaner J.D. Vance das wichtige Senatsrennen im Bundesstaat Ohio gewonnen. Der von Ex-Präsident Donald Trump unterstützte Finanzinvestor und Bestsellerautor ("Hillbilly-Elegie") setzte sich laut US-Sendern gegen den Demokraten Tim Ryan durch. Die Sender ABC und NBC sahen Vance am Dienstagabend (Ortszeit) nach Auszählung von mehr als 85 Prozent der Stimmen bei rund 54 Prozent.

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Ohio war einer der Bundesstaaten mit einem relativ engen Duell um einen Senatssitz. Vance war zwar Favorit, die Demokraten von US-Präsident Joe Biden hatten aber auf einen Überraschungssieg gehofft - und wurden jetzt enttäuscht. Den umkämpften Senatssitz hatte bislang bereits ein Republikaner inne.

Die Republikaner von Ex-Präsident Donald Trump wollen den Demokraten bei den Midterms ihre hauchdünne Senatsmehrheit entreißen. Letztlich wird eine Handvoll Senatsrennen über die künftige Mehrheit in der Kongresskammer entscheiden. Besonders wichtig sind die Wahlen unter anderem in Georgia und Pennsylvania. Bei den Kongress-Zwischenwahlen werden 35 der 100 Senatssitze vergeben, außerdem alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus.

Vance war 2016 durch das Buch "Hillbilly-Elegie: Die Geschichte meiner Familie und einer Gesellschaft in der Krise" international bekannt geworden. Er schilderte darin sein Aufwachsen in einer von Armut und Drogenproblemen geprägten Familie der weißen Unterschicht in den USA.

Das Monate vor Trumps überraschendem Sieg bei der Präsidentschaftswahl 2016 veröffentlichte Buch wurde zu einem gefeierten Bestseller und später von Starregisseur Ron Howard mit Glenn Close in einer der Hauptrollen verfilmt. Zum großen Erfolg des Buches trug bei, dass es eine Erklärung dafür lieferte, wie die weiße Arbeiterklasse in abgehängten früheren Industrieregionen sich für Trump begeistern konnte.

Vance selbst war in der Vergangenheit ein erklärter Trump-Gegner. Vor der Präsidentschaftswahl 2016 bezeichnete er den Rechtspopulisten sogar als "Idioten", den er "nie gemocht" habe. Als Vance dann im vergangenen Jahr in das Vorwahlrennen der Republikaner in seinem Heimatstaat Ohio einstieg, distanzierte er sich von seinen früheren Äußerungen und trat als entschiedener Trump-Verfechter mit einer scharf rechten Politik auf. Trump sprach ihm schließlich im Vorwahlkampf der Republikaner seine Unterstützung aus.

D.Bruno--PV

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