Pallade Veneta - Israel lehnt Zusammenarbeit mit den USA zu Tod palästinensischer Journalistin ab

Israel lehnt Zusammenarbeit mit den USA zu Tod palästinensischer Journalistin ab


Israel lehnt Zusammenarbeit mit den USA zu Tod palästinensischer Journalistin ab
Israel lehnt Zusammenarbeit mit den USA zu Tod palästinensischer Journalistin ab / Foto: - - AL JAZEERA/AFP/Archiv

Der israelische Verteidigunsminister Benny Gantz hat eine Zusammenarbeit mit US-Ermittlern bei einer Untersuchung zum Tod der US-palästinensischen Journalistin Schirin Abu Akleh abgelehnt. Die israelischen Streitkräfte "werden sich nicht an einer externen Ermittlung beteiligen und xkeine Einmischung in interne Ermitttlungen zulassen", schrieb er am Montagabend im Online-Dienst Twitter. Israel habe eine "professionelle, unabhängige Untersuchung" vorgenommen und die Details mit den US-Beamten geteilt.

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Die Journalistin des Senders Al-Dschasira war im Mai erschossen worden, als sie über einen israelischen Einsatz im Flüchtlingslager Dschenin im Norden des Westjordanlandes berichtete, obwohl sie eine Weste mit der Aufschrift "Presse" trug. Die Palästinensische Autonomiebehörde beschuldigte Israel, die Reporterin absichtlich getötet zu haben.

Einem Bericht des US-Magazins "Politico" zufolge hat das FBI zu dem Vorfall eine Untersuchung eingeleitet. Das FBI wollte die Angaben zunächst weder bestätigen noch dementieren.

Das US-Außenministerium hatte im Juli erklärt, Abu Akleh sei wahrscheinlich von Schüssen des israelischen Militärs getroffen worden, es gebe aber keinen Grund zu der Annahme, dass sie vorsätzlich getötet wurde. Die Entscheidung des US-Justizministeriums, nun doch eine Untersuchung einzuleiten, bezeichnete Gantz als "Fehler".

Abu Aklehs Familie hingegen lobte die US-Entscheidung am Dienstag als "wichtigen Schritt". Die US-Behörden hätten die Pflicht zu ermitteln, "wenn ein US-Bürger im Ausland getötet wird, insbesondere wenn er wie Schirin von ausländischen Militärangehörigen getötet wurde", hieß es in einer Erklärung der Familie. Die Angehörigen äußerten ihre Hoffnung auf eine "wirklich unabhängige, glaubwürdige und gründliche Untersuchung".

Israel hatte im September erstmals eingeräumt, dass Abu Akleh mit "hoher Wahrscheinlichkeit" durch die Kugel eines israelischen Soldaten gestorben war. Die Einleitung einer strafrechtlichen Untersuchung hatte die Armee aber mit der Begründung abgelehnt, die Umstände des Vorfalls rechtfertigten dies nicht. Nach Armeeangaben wurde Abu Akleh sehr wahrscheinlich "versehentlich von Schüssen der israelischen Streitkräfte getroffen, die auf Verdächtige abgefeuert wurden, die als bewaffnete palästinensische Kämpfer identifiziert wurden".

Eine separate Untersuchung der Vereinten Nationen war im Juni zu dem Schluss gekommen, dass es "keine Beweise für Aktivitäten von bewaffneten Palästinensern in der Nähe" gab, als Abu Akleh erschossen wurde.

L.Bufalini--PV

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