Pallade Veneta - Berlin bietet Polen nach Raketeneinschlag Hilfe bei Sicherung des Luftraums an

Berlin bietet Polen nach Raketeneinschlag Hilfe bei Sicherung des Luftraums an


Berlin bietet Polen nach Raketeneinschlag Hilfe bei Sicherung des Luftraums an
Berlin bietet Polen nach Raketeneinschlag Hilfe bei Sicherung des Luftraums an / Foto: Ronny HARTMANN - AFP/Archiv

Nach dem Einschlag einer Rakete in Polen nahe der ukrainischen Grenze bietet Deutschland dem Nachbarland Unterstützung bei der Sicherung seines Luftraums an. Deutsche Eurofighter könnten dazu "bereits ab morgen" zum Einsatz kommen, "wenn Polen dies wünscht", sagte ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums am Mittwoch in Berlin. Die Jets müssten dafür nicht nach Polen verlegt werden, sondern könnten von deutsche Luftwaffenbasen aus starten. Zu Mutmaßungen über die Herkunft der Rakete wollte sich die Bundesregierung nicht äußern.

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Das Verteidigungsministerium stehe wegen der Luftraumsicherung bereits in Kontakt mit der polnischen Seite, sagte der Sprecher. Auch Ressortchefin Christine Lambrecht (SPD) persönlich werde im Laufe des Tages mit ihrem polnischen Kollegen das Gespräch suchen und das deutsche Angebot besprechen.

Die angebotenen Patrouillenflüge würden laut dem Ministeriumssprecher in festgelegten Lufträumen stattfinden. Es seien dabei pro abgesprochenem Luftraumabschnitt immer zwei Maschinen gemeinsam unterwegs.

Die Bundesregierung wollte sich zunächst nicht zu der Frage äußern, woher die in Polen eingeschlagene Rakete stammen könnte. Der Vorfall müsse jetzt sorgfältig aufgeklärt werden, sagte Vize-Regierungssprecher Wolfgang Büchner. Die Bundesregierung wolle nicht "zu eilfertig sein mit Bewertungen", sagte er. Die Angelegenheit sei "zu ernst, um jetzt sich hier schon auf eine endgültige Aussage festzulegen".

Büchner betonte zugleich, ohne den russischen Angriffskrieg in der Ukraine und die "gestrigen massiven russischen Raketenangriffe" gegen zivile ukrainische Ziele "wäre es nicht zu diesem Vorfall gekommen".

Auch das Bundesverteidigungsministerium lehnte zum jetzigen Zeitpunkt eine Aussage zur mutmaßlichen Herkunft der Rakete ab. Bei der Untersuchung komme "erschwerend" hinzu, "dass sowohl die Ukraine als auch Russland ähnliche Systeme, zum Teil identische Systeme einsetzen".

In Polen waren bei einem Raketeneinschlag in dem Dorf Przewodow nahe der Grenze zur Ukraine am Dienstag zwei Menschen getötet worden. Der polnische Präsident Andrzej Duda sagte am Mittwoch, "höchstwahrscheinlich" stammte die Rakete von der ukrainischen Luftabwehr.

D.Bruno--PV

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