Pallade Veneta - Infantino weist Kritik an WM in Katar als "Heuchelei" zurück

Infantino weist Kritik an WM in Katar als "Heuchelei" zurück


Infantino weist Kritik an WM in Katar als "Heuchelei" zurück
Infantino weist Kritik an WM in Katar als "Heuchelei" zurück / Foto: Anne-Christine POUJOULAT - AFP

Einen Tag vor Beginn der Fußball-WM in Katar hat der Präsident des Weltfußballverbands Fifa, Gianni Infantino, Kritik an der Veranstaltung als "Heuchelei" zurückgewiesen. "Was im Moment passiert, ist zutiefst, zutiefst ungerecht", sagte Infantino am Samstag auf der Eröffnungspressekonferenz zur WM in Doha. "Für das, was wir Europäer in den vergangenen 3000 Jahren getan haben, sollten wir uns für die nächsten 3000 Jahre entschuldigen, bevor wir anderen Moralpredigten halten."

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Angesichts der massiven Kritik, die die Fifa wegen der Arbeitsbedingungen der Arbeiter auf den WM-Baustellen einstecken musste, sagte Infantino, der Weltverband habe sich um das Schicksal der Arbeiter gekümmert. Mit Blick auf LGBTQ-Rechte hätten ihm die katarischen Behörden zudem versichert, dass "jeder" während der Weltmeisterschaft "willkommen" sei.

Infantino erklärte sich zudem solidarisch mit diskriminierten Gruppen. Er fühle sich heute "als Katarer", "als Araber", "als Homosexueller", "als Behinderter" und "als Arbeitsmigrant", sagte er.

Als Sohn italienischer "Wanderarbeiter" in der Schweiz wisse er, was Diskriminierung bedeute, sagte Infantino und verwies dabei auf seine persönliche Geschichte. So sei er als Kind unter anderem wegen seiner roten Haare, seiner Sommersprossen und seiner schlechten Deutsch-Kenntnisse diskriminiert worden.

Die am Sonntag beginnende Fußball-Weltmeisterschaft ist die erste in einem arabischen Land. Katar als WM-Gastgeber steht seit Jahren wegen seines Umgangs mit ausländischen Arbeitskräften, mit Frauen und Vertretern der LGBTQ-Gemeinschaft in der Kritik. Die englische Abkürzung LGBTQ steht für lesbisch, schwul, bisexuell, transgender und queer. Homosexualität ist in dem Emirat strafbar.

Z.Ottaviano--PV

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