Pallade Veneta - Griechische Küstenwache bringt Flüchtlingsboot mit bis zu 500 Migranten nach Kreta

Griechische Küstenwache bringt Flüchtlingsboot mit bis zu 500 Migranten nach Kreta


Griechische Küstenwache bringt Flüchtlingsboot mit bis zu 500 Migranten nach Kreta
Griechische Küstenwache bringt Flüchtlingsboot mit bis zu 500 Migranten nach Kreta / Foto: STR - FLASHNEWS.GR/AFP

Nach einem nächtlichen Rettungseinsatz südwestlich von Kreta sind hunderte Migranten auf einem in Seenot geratenen Boot sicher in einen Hafen gebracht worden. Das Boot sei in einen Hafen Kretas geschleppt worden, sagte eine Sprecherin der griechischen Küstenwache am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP. Die Asylsuchenden seien noch an Bord.

Textgröße ändern:

Bei der Küstenwache war kurz nach Mitternacht ein Notruf eingegangen. Zu dem Zeitpunkt herrschte in dem Gebiet starker Wind, was den Rettungseinsatz erschwerte. Zwei Frachtschiffe, ein Tanker sowie zwei italienische Fischerboote befanden sich demnach in der Nähe des manövrierunfähigen Boots und leisteten Hilfe.

Nach einem Bericht des Senders ERT befanden sich 430 Menschen an Bord des Fischerboots. Es ankert demnach inzwischen im Hafen des kleinen Ortes Paleochora. Die Sprecherin der Küstenwache sagte, in dem Notruf sei von 400 bis 500 Bootsinsassen die Rede gewesen.

Aus welchen Ländern die Asylsuchenden stammten, blieb zunächst unklar. Die Aufnahmen von ERT zeigten vor allem Männer auf dem Deck eines überalterten und rostigen Schiffs.

Aufgrund der verstärkten Patrouillen der griechischen Küstenwache und der EU-Grenzschutzagentur Frontex in der Ägäis nutzen Schlepper zunehmend die längere und gefährlichere Route südlich von Kreta, um die Europäische Union zu erreichen. Die Migranten gehen damit bei der Überfahrt in meist kaum seetüchtigen Booten deutlich höhere Risiken ein.

Am 11. Oktober kamen mindestens 30 Flüchtlinge beim Untergang ihrer beiden Boote vor den Inseln Lesbos und Kytheria ums Leben. Anfang November barg die Küstenwache nach dem Untergang zweier weiterer Flüchtlingsboote vor den Inseln Euböa und Samos 21 Leichen. Dutzende weitere Menschen gelten seitdem noch vermisst.

C.Grillo--PV

Empfohlen

"New York Times": US-Demokraten führen Alaskas Wähler mit Namenstrick in die Irre

Vor den US-Kongresswahlen sollen die Demokraten mit einem bizarren Trick im Bundesstaat Alaska Verwirrung gestiftet haben. Um die Wiederwahl des amtierenden republikanischen Senators Dan S. Sullivan zu verhindern, hätten sie einen Gegenkandidaten namens Dan J. Sullivan aufgestellt, berichtete die "New York Times" am Mittwoch. Dieser sollte als Unabhängiger antreten und dem "echten" Sullivan Wählerstimmen streitig machen.

Nach Israel-Wahl: Keine Mehrheit in Sicht - Likud wirft arabischen Parteien Betrug vor

Nach der Parlamentswahl in Israel zeichnet sich bislang keine Regierungsmehrheit ab - während sich der Streit zwischen den politischen Lagern verschärft. Nach Auszählung von 85 Prozent der Stimmen bis Mittwochabend kam der Block von Regierungschef Benjamin Netanjahu auf 53 der 120 Sitze in der Knesset, das Oppositionsbündnis um den früheren Armeechef Gadi Eisenkot auf 48, wie die Wahlkommission mitteilte. Netanjahus Likud-Partei warf den arabischen Parteien unterdessen Wahlbetrug vor.

Juristische Debatte über Nichtwählbarkeit von Le Pen flammt auf

Kurz nach dem Wahlkampfauftakt der französischen Rechtspopulistin Marine Le Pen ist eine juristische Debatte über ihre Wählbarkeit neu aufgeflammt. Die 58-Jährige legte Beschwerde gegen einen Ehrenrichter des Obersten Berufungsgerichts ein, wie ihre Anwälte am Mittwoch mitteilten. Der Richter Didier Guérin hatte am Vortag erklärt, dass Le Pen "weiterhin nicht wählbar" sei. Dies gelte auch, falls das Oberste Berufungsgericht nicht rechtzeitig in ihrem Fall entscheide, betonte er.

CDU-Vize Prien drängt zu Eile in Präsidenten-Frage - Klärung bis 9. November

Die stellvertretende CDU-Vorsitzende Karin Prien hat ihre Partei zu einer raschen Entscheidung für eine Bundespräsidentschaftskandidatin gedrängt. Die Frage müsse spätestens bei der Sitzung des CDU-Präsidiums am übernächsten Montag geklärt werden: "Der 9. November, das wird der Tag der Entscheidung", sagte sie am Mittwoch zu RTL und "Stern". Für sie sei zudem "ganz klar: Es sollte eine Frau werden". Die laufende Debatte zeige, dass es mehrere Frauen in CDU und CSU gebe, die dafür geeignet seien.

Textgröße ändern: