Pallade Veneta - Mindestens ein Toter und mehrere Verletzte bei Doppelanschlag in Jerusalem

Mindestens ein Toter und mehrere Verletzte bei Doppelanschlag in Jerusalem


Mindestens ein Toter und mehrere Verletzte bei Doppelanschlag in Jerusalem
Mindestens ein Toter und mehrere Verletzte bei Doppelanschlag in Jerusalem / Foto: Menahem KAHANA - AFP

Bei einem mutmaßlichen Doppelanschlag in Jerusalem ist am Mittwoch nach Polizeiangaben mindestens ein Mensch getötet worden, mehrere weitere wurden verletzt. Bei der ersten Explosion an einer Bushaltestelle am westlichen Stadtrand wurde nach Krankenhausangaben ein 16-Jähriger getötet, elf Menschen wurden verwundet. Eine halbe Stunde später erfolgte demnach eine weitere Explosion in geringer Entfernung, die drei Menschen verwundete. Die radikalislamische Palästinenserorganisation Hamas lobte die Anschläge.

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Das Todesopfer war nach Angaben des Shaare Zedek Krankenhauses seinen Verletzungen erlegen. Ein weiterer Mensch sei lebensgefährlich verletzt, hieß es. Israels Polizei bezeichnete die beiden Explosionen als "Anschläge".

Die Bomben seien aus der Ferne gezündet worden, erklärte eine Sicherheitsquelle der Nachrichtenagentur AFP. Es handele sich vermutlich um einen "kombinierten Anschlag", bei dem Sprengstoff an beiden Bushaltestellen platziert worden sei, hieß es. Der Fahrer des Busses, der bei der zweiten Explosion zu Schaden kam, sagte, dieser sei zum Zeitpunkt der Explosion sehr voll gewesen.

Ein Rettungssanitäter sagte: "Wir hörten eine laute Explosion. Wir eilten sofort in großer Zahl an den Ort des Geschehens (...) und sahen zwei Schwerverletzte, einen 16-jährigen Teenager an einer Bushaltestelle und eine 45-jährige Person auf einem (...) Bürgersteig".

Die radikalislamische Palästinenserorganisation Hamas, die den Gazastreifen kontrolliert, lobte die Bombenanschläge ohne sich zu den Taten zu bekennen. "Wir gratulieren unserem palästinensischen Volk und unserem Volk in der besetzten Stadt Jerusalem zu der heldenhaften Aktion an der Bushaltestelle", sagte ein Hamas-Sprecher am Mittwoch. Die Organisation bezeichnete die Anschläge als "Preis für Israels Verbrechen und Aggressionen".

Das Auswärtige Amt in Berlin verurteilte die Taten: "Die abscheulichen Anschläge an Bushaltestellen in Jerusalem sind ein Angriff auf den friedlichen Alltag aller Israelis. Der Terror und der Hass, die damit verbreitet werden sollen, dürfen nicht die Oberhand gewinnen", sagte ein Sprecher.

Dem Inlandsgeheimdienst Schin Bet zufolge handelt es sich um die ersten Bombenanschläge in Jerusalem seit 2016, wobei allein in diesem Jahr 34 Bombenanschläge vereitelt worden seien.

In den vergangenen Monaten ist die Gewalt in der Region wieder aufgeflammt, insbesondere im besetzten Westjordanland, wo nach einer Serie tödlicher Anschläge auf israelische Ziele Anfang des Jahres fast täglich israelische Razzien stattfinden.

M.Romero--PV

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