Pallade Veneta - Nach Becherwurf: Spielabbruch im Westduell ohne Trainer

Nach Becherwurf: Spielabbruch im Westduell ohne Trainer


Nach Becherwurf: Spielabbruch im Westduell ohne Trainer
Nach Becherwurf: Spielabbruch im Westduell ohne Trainer

Ein Becherwurf auf den Schiedsrichterassistenten hat das Westduell ohne Cheftrainer vorzeitig beendet: Nachdem Christian Gittelmann in der 70. Minute an der Seitenlinie am Kopf getroffen worden war, brach Referee Benjamin Cortus das Spiel zwischen dem VfL Bochum und Borussia Mönchengladbach ab. Die Gäste führten zu diesem Zeitpunkt mit 2:0.

Textgröße ändern:

"Wir möchten uns in aller Form entschuldigen für den Vorfall. Es ist sehr, sehr schade, dass wir das erste Mal vor 25.000 Zuschauern spielen dürfen und das Spiel keine sportlichen Ausgang nimmt. Es ist absolut schade, nicht akzeptabel. Sowas darf nicht passieren", sagte Bochums Sportchef Sebastian Schindzielorz bei DAZN. Über die Konsequenzen wollte sich der Sportdirektor nicht äußern.

Es war er achte Spielabbruch in der Fußball-Bundesliga, der erste seit dem 1. April 2011. Auch damals war beim 0:2 des FC St. Pauli gegen Schalke 04 ein Linienrichter von einem Bierbecher getroffen worden. Vor dem Spiel hatten die Bochumer die 25.000 Zuschauer im Ruhrstadion extra mit einem Video mit Kapitän Anthony Losilla gebeten, keine Gegenstände auf das Feld zu werfen und das Bier lieber zu trinken.

Alassane Plea (55.) und Breel Embolo (61.) hatten die Tore der Gladbacher erzielt, die zuletzt vor 27 Jahren im Ruhrstadion gewonnen hatten. Die Fohlen, die schon vor einer Woche ohne Hütter 1:0 gegen Hertha BSC gewonnen hatten, dürften die drei Punkte nach den Vorfällen am grünen Tisch erhalten und mit 33 Punkten am Aufsteiger vorbeiziehen.

Die Bochumer, die ihre vierte Niederlage in den letzten fünf Pflichtspielen kassierten, haben einen Punkt weniger. Für die Westfalen, bei denen Trainer Thomas Reis ebenfalls infiziert fehlte, dürfte es teuer werden. Es war in der ersten Bundesligasaison nach elf Zweitligajahren nicht der erste Becherwurf Richtung Spielfeld.

Bis zum Spielabbruch hatten die beiden Trainer daheim am Fernseher ein sehr hektisches Spiel gesehen. Auch sieben Spieler hatten wegen Corona gefehlt. Bei den Bochumern fielen mit Cristian Gamboa, Maxim Leitsch, Milos Pantovic und Robert Tesche gleich vier Akteure aus. Gladbachs Co-Trainer Christian Peintinger musste auf Nico Elvedi, Patrick Herrmann und Marvin Friedrich verzichten.

E.Magrini--PV

Empfohlen

Musiala-Gerüchte: Galatasaray bezieht Stellung

Der türkische Fußball-Rekordmeister Galatasaray hat die anhaltenden Spekulationen um eine mögliche Verpflichtung von Nationalspieler Jamal Musiala entschieden zurückgewiesen. "Die Behauptungen, der Profifußballer Jamal Musiala würde zu Galatasaray wechseln, sind unwahr", hieß es in einer Stellungnahme des Klubs aus Istanbul am Freitag: "Dass diese nachweislich unwahren Behauptungen hartnäckig aufrechterhalten werden, ist ein Versuch, die öffentliche Meinung zu täuschen und die Transferbemühungen unseres Vereins zu diskreditieren."

"Mihambo-Schreck" Assani darf zur EM

Weitspringerin Mikaelle Assani hat nach ihrem Überraschungssieg bei den deutschen Meisterschaften vor Tokio-Olympiasiegerin Malaika Mihambo noch das Ticket für die EM in Birmingham (10. bis 16. August) erhalten. Wie der Deutsche Leichtathletik-Verband am Freitag bekannt gab, bescherte die Auswertung der internationalen Meldungen dem DLV zusätzliche Startplätze für die Titelkämpfe in Großbritannien. Das deutsche Team für Birmingham zählt damit 116 Athletinnen und Athleten.

Klaveness sieht Infantino schwer beschädigt

Lise Klaveness, Präsidentin des norwegischen Fußballverbandes, sieht den FIFA-Präsidenten Gianni Infantino aufgrund des Widerstandes gegen seine Investorenpläne massiv beschädigt. "Mein klarer Eindruck ist, dass er sehr viel Vertrauen verloren hat", sagte die als Infantino-Kritikerin bekannte Juristin am Freitag in Oslo. Auch habe der FIFA-Boss seine Kandidatur auf Wiederwahl "durch diesen Vorfall nicht gestärkt", meinte Klaveness.

"Kann nicht tatenlos zusehen": Infantino-Berater tritt zurück

Der Druck auf FIFA-Präsident Gianni Infantino wächst - nun auch aus dem inneren Kreis. Sein leitender Berater Carlos Cordeiro ist aus Protest gegen dessen Investorenpläne zurückgetreten. Zuvor hatten bereits die Kontinentalverbände UEFA, CONCACAF und AFC Widerstand angekündigt. Infantinos Plan, Anteile an Turnieren des Weltverbandes an private Investoren zu verkaufen, steht damit vor dem Aus.

Textgröße ändern: