Pallade Veneta - Afrika-Cup: Acht Tote bei Massenpanik vor Kamerun-Spiel

Afrika-Cup: Acht Tote bei Massenpanik vor Kamerun-Spiel


Afrika-Cup: Acht Tote bei Massenpanik vor Kamerun-Spiel

Der Tod von mindestens acht Menschen bei einer Massenpanik hat den Einzug von Gastgeber Kamerun ins Viertelfinale des Afrika-Cups überschattet. Bei dem Unglück am Montagabend in der Hauptstadt Jaunde wurden nach Angaben der Regierung zudem 38 Menschen verletzt, sieben von ihnen schwer. Präsident Paul Biya ordnete eine Untersuchung des Unglücks an.

Textgröße ändern:

Die Panik soll vor dem Südeingang des Olembe-Stadions vor dem Achtelfinale des Gastgebers gegen die Komoren (2:1) ausgelöst worden sein. Das Ministerium erklärte, die Opfer seien "sofort" in Krankenwagen abtransportiert worden, aber "starker Verkehr verlangsamte den Transport". Der afrikanische Kontinentalverband CAF teilte mit, er untersuche die Situation und versuche, mehr Details über die Geschehnisse zu erfahren.

"Wir müssen eine Kommission einsetzen, um sofort zu untersuchen, was passiert ist", sagte CAF-Präsident Patrice Motsepe am Dienstag: "Und wer was hätte tun sollen und wer es nicht getan hat, wer Verpflichtungen nicht erfüllt hat. Und wir wollen ihren Bericht bis Freitag." Zudem kündigte Motsepe an, dass das eigentlich für Sonntag im Olembe-Stadion geplante Viertelfinale verlegt wird.

Kamerun sollte bereits 2019 den afrikanischen Nationen-Pokal ausrichten, die Veranstaltung wurde jedoch kurzfristig nach Ägypten verlegt. Die CAF hatte dies mit Verzögerungen beim Bau von Stadien und Infrastrukturprojekten sowie mit Sicherheitsmängeln begründet.

Das Olembe-Stadion mit einer Kapazität von 60.000 Plätzen war eigens für den Afrika-Cup gebaut worden. Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern, wurde die Zuschauer-Kapazität auf 60 Prozent reduziert - für Spiele Kameruns sind es jedoch 80 Prozent.

In der Vergangenheit hat es im Fußball bereits mehrfach Tragödien dieser Art gegeben. 2015 kamen in Kairo bei einer Massenpanik 19 Menschen ums Leben. 2001 starben 43 Personen im Johannesburger Ellis-Park-Stadion während eines Spiels zwischen den Orlando Pirates und den Kaizer Chiefs. Im Oktober 1996 hatte es bei einem WM-Qualifikationsspiel von Gastgeber Guatemala gegen Costa Rica gar 90 Tote gegeben.

M.Jacobucci--PV

Empfohlen

CONCACAF: Infantino soll sich von Jugendturnier fernhalten

Die Kritik an FIFA-Präsident Gianni Infantino verschärft sich weiter. Nach einem Bericht von Sky News wurde der Schweizer von der nord- und mittelamerikanischen Konföderation CONCACAF am Freitag aufgefordert, einem U14-Jugendturnier in der Dominikanischen Republik fernzubleiben. Seine Anwesenheit würde die Aufmerksamkeit von der sportlichen Veranstaltung ablenken und die Nachwuchswettbewerbe "untergraben", hieß es demnach in einem Schreiben des CONCACAF-Präsidenten Victor Montagliani an den FIFA-Chef.

Stach schießt Leeds zum Sieg - ManUnited blamiert sich

Fußball-Nationalspieler Anton Stach hat Leeds United zum Auftaktsieg in der Premier League geschossen. Der 27-Jährige verwandelte in der 88. Minute einen direkten Freistoß zum 1:0 (0:0)-Sieg bei Nottingham Forest. "Phänomenal, Stachs Schuss war der Hammer", schrieb die BBC.

Füllkrug trifft beim Comeback: Bremen locker weiter

Niclas Füllkrug hat bei seinem Comeback für Werder Bremen einen Einstand nach Maß gefeiert. Der Rückkehrer stand vier Tage nach seinem Wechsel im DFB-Pokal direkt in der Startelf und traf beim hochverdienten 3:0 (1:0)-Erstrundensieg der Grün-Weißen beim niedersächsischen Oberligisten Lüneburger SK Hansa per Foulelfmeter zum zwischenzeitlichen 2:0 (53.).

SV Elversberg nach Sieg in Duisburg weiter

Die SV Elversberg hat ihr erstes Pflichtspiel als Fußball-Bundesligist erfolgreich bestritten und ist in die zweite Runde des DFB-Pokals eingezogen. Beim Drittligisten MSV Duisburg setzten sich die Saarländer in einem nach der Pause munteren Duell mit 3:1 (1:0) durch und tankten eine Woche vor dem Ligastart Selbstvertrauen.

Textgröße ändern: