Pallade Veneta - Bei Ex-Klub Union Berlin: Rückschlag für Baumgarts Kölner

Bei Ex-Klub Union Berlin: Rückschlag für Baumgarts Kölner


Bei Ex-Klub Union Berlin: Rückschlag für Baumgarts Kölner
Bei Ex-Klub Union Berlin: Rückschlag für Baumgarts Kölner

Dämpfer bei der alten Liebe: Trainer Steffen Baumgart droht mit dem 1. FC Köln in der Fußball-Bundesliga den Anschluss an die Europapokalplätze zu verlieren. Bei Baumgarts Rückkehr an die einstige Wirkungsstätte unterlagen die Kölner bei Union Berlin nach einem Patzer von Ex-Nationalspieler Jonas Hector durchaus verdient mit 0:1 (0:0).

Textgröße ändern:

Der FC fiel mit 40 Punkten hinter Union auf den achten Rang zurück und könnte am 28. Spieltag weiter durchgereicht werden. Taiwo Awoniyi (49.) bescherte Union den ersten Dreier nach zuletzt drei Spielen ohne Sieg.

Der Berliner Pokal-Halbfinalist, bei dem FC-Coach Baumgart von 2002 bis 2004 insgesamt 68 Spiele absolviert hatte, vergrößerte mit dem Erfolg seine Chancen auf ein erneutes Europapokal-Abenteuer.

Eine erste positive Nachricht hatte Union wenige Stunden vor dem Anpfiff verkündet. Abwehrchef Robin Knoche verlängerte seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag bei den Eisernen. Der FC trat mit Personalsorgen an, unter anderem fehlte der erkrankte Torjäger Anthony Modeste. Ex-Union-Profi Sebastian Andersson lief als einzige Spitze auf.

Der Pyro-Nebel im mit 22.012 Zuschauern erstmals seit November ausverkauften Stadion An der Alten Försterei hatte sich kaum verzogen, da hätte Union fast erstmals gejubelt. Awoniyi war durchgestartet und hatte nur noch FC-Torhüter Marvin Schwäbe vor sich, der Angreifer legte sich den Ball aber zu weit vor (1.).

Lange Pässe auf den Nigerianer blieben ein probates Mittel der Berliner - zunächst mit überschaubarem Erfolg. Union fehlte die Genauigkeit im Passspiel, spielerische Lösungen gegen die stabile Kölner Defensive fand das Team von Trainer Urs Fischer kaum. Chancen wie durch Sheraldo Becker (25.), der es nach gutem Zuspiel von Awoniyi aus spitzem Winkel probierte, hatten Seltenheitswert. Gefährlich wurde es ansonsten nur aus der Distanz: Rani Khedira verzog aus rund 25 Metern knapp (35.).

Bei den Kölnern haperte das Umschaltspiel. Der FC eroberte im Mittelfeld zwar viele Bälle, lief sich dann aber im Zentrum fest. Auch über die Außen fand Köln kein Durchkommen. Hector scheiterte bei der besten Kölner Chance in der ersten Halbzeit an Union-Torhüter Frederik Rönnow (39.).

Kurz nach dem Seitenwechsel stand der Kölner Kapitän wieder im Mittelpunkt: Ein misslungener Rückpass landete im Strafraum bei Awoniyi. Die Führung gab Union Sicherheit. Die Köpenicker tauchten immer häufiger vor dem gegnerischen Tor auf und hatten Möglichkeiten für weitere Treffer.

B.Fortunato--PV

Empfohlen

Medien: Möglicher Infantino-Kontrahent tritt nicht an

Den Gegnern von Gianni Infantino gehen offenbar die Optionen für einen starken Kontrahenten bei der FIFA-Präsidentschaftswahl aus. Wie zunächst der Guardian und später die BBC und ESPN unter Berufung auf eigene Quellen berichteten, will der Kanadier Victor Montagliani für eine weitere vierjährige Amtszeit an der Spitze des Fußballverbandes für Nord- und Mittelamerika und die Karibik (CONCACAF) kandidieren und von einer FIFA-Kandidatur absehen.

Gidsel-Rekord: Füchse feiern zweiten Champions-League-Sieg

Welthandballer Mathias Gidsel hat die Füchse Berlin mit einer überragenden Rekordshow quasi im Alleingang zum nächsten Sieg in der Champions League geworfen. Der furiose Däne steuerte am dritten Spieltag in der Königsklasse fantastische 17 Tore zum 40:32 (20:17)-Erfolg seiner Mannschaft gegen den portugiesischen FC Porto bei, für das Team von Trainer Nicolej Krickau ist es der zweite Sieg im laufenden Wettbewerb.

DESG-Zwist: Erfurter Sportler unterschreiben "unter Protest"

Die Eisschnellläuferinnen und Eisschnellläufer am Bundesstützpunkt Erfurt haben die umstrittene Athletenvereinbarung der Deutschen Eisschnelllauf und Shorttrack Gemeinschaft (DESG) "ausdrücklich unter Protest" unterschrieben. Das Vertrauen in das DESG-Präsidium bleibe ungeachtet dessen "erheblich beschädigt", teilten die Athletinnen und Athleten um Hendrik Dombek und Toptalent Finn Sonnekalb in einer Stellungnahme am Donnerstagabend mit. Um 20 Uhr war die Frist der DESG abgelaufen.

Maradona-Prozess: Anklage fordert bis zu zwölf Jahre Haft

Im Prozess um den Tod von Fußball-Ikone Diego Maradona hat die Staatsanwaltschaft Haftstrafen für mehrere damals beteiligte medizinische Fachkräfte gefordert. Dabei sprach sich die Anklage am Donnerstag im Gericht in San Isidro bei Buenos Aires für Freiheitsstrafen von vier bis zwölf Jahren für sechs der Angeklagten aus. So habe laut Staatsanwaltschaft eine "chaotische Organisation" zu einer "Situation der Vernachlässigung" Maradonas geführt, der "seinem Schicksal überlassen" worden sei.

Textgröße ändern: