Pallade Veneta - Moderner Fünfkampf: Reiten durch Hindernis-Disziplin ersetzt

Moderner Fünfkampf: Reiten durch Hindernis-Disziplin ersetzt


Moderner Fünfkampf: Reiten durch Hindernis-Disziplin ersetzt
Moderner Fünfkampf: Reiten durch Hindernis-Disziplin ersetzt / Foto: PEDRO PARDO - SID

Das Springreiten wird im Modernen Fünfkampf künftig wohl durch eine Hindernis-Disziplin ersetzt. Neun Monate nach dem Eklat bei den Sommerspielen in Tokio kündigte der Weltverband UIPM eine Testphase für zwei Varianten an, die aus mehr als 60 Vorschlägen ausgewählt wurden. Details zur Sportart wurden noch nicht genannt. Die Testläufe sollen gleich nach dem Weltcup-Finale der Fünfkämpfer in Ankara Ende Juni beginnen. Der UIPM-Kongress müsse dann die finale Entscheidung fällen.

Textgröße ändern:

Bei der Auswahl einer alternativen Disziplin habe die zuständige Arbeitsgruppe sich eng an den Vorgaben des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) orientiert, sagte UIPM-Präsident Klaus Schormann: "Die Athleten spielen in diesem Prozess eine zentrale Rolle."

Die ausgewählte Hindernis-Disziplin sei "kompatibel mit der DNA des Modernen Fünfkampfes", hieß es in der Mitteilung. Zudem sei mit ihr eine Reduzierung der Kosten möglich, der Zugang zur Sportart werde vereinfacht, die Popularität für alle Altersgruppen sei gewährleistet. Zudem sei eine nachhaltige Durchführung möglich. Die Arbeitsgruppe hatte bei der Auswahl die Voraussetzungen für eine Aufnahme ins Programm der Sommerspiele 2028 in Los Angeles im Blick.

Die ohnehin bereits umstrittene Disziplin Springreiten war mit dem Skandal um die deutsche Athletin Annika Schleu bei den Spielen im vergangenen Sommer untragbar geworden. In Tokio hatte Schleu auf Goldkurs gelegen, bis ihr zugelostes Pferd das Springen verweigerte. Unter Tränen versuchte sie, das Tier mit Sporen und Gerte zurück in den Parcours zu bringen, die Bilder gingen um die Welt.

Im November des vergangenen Jahres wurde dann die Streichung des Springreitens aus dem Modernen Fünfkampf verkündet, wirksam allerdings erst nach den Olympischen Spielen 2024 in Paris. IOC-Gründer Pierre de Coubertin hatte den Modernen Fünfkampf 1912 ins Leben gerufen, er besteht traditionell aus Schießen, Fechten, Schwimmen, Reiten und Laufen. Schießen und Laufen wurden inzwischen zur Disziplin Combined zusammengelegt.

R.Zaccone--PV

Empfohlen

Tour de France Femmes: Lippert sprintet am Etappensieg vorbei

Radprofi Liane Lippert hat einen Etappensieg bei der Tour de France der Frauen knapp verpasst. Die dreimalige deutsche Meisterin vom Team Movistar erreichte das Ziel der 153,4 km langen sechsten Etappe in Tournon-sur-Rhone als Teil einer Fluchtgruppe, war im kräftezehrenden Sprint um den Tagessieg aber chancenlos. Beim Erfolg von Kim Le Court-Pienaar (Mauritius/AG Insurance-Soudal) belegte Lippert den sechsten Platz. Antonia Niedermaier (Team Canyon//SRAM/+0:28 Minuten) kam im Weißen Trikot als 14. mit den Favoriten an.

Schwimm-EM: Hentschel/Müller gewinnen Synchron-Bronze

Am letzten Wettkampftag im Wasserspringen haben Lena Hentschel und Jette Müller die deutsche Bilanz bei der Schwimm-EM in Paris noch einmal aufpoliert. Das Duo aus Berlin und Dresden gewann im Synchronspringen vom 3-m-Brett mit 274,59 Punkten Bronze - und bescherte dem deutschen Schwimm-Verband (DSV) die achte Medaille im Centre Aquatique Olympique am Stade de France.

UEFA hält an FIFA-Boykott fest

Die Europäische Fußball-Union UEFA hält im Machtkampf mit FIFA-Präsident Gianni Infantino den Druck aufrecht. Trotz des Rückzugs der FIFA-Pläne für eine Öffnung gegenüber externen Investoren hält die UEFA an ihrem Boykott der Wettbewerbe des Weltverbandes fest. Das geht aus einer UEFA-Erklärung auf SID-Anfrage vom Donnerstag hervor. Zudem bekräftigte die UEFA, sie habe das Vertrauen in Infantino verloren.

Millionendeal perfekt: Diomande wechselt nach Madrid

Der Millionendeal ist perfekt: Shooting-Star Yan Diomande wechselt vom Fußball-Bundesligisten RB Leipzig zum spanischen Rekordmeister Real Madrid. Den Transfer bestätigten beide Vereine am Donnerstag, das 19 Jahre alte Offensivjuwel unterschrieb bei den Königlichen einen Vertrag bis 2033. Laut Medienberichten zahlt Real 125 Millionen Euro als feste Ablöse an RB, mit Boni könnte sich die Summe auf 140 Millionen Euro erhöhen.

Textgröße ändern: