Pallade Veneta - Final-Chaos: Pariser Polizeichef spricht von "Versagen"

Final-Chaos: Pariser Polizeichef spricht von "Versagen"


Final-Chaos: Pariser Polizeichef spricht von "Versagen"
Final-Chaos: Pariser Polizeichef spricht von "Versagen" / Foto: ANNE-CHRISTINE POUJOULAT - SID

Der Chef der Pariser Polizei hat den umstrittenen Einsatz beim Champions-League-Finale zwischen Real Madrid und dem FC Liverpool (1:0) im Stade de France von St. Denis als "Versagen" bezeichnet und sich bei den Fans für den Einsatz von Tränengas entschuldigt. "Es ist offenbar ein Versagen", sagte Didier Lallement am Donnerstag vor einer Untersuchungskommission im französischen Senat: "Es war ein Versagen, weil Leute herumgestoßen und angegriffen wurden. Es ist ein Versagen, weil das Image des Landes untergraben wurde."

Textgröße ändern:

Das Endspiel am 28. Mai war erst mit 37 Minuten Verspätung angepfiffen worden, nachdem es chaotische Szenen rund um das Stadion gegeben hatte. Vor den Eingängen hatten sich lange Schlangen gebildet, es kam zu großem Gedränge, die Polizei schritt dabei auch mit Tränengas ein.

Bei den Vorfällen hatte es insgesamt 238 Verletzte und 105 Festnahmen gegeben, rund 2700 Fans mit gültigem Ticket konnten das Stadion nicht betreten. Nach Erkenntnissen der französischen Regierung hatte ein gewaltiger Betrug mit Eintrittskarten zu den Schwierigkeiten am Stade de France geführt.

Polizeichef Lallement sagte, es tue ihm leid, dass er den Einsatz von Tränengas angeordnet habe, ergänzte aber, dass er "kein anderes Mittel" gesehen habe, um den Druck der Massen auf die Eingangstore zu verringern.

Zudem gab er zu, dass die Zahl von 30.000 bis 40.000 Zuschauern ohne Tickets oder mit gefälschten Karten vor dem Stadion nicht korrekt gewesen sei. Diese Zahl hatte die Polizei dem französischen Innenministerium gemeldet. "Vielleicht habe ich einen Fehler gemacht", sagte Lallement, "aber ich habe auch nie behauptet, dass sie absolut korrekt war."

Z.Ottaviano--PV

Empfohlen

Dank Ebnoutalib: Frankfurt landet Befreiungsschlag

Eintracht Frankfurt hat die erhoffte Reaktion gezeigt und in der Fußball-Bundesliga eine Krise nochmal abgewendet. Die Mannschaft von Trainer Adi Hütter schlug sechs Tage nach der 0:6-Klatsche gegen RB Leipzig dank einer Leistungssteigerung im zweiten Durchgang den 1. FC Köln mit 1:0 (0:0) und feierte zu einem wichtigen Zeitpunkt den zweiten Saisonsieg.

Drama im fünften Satz: Tischtennis-Duo Duda/Mittelham holt Gold

Benedikt Duda und Nina Mittelham haben bei der Tischtennis-EM im Mixed das erhoffte erste Gold für Deutschland geholt. Das Duo bezwang das favorisierte französische Mixed Alexis Lebrun/Charlotte Lutz, das an zweiter Position gesetzt war, in einem spannenden Finale mit 3:2. Der dramatische Entscheidungssatz mit Überlänge endete 17:15.

Nürnberg verhindert erste Niederlage - Zoma verletzt

Der 1. FC Nürnberg marschiert weiter ungeschlagen durch die 2. Fußball-Bundesliga, sorgt sich aber um Senkrechtstarter Mohamed Ali Zoma. Der italienische Neu-Nationalspieler musste beim 1:1 (0:0) bei Energie Cottbus wegen einer Schulterverletzung schon vor der Pause ausgewechselt werden.

Rekord verpasst: Hertha lässt in Kiel erstmals Punkte liegen

Serie gerissen, Rekord verpasst: Hertha BSC hat ausgerechnet beim bisherigen Schlusslicht Holstein Kiel erstmals in dieser Zweitliga-Saison Federn gelassen. Durch das 0:0 nach sieben Siegen in sieben Spielen gehört der alleinige Startrekord der Liga weiterhin Hannover 96, die Niedersachsen hatten 1986/87 die ersten acht Begegnungen gewonnen.

Textgröße ändern: