Pallade Veneta - Triumph im Elfer-Krimi: England im EM-Halbfinale

Triumph im Elfer-Krimi: England im EM-Halbfinale


Triumph im Elfer-Krimi: England im EM-Halbfinale
Triumph im Elfer-Krimi: England im EM-Halbfinale / Foto: SEBASTIEN BOZON - SID

Englands Fußballerinnen haben ihren Traum von der erfolgreichen Titelverteidigung bei der EM in der Schweiz in einem dramatischen Elfmeter-Krimi am Leben erhalten. Gegen Schweden rettete sich das lange enttäuschende Team von Nationaltrainerin Sarina Wiegman im Viertelfinale von Zürich nach 0:2-Rückstand noch ins Elfmeterschießen und gewann dort mit 3:2. Nach 120 Minuten hatte es 2:2 (2:2, 2:0) gestanden.

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Im Duell vom Punkt wurde Torhüterin Jennifer Falk zur tragischen Heldin Schwedens, als sie vier Strafstöße hielt, aber die Entscheidung selbst vergab. Lucy Bronze schoss England letztlich in die Vorschlussrunde, während Smilla Holmberg als letzter Schützin die Nerven versagten. Im Halbfinale kämpfen die Lionesses am Dienstag (21.00 Uhr) in Genf gegen Italien um das Endspiel-Ticket.

In der regulären Spielzeit hatten Bronze (79.) und die eingewechselte Michelle Agyemang (81.) die lange schwachen Engländerinnen spät in die Verlängerung gebracht. Die Schwedinnen, die das DFB-Team in der Gruppenphase mit 4:1 abgefertigt hatten, waren durch Kapitänin Kosovare Asllani (2.) und Stina Blackstenius (25.) zunächst in Führung gegangen. Die Britinnen haben somit drei Jahre nach dem Triumph in der Heimat den zweiten Titel in Folge im Visier, Schweden muss weiter auf den ersten EM-Pokal seit 1984 warten.

Vor 22.397 Zuschauern im Zürcher Letzigrund begannen die Engländerinnen hochnervös und schenkten Schweden die Führung. Jess Carter und Keira Walsh vertändelten den Ball am eigenen Strafraum, ehe Blackstenius die durchgestartete Asllani fand, die eiskalt vollstreckte. Nur drei Minuten später erhöhten die Schwedinnen beinahe, als Englands Torhüterin Hannah Hampton den Ball an Blackstenius verlor - Kapitänin Leah Williamson rettete beim Schuss der Stürmerin in größter Not.

In der Folge sah es mit fortschreitender Spieldauer zunächst so aus, als hätten die Britinnen ihr Spiel beruhigt, mit einem Lattentreffer von Lauren Hemp (6.) hatten sie gar eine erste Torchance. Trotzdem waren sie defensiv alles andere als sattelfest, Schweden wirkte zwingender. Nach Steilpass lief Blackstenius der überforderten Carter davon und vollendete aus spitzem Winkel. Kurz vor der Pause bewahrte Hampton England bei einem Fernschuss von Fridolina Rolfö (45.+1) vor einem noch höheren Rückstand.

Nach der Halbzeit kamen die Engländerinnen mit mehr Schwung aus der Kabine, Hemp (51.) verpasste den Anschlusstreffer per Kopf nur knapp. Doch immer wieder brachte sich Wiegmans Team selbst in Bedrängnis, wieder musste Hampton nach einem Konter gegen Blackstenius (55.) mit einer starken Parade einen Treffer verhindern. England wurde in der Schlussphase immer stärker, der Doppelschlag von Bronze und Agyemang hievte sie in die Verlängerung, wo sich die Teams einen zähen Schlagabtausch lieferten. Es brauchte die Entscheidung vom Punkt.

A.Rispoli--PV

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