Pallade Veneta - "Der Fluch geht weiter": Les Bleues hadern nach Elfmeter-Drama

"Der Fluch geht weiter": Les Bleues hadern nach Elfmeter-Drama


"Der Fluch geht weiter": Les Bleues hadern nach Elfmeter-Drama
"Der Fluch geht weiter": Les Bleues hadern nach Elfmeter-Drama / Foto: FABRICE COFFRINI - SID

Die französischen Spielerinnen kauerten minutenlang am Boden, nach dem dramatischen EM-Aus flossen bittere Tränen. Er spüre "Enttäuschung und Traurigkeit für die Mädchen, die alles gegeben haben", sagte Trainer Laurent Bonadei: "Ich dachte, wir hätten das Schlimmste hinter uns, als wir gegen diese auf zehn Mann reduzierte Mannschaft das erste Tor erzielten. Man muss anerkennen, dass die deutsche Mannschaft ein heroisches Spiel gemacht hat."

Textgröße ändern:

Ab der 13. Minute spielten Les Bleues im Viertelfinale in Überzahl, kamen dennoch nach 120 Minuten nicht über ein 1:1 hinaus - und verloren letztlich mit 5:6 im Elfmeterschießen. "Wir sind total frustriert", sagte Sakina Karchaoui: "Sie sind praktisch die ganze Zeit zu zehnt und es liegt an uns, das Spiel zu töten." Die Mannschaft könne es "gar nicht glauben", dass das Turnier nach solch einem Spiel vorbei sei. "Es ist ungerecht!", so die Mittelfeldspielerin weiter.

Genauso sah es auch ihre Teamkollegin Selma Bacha: "Sie haben nichts angeboten, sie haben verteidigt, das ist nicht einmal verdient, ich bin eine schlechte Verliererin", erklärte die 24-Jährige. Das deutsche Team habe auch in Unterzahl "keine Räume gelassen", sagte Bonadei: "Es gab wenig Platz zwischen den Ketten und mit der Geschwindigkeit war es schwierig für uns." Er wolle deshalb "den Hut vor der deutschen Mannschaft ziehen".

Es sei "zum Haare raufen", titelte L'Equipe: "Der Fluch geht weiter für Les Bleues". Le Figaro schrieb vom "grausamen Ende eines Traums". Es sei eine "schreckliche Ernüchterung", so Le Parisien: "In Basel erwachten die Dämonen und riefen Bilder der typischen Verzweiflung der Besiegten hervor, genau in dem Moment, als Alice Sombath den letzten Elfmeter für Frankreich verschoss." Trotz aller Enttäuschung werde die Mannschaft "wieder aufstehen", betonte Karchaoui.

G.Riotto--PV

Empfohlen

Elversberg verpasst großen Schritt Richtung Aufstieg

Die SV Elversberg hat einen großen Schritt in Richtung Fußball-Bundesliga verpasst. Die Saarländer mussten sich trotz Überzahl in einem äußerst unterhaltsamen Verfolgerduell bei Darmstadt 98 mit einem 3:3 (3:2) begnügen und rutschten auf Platz vier ab. Darmstadt liegt nach dem sechsten Spiel in Folge ohne Sieg nun sechs Punkte hinter dem Relegationsplatz zurück und hat damit nur noch theoretische Aufstiegschancen.

Hoffenheim zu abgezockt: HSV verpasst Vorentscheidung

Das Bangen geht weiter: Der Hamburger SV hat die Steilvorlage der Konkurrenz nicht genutzt und eine Vorentscheidung im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga verpasst. Gegen den Champions-League-Anwärter TSG Hoffenheim verlor der ersatzgeschwächte HSV im heimischen Volksparkstadion mit 1:2 (1:2). In einem intensiven Samstagabend-Spiel waren die Gäste zu abgezockt.

Verletzungssorgen bei Havertz - Arsenal wieder Spitzenreiter

Fußball-Nationalspieler Kai Havertz hat wenige Wochen vor Beginn der Weltmeisterschaft (11. Juni bis 19. Juli) einen erneuten gesundheitlichen Rückschlag kassiert. Der Stürmer des FC Arsenal musste am Samstag beim 1:0 (1:0)-Sieg gegen Newcastle United in der 34. Minute mit augenscheinlichen Schmerzen im Leistenbereich ausgewechselt werden. Wie lange Havertz ausfällt und ob sogar eine Teilnahme an der WM in Gefahr ist, ist noch offen.

Kett mit Tor und Rot: Bayern erkämpfen sich Remis gegen Barca

Die Fußballerinnen des FC Bayern haben ihr Barca-Trauma abgestreift und dürfen weiter vom Triple träumen. Rund sechs Monate nach der 1:7-Demütigung in der Ligaphase erkämpften sich die frisch gekürten Meisterinnen im Halbfinal-Hinspiel der Champions League gegen den favorisierten FC Barcelona in Unterzahl ein 1:1 (0:1) und haben vor dem Rückspiel am kommenden Sonntag (16.30 Uhr) im Camp Nou weiter Chancen auf ihre erste Finalteilnahme.

Textgröße ändern: