Pallade Veneta - Addo: Rassismus im Fußball "kein Unfall und kein Randphänomen"

Addo: Rassismus im Fußball "kein Unfall und kein Randphänomen"


Addo: Rassismus im Fußball "kein Unfall und kein Randphänomen"
Addo: Rassismus im Fußball "kein Unfall und kein Randphänomen" / Foto: IMAGO/Max Maiwald/DeFodi Images - www.imago-images.de/SID

Die Anti-Rassismus-Initiative Roots hat den Umgang mit den rassistischen Beleidigungen im DFB-Pokal kritisiert. "Seit Jahren erleben wir dasselbe Muster: ein Vorfall, dann Relativierung, dann Schweigen. Aber Rassismus im Fußball ist kein Unfall und kein Randphänomen – er ist systemisch", sagte der ehemalige Bundesligaprofi Otto Addo, der die Initiative gegen Rassismus im Sport mitgegründet hat und ihr als Präsident ein prominentes Gesicht gibt.

Textgröße ändern:

"Solange wir von Einzeltätern und einzelnen Vollidioten sprechen, bleibt das System unberührt", erklärte der Trainer der ghanaischen Fußball-Nationalmannschaft, der für den Hamburger SV, den FSV Mainz 05 und Borussia Dortmund in der Bundesliga spielte: "Um das System zu verändern, muss Anti-Rassismus von DFB und DFL endlich zur Chefsache erklärt werden."

In der ersten Runde des DFB-Pokals war es zu mehreren rassistischen Attacken gekommen - sowohl im Stadion als auch in den Sozialen Medien. Der Schalker Christopher Antwi-Adjei wurde in Leipzig mit dem "N-Wort" beleidigt und nach seiner Beschwerde fortwährend ausgepfiffen. Auch ein Spieler des 1. FC Kaiserslautern wurde in Potsdam von einem Zuschauer rassistisch attackiert. In den Sozialen Medien erhielt der Mainzer Nationalspieler Nadiem Amiri nach dem Sieg in Dresden eine rassistische Hassbotschaft, die er selbst veröffentlichte. Auf den Essener Kelsey Owusu prasselten nach seinem brutalen Foul an dem Dortmunder Yan Couto rassistische Kommentare im RWE-Instagram-Account ein.

Roots-Vizepräsident Younis Kamil beklagte, "dass der deutsche Fußball bisher keine nachhaltig wirksamen Antworten auf Rassismus liefert. Der Trend deutet dabei auf einen Anstieg statt Abstieg der rassistischen Vorfälle hin."

F.M.Ferrentino--PV

Empfohlen

Nächste Pleite für Eta: Union verliert in Leipzig

Zweites Spiel, zweite Pleite: Marie-Louise Eta hat den nächsten Rückschlag als neue Trainerin des Fußball-Bundesligisten Union Berlin kassiert – und könnte mit den Eisernen noch einmal in ernsthafte Abstiegsgefahr geraten. Bei RB Leipzig verloren die letztlich chancenlosen Köpenicker am Freitag verdient mit 1:3 (0:2). Gewinnt die Konkurrenz am Wochenende, könnte Unions Vorsprung auf den Relegationsrang 16 auf drei Punkte schmelzen.

Eisbären eiskalt: Berlin gewinnt erstes Finale in Mannheim

Die Playoff-Könige der Eisbären Berlin haben im Finale der Superlative in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) gleich ein Ausrufezeichen gesetzt. Zum Auftakt der Endspielserie der erfolgreichsten Klubs in der DEL-Historie siegte der Titelverteidiger und Rekordmeister 7:3 (3:0, 2:0, 2:3) bei den Adlern Mannheim - mit gnadenloser Effizienz.

Handball: Flensburg verteidigt Champions-League-Platz

Die SG Flensburg-Handewitt hat dem Druck von Verfolger Füchse Berlin standgehalten und Rang zwei in der Handball-Bundesliga verteidigt. Das Team von Trainer Ales Pajovic setzte sich am Freitagabend gegen die MT Melsungen mit 40:30 (19:15) durch und steht damit vier Spieltage vor Schluss auf einem Champions-League-Platz.

Sieg gegen Dresden: Düsseldorf sendet Lebenszeichen

Fußball-Zweitligist Fortuna Düsseldorf hat im Kampf um den Klassenerhalt ein eindrucksvolles Lebenszeichen gesendet. Gegen Dynamo Dresden gewann das Team von Trainer Alexander Ende am Freitagabend mit 3:1 (2:0). Durch den ersten Sieg nach zuletzt fünf Pleiten in Serie verließen die Rheinländer vorerst die Abstiegsränge.

Textgröße ändern: