Pallade Veneta - Stuttgart und Woltemade patzen in Berlin

Stuttgart und Woltemade patzen in Berlin


Stuttgart und Woltemade patzen in Berlin
Stuttgart und Woltemade patzen in Berlin / Foto: Sebastian Räppold/Matthias Koch - IMAGO / Matthias Koch/SID

Nick Woltemade und der VfB Stuttgart haben bei ihrer Rückkehr nach Berlin eine herbe Enttäuschung erlebt. 91 Tage nach dem Gewinn des DFB-Pokals verloren die Schwaben bei Union Berlin am Samstag mit 1:2 (0:2) und erwischten einen Fehlstart in die neue Saison der Fußball-Bundesliga. Zweimal scheiterte der VfB am Aluminium, der Anschlusstreffer von Tiago Tomas (86.) kam zu spät.

Textgröße ändern:

Die Berliner bejubelten einen Überraschungscoup zum Start in die Spielzeit 2025/26 – und den Aufstieg eines potenziell neuen Fanlieblings. Der vom Zweitligisten SC Paderborn verpflichtete Ilyas Ansah (18., 45.+4) feierte mit seinem Doppelpack ein perfektes Bundesligadebüt.

Im stimmungsvollen Stadion An der Alten Försterei ging kurz nach dem Anpfiff zunächst nichts: Eine bunte Konfetti-Choreografie der Heimfans sorgte für eine ungeplante Unterbrechung, vor dem Tor von Union-Torhüter Frederik Rönnow regnete es kleine Papierfetzen in den Vereinsfarben Rot, Weiß und Gelb. Schiedsrichter Robert Hartmann unterbrach das Spiel für rund sechs Minuten. Abhilfe schafften erst herbeigeeilte Ordnungskräfte mit Laubbläsern.

Rönnow, vor dem Anpfiff als Unions bester Spieler der Vorsaison gekürt, ließ sich von der Pause nicht ablenken und war sofort hellwach: Nach einer Flanke von Nationalspieler Maximilian Mittelstädt köpfte Julian Chabot aus kurzer Distanz wuchtig aufs Tor und zwang Rönnow zu einer Glanztat (12).

Die Chance war die Folge der spielerischen Stuttgarter Überlegenheit, aus der der VfB aber zu wenig machte. Die Unioner, die in der Vorbereitung Defizite in der Chancenverwertung hatten, bewiesen dagegen Effizienz. Ansah traf aus rund 25 Metern sehenswert zur überraschenden Führung.

Stuttgart tat sich nach dem Rückschlag schwer. Die vorderste Reihe um Woltemade war zu wenig ins Spiel eingebunden, auch Flanken fanden selten Abnehmer. Wirklich nah kam Stuttgart dem Ausgleich erst kurz vor der Pause. Nach feiner Vorarbeit von Woltemade scheiterte VfB-Kapitän Atakan Karazor an Rönnow und dem Pfosten (44.). Erneut bestrafte Ansah den VfB: Der 20-Jährige schloss einen von ihm miteingeleiteten Konter mustergültig ab.

Nach der Pause blieb Stuttgart offensiv im Pech. Deniz Undav köpfte den Ball an die Latte, Mittelstädts wuchtigen, aber zu zentralen Nachschuss parierte Rönnow (49.). Das Team von Trainer Sebastian Hoeneß drängte auch danach auf den Anschluss, Karazor scheiterte knapp per Kopf (57.). Das versöhnliche Ende nach Tomas' Anschluss blieb aus: Der vermeintliche Ausgleich durch Woltemade zählte aufgrund einer Abseitsposition nicht (90.+6).

A.Saggese--PV

Empfohlen

Handball: Flensburg verteidigt Champions-League-Platz

Die SG Flensburg-Handewitt hat dem Druck von Verfolger Füchse Berlin standgehalten und Rang zwei in der Handball-Bundesliga verteidigt. Das Team von Trainer Ales Pajovic setzte sich am Freitagabend gegen die MT Melsungen mit 40:30 (19:15) durch und steht damit vier Spieltage vor Schluss auf einem Champions-League-Platz.

Sieg gegen Dresden: Düsseldorf sendet Lebenszeichen

Fußball-Zweitligist Fortuna Düsseldorf hat im Kampf um den Klassenerhalt ein eindrucksvolles Lebenszeichen gesendet. Gegen Dynamo Dresden gewann das Team von Trainer Alexander Ende am Freitagabend mit 3:1 (2:0). Durch den ersten Sieg nach zuletzt fünf Pleiten in Serie verließen die Rheinländer vorerst die Abstiegsränge.

Handgelenksverletzung: Alcaraz verpasst French Open

Tennisstar Carlos Alcaraz wird seinen Titel bei den French Open in diesem Jahr nicht verteidigen können. Wie der spanische Weltranglistenzweite am Freitag in den Sozialen Netzwerken bekannt gab, zwingt ihn seine Handgelenksverletzung am rechten Arm zu einer längeren Pause.

Nach Rassismus-Vorwürfen: Sechs Spiele Sperre für Prestianni

Nach den Rassismus-Vorwürfen gegen Gianluca Prestianni im Rahmen des Playoff-Duells in der Champions League zwischen Benfica Lissabon und Real Madrid hat die Europäische Fußball-Union (UEFA) den Argentinier nun "wegen diskriminierenden Verhaltens" für insgesamt sechs Spiele gesperrt. Wie der Verband am Freitag mitteilte, wurden drei Partien für zwei Jahre auf Bewährung ausgesetzt.

Textgröße ändern: