Pallade Veneta - Verpasste Dopingkontrollen: Rodlerin Egle für Olympia gesperrt

Verpasste Dopingkontrollen: Rodlerin Egle für Olympia gesperrt


Verpasste Dopingkontrollen: Rodlerin Egle für Olympia gesperrt
Verpasste Dopingkontrollen: Rodlerin Egle für Olympia gesperrt / Foto: IMAGO/kristen-images.com / Michael Kristen - IMAGO/Michael Kristen/SID

Die zweifache Olympia-Medaillengewinnerin Madeleine Egle wird die Winterspiele in Mailand und Cortina d'Ampezzo im kommenden Jahr verpassen. Die Österreicherin wurde wegen drei verpassten Dopingkontrollen für 20 Monate gesperrt, wie der Österreichische Verband (ÖRV) mitteilte. Die 27 Jahre alte Spitzenrodlerin habe demnach im Jahr 2023 drei Dopingkontrollen verpasst und sei nun rückwirkend ab dem 1. März 2025 mit dieser Sperre belegt worden.

Textgröße ändern:

Egle hätte in Cortina zu den Medaillenanwärterinnen gezählt und wäre eine ernste Konkurrentin der deutschen Rodlerinnen um Julia Taubitz gewesen. Im Vorwinter hatte sie hinter Taubitz Rang zwei im Gesamtweltcup belegt. "Ich hätte nie mit einer derart harten Bestrafung gerechnet, meine Karriere liegt gefühlt in Trümmern, ich weiß nicht, wie es weitergehen soll", sagte Egle in einer Stellungnahme - und ließ eine Fortsetzung ihrer Laufbahn nach Ablauf der Sperre offen.

Sie habe sich während des knapp 20 Monate dauernden Verfahrens "phasenweise gefühlt wie eine Schwerverbrecherin", so die Silbermedaillengewinnerin von Peking und Drittplatzierte von Pyeongchang: "Umso wichtiger ist mir in diesem Zusammenhang festzuhalten, dass ich nie gedopt habe und alle Kontrollen in meiner Karriere negativ waren." Sie müsse sich allerdings "den Vorwurf machen", bei der Angabe ihres Aufenthaltsortes "nachlässig und zu sorglos gehandelt zu haben".

Dennoch fühle sich die Strafe "einfach ungerecht" an. Sie "empfinde eine 20-monatige Sperre verglichen mit dem, was des Dopings überführte Sportler:innen zuletzt an Strafen aufgefasst haben, als unverhältnismäßig und hochgradig unfair", betonte Egle. Auf den Gang vor den Internationalen Sportgerichtshof CAS werde sie allerdings "aufgrund der finanziellen Zusatzbelastung" und der von Experten prognostizierten "Aussichtslosigkeit auf Erfolg" verzichten.

Die Verantwortlichen des Österreichischen Rodelverbandes übten ebenfalls harsche Kritik am Strafmaß. "Wir wissen, dass Madeleine Egle eine saubere Athletin ist", sagte ÖRV-Präsident Markus Prock: "Strafe muss sein, keine Frage, aber in diesen Dimensionen, das ist ein Wahnsinn." Egle werde "nicht für ein Dopingvergehen, sondern für Verwaltungsfehler brutal hart bestraft", sagte ÖRV-Cheftrainer Christian Eigentler: "Hier wird mit zweierlei Maß gemessen, das kann und darf nicht sein."

O.Mucciarone--PV

Empfohlen

Stab-DM: "Salto nullo" für Lita Baehre - Metzger Meister

Nach einem "Salto nullo" von Favorit Bo Kanda Lita Baehre hat sich Außenseiter Marec Metzger den DM-Titel im Stabhochsprung gesichert. Bei starkem Wind auf dem Opernplatz in Hannover übersprang der deutsche U23-Meister Metzger (Gräfelfing) als einziger Teilnehmer 5,40 m. Silber ging an Fabio Wünsche (Potsdam) vor Constantin Rutsch (Dortmund/beide 5,30).

"Lokomotive" Carapaz stampft an Pogacars Sorgentag zum Bergsieg

Richard Carapaz breitete vor der Traumkulisse der Alpen-Dreitausender die Arme aus, dank sank er völlig erschöpft und überglücklich auf seinem Lenker zusammen. Der Kletterkünstler aus Ecuador hat die Probleme beim offenbar kränkelnden UAE-Team von Superstar Tadej Pogacar genutzt und in seiner unnachahmlichen Art bei der Tour de France den Auftakt der Alpen-Trilogie gewonnen.

Trainersuche in Italien: Auch Ancelotti im Visier

Das Warten auf einen neuen Trainer der italienischen Fußball-Nationalmannschaft geht weiter. Die neuen Verantwortlichen des Verbandes FIGC wollten sich am Donnerstag nach einer gemeinsamen Sitzung mit Vertretern der Liga nicht zu konkreten Äußerungen verleiten lassen. "Ideal wäre es, innerhalb einer Woche einen Trainer zu ernennen, aber noch wichtiger ist es, auf die Person zu warten, die wir wirklich wollen", sagte Italiens Fußball-Ikone Paolo Maldini, der neue Technische Direktor der FIGC.

Kitzbühel: Hanfmann zieht ins Halbfinale ein

Yannick Hanfmann ist beim ATP-Turnier in Kitzbühel mit einer starken Vorstellung in die Runde der letzten vier eingezogen. Der 34 Jahre alte Karlsruher setzt sich im Viertelfinale mit 6:3, 6:1 gegen den Argentinier Sebastián Baez durch, das Turnier in den Tiroler Alpen erweist sich damit weiterhin als gutes Pflaster für den Routinier.

Textgröße ändern: