Pallade Veneta - VfB: 90 Millionen und ein Sieg

VfB: 90 Millionen und ein Sieg


VfB: 90 Millionen und ein Sieg
VfB: 90 Millionen und ein Sieg / Foto: THOMAS KIENZLE - SID

Im Spiel eins nach dem Rekordtransfer von Nick Woltemade ist dem sportlich geschwächten VfB Stuttgart ein erfolgreicher Auftakt vor eigenem Publikum gelungen. Trotz unübersehbarer offensiver Defizite gelang den Schwaben nach dem 1:2 am ersten Spieltag ein mühsames 1:0 (0:0) gegen Borussia Mönchengladbach. Nach dem 1:2 am ersten Spieltag bei Union Berlin gehen die Schwaben mit viel Geld, aber Lücken im Kader in die Länderspielpause.

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Der eingewechselte Chema (79.) erlöste den VfB - neben dem Abgang von Woltemade machte sich bei der Mannschaft von Trainer Sebastian Hoeneß aber auch der Abgang von Enzo Millot nach Saudi-Arabien (30 Millionen Euro), zu allem Überflug musste Deniz Undav in der 14. Minute verletzt aufgeben. Die offensiv harmlosen Gäste konnten diese Defizite der Stuttgarter nicht nutzen und warten nach dem 0:0 zum Auftakt gegen den Hamburger SV weiter auf den ersten Treffer in dieser Saison.

Zusätzlich emotional aufgeladen durch eine imposante Choreo vor dem Anpfiff, mit der "100 Jahre Brustring" auf dem Trikot gefeiert wurden, wollte der VfB beweisen: Es geht auch ohne Offensivallrounder Woltemade. "Jetzt ist endlich mal Ruhe mit dem ganzen Woltemade-Hin-und-Her", sagte Jamie Leweling vor dem Anpfiff bei Sky. Nach einigen guten Gelegenheiten klappte es wenigstens beim Treffer von Chema.

Für dieses eine Spiel, hatte Hoeneß zuvor gemutmaßt, könne der "herbe Verlust" von Woltenmade kompensiert werden - danach allerdings müsste der Kader bis zum Transferschluss am Montag noch verstärkt werden. Was Hoeneß da noch nicht wusste: Weil ihm Gladbachs Shuto Mochino unglücklich ins linke Bein gefallen war, fehlte früh im Spiel auch Undav.

Für Undav kam Chris Führich, Tiago Tomás rückte in die Zentrale: Beide zeichneten umgehend verantwortlich für die erste große Chance des VfB, nach Vorlage von Führich parierte Torhüter Moritz Nicolas den Schuss des aus Wolfsburg zurückgekehrten Portugiesen (17.). Gladbach? Vergab die Führung, als Philipp Sander an Alexander Nübel scheiterte (25.).

Ohne Undav, Woltemade und Millot blieb beim VfB in der Offensive vieles Stückwerk. Darüber hinaus stand die Abwehr, für die erneut Jeff Chabot und Luca Jaquez nicht zur Verfügung standen, nicht gerade sicher, ausgenommen der äußerst aufmerksame Nübel. Die defensiv gut sortierten Gladbacher waren freilich viel zu schwach im Abschluss, um dem VfB zu schaden - etwa, als Kevin Stöger freistehend über das Tor schoss (51.). Chema, Sommer-Zugang aus dem Nachwuchs von Real Madrid, machte es besser, per Kopf traf er zur Führung.

M.Romero--PV

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