Pallade Veneta - Füchse trennen sich von Siewert – Krickau Nachfolger

Füchse trennen sich von Siewert – Krickau Nachfolger


Füchse trennen sich von Siewert – Krickau Nachfolger
Füchse trennen sich von Siewert – Krickau Nachfolger / Foto: Christian Schroedter - IMAGO/SID

Beben in der Hauptstadt: Der deutsche Handball-Meister Füchse Berlin vollzieht einen sofortigen Wechsel auf der Position des Trainers und des Sportchefs. Wie der Klub am Donnerstag mitteilte, wird Meistercoach Jaron Siewert mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben entbunden. Stattdessen übernimmt der Däne Nicolej Krickau in Personalunion das Amt als Trainer und Sportchef. Mit Sportvorstand Stefan Kretzschmar, der vor zwei Tagen seinen Abschied zum Saisonende angekündigt hatte, verständigte sich Geschäftsführer Bob Hanning in einem persönlichen Gespräch am Donnerstag zudem auf eine sofortige Trennung.

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"Nach den Entwicklungen der vergangenen Tage haben wir gespürt, dass es einer grundlegenden Veränderung bedarf. Dass es nun am Ende turbulenter 48 Stunden auch zur Trennung von Jaron kommt, ist die schwerste Entscheidung meiner 20-jährigen Zeit bei den Füchsen", sagte Hanning. Krickau wird bereits im Topspiel am Samstag (15.40 Uhr/ARD und Dyn) gegen Champions-League-Sieger SC Magdeburg an der Seitenlinie stehen.

Der Däne Krickau, zuletzt bei der SG Flensburg-Handewitt angestellt, unterschrieb einen Drei-Jahres-Vertrag. Auch Vereinsurgestein Paul Drux erhält eine neue Rolle in der Hauptstadt: Der Ex-Nationalspieler, der in der Vorsaison seine Karriere verletzungsbedingt beenden musste, soll als "Bindeglied zwischen Mannschaft, Trainer und Geschäftsführung" ab der kommenden Saison unterstützend zur Seite stehen.

Der 31-jährige Siewert war in der Vorsaison zum jüngsten Meister-Trainer der Bundesliga-Geschichte aufgestiegen. Wie Kretzschmar hatte er seit 2020 Verantwortung bei den Berlinern getragen und das Team um Welthandballer Mathias Gidsel in der Vorsaison neben dem Meistertitel auch bis ins Champions-League-Finale geführt. Auch sein Vertrag läuft bis 2026.

Am Dienstag hatten die zuletzt immer stärker werdenden Spannungen zwischen Hanning und Kretzschmar ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht. Der ehemalige Weltklasse-Linksaußen hatte via Instagram und offenbar ohne Absprache mit dem Verein angekündigt, seinen 2026 auslaufenden Vertrag definitiv nicht zu verlängern. Der Klub reagierte in einem knappen Statement "überrascht" und mit "großem Bedauern".

"Ohne ihn wären die Erfolge in dieser Form nicht möglich gewesen, er hat die Geschicke des Klubs über fünf Jahre mitgeprägt", sagte Hanning nun. "Die gemeinsame Zeit hat uns allen viel Kraft gekostet. Die Füchse Berlin stehen bei allen unseren Entscheidungen über allem, deswegen haben wir uns gemeinsam für einen Schlussstrich entschieden." Kretzschmar teilte mit, dass die Entscheidung "weh" tue: "Aber sie schafft Klarheit für alle Beteiligten und ermöglicht es dem Verein, sich neu aufzustellen."

B.Fortunato--PV

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