Pallade Veneta - Die Joker stechen: Freiburg wendet Fehlstart ab

Die Joker stechen: Freiburg wendet Fehlstart ab


Die Joker stechen: Freiburg wendet Fehlstart ab
Die Joker stechen: Freiburg wendet Fehlstart ab / Foto: Philipp Flohr - IMAGO/Philipp Flohr/SID

Der SC Freiburg hat dank eines späten Sturmlaufs einen historischen Fehlstart in der Fußball-Bundesliga gerade noch vermieden. Die Breisgauer siegten im 47. Baden-Württemberg-Duell gegen den VfB Stuttgart mit 3:1 (0:1) und holten die ersten Punkte der Saison. Drei Niederlagen zum Auftakt hatte der Sport-Club lediglich einmal unter Volker Finke vor genau 30 Jahren kassiert.

Textgröße ändern:

Joker Igor Matanovic (81./90.+2, Foulelfmeter) und Derry Scherhant (86.) wendeten dies in der Schlussphase ab. Zuvor hatte ausgerechnet Ermedin Demirovic seinem Ex-Verein mit einem traumhaften Hackentor wehgetan (20.). In der Nachspielzeit sah Freiburgs Johan Manzambi (90.+8) die Rote Karte wegen groben Foulspiels.

Der Sport-Club präsentierte sich nach sieben Gegentoren an den ersten beiden Spieltagen defensiv verbessert - und zündete spät auch offensiv. Die Stuttgarter entwickelten zu wenig Durchschlagskraft und stehen nach drei Spielen bei ebenfalls nur drei Punkten.

Erstmals seit über zehn Jahren ging Freiburg als Tabellenletzter in einen Bundesliga-Spieltag. Julian Schuster setzte nach dem schwachen Saisonstart unter anderem Kapitän Christian Günter auf die Bank. Es gelte nach bereits sieben Gegentreffern, "den Defensivverbund zu stärken", so der Trainer. Auf der Gegenseite setzte Sebastian Hoeneß mit Badredine Bouanani und Bilal El Khannouss gleich auf zwei Last-Minute-Neuzugänge in der Startelf.

Nach vorsichtiger Abtastphase hatte der umtriebige El Khannouss auch gleich den ersten Abschluss der Partie, zielte vor 34.700 Zuschauern aber zu hoch (16.). Dosenöffner war kurz später ein genialer Moment von Demirovic, der gegen seinen alten Verein einen Hackentrick genau ins Eck setzte. In Folge wurde Stuttgart ballsicherer und übernahm die Spielkontrolle. Die neuformierte Offensive wirbelte ohne den abgewanderten Nick Woltemade und den verletzten Deniz Undav durchaus gefällig.

Freiburg war die Verunsicherung nach dem Fehlstart anzumerken, bis auf einen gefährlichen Flachschuss von Jan-Niklas Beste (28.) und einen Kopfball von Patrick Osterhage (45.+2) gelang offensiv wenig. Die zweite Halbzeit brachte Besserung: Die Schuster-Elf machte nun ordentlich Druck, kam durch Lukas Kübler (52.) und Johan Manzambi (53.) zu zwei frühen Abschlüssen. Stuttgart wackelte in dieser Phase ein wenig, streute immer wieder Fehler ein.

Erst nach einer Stunde gab es wieder häufiger Entlastung, Jamie Leweling (63.) und Demirovic (65.) ließen ordentliche Gelegenheiten aus. In der Schlussphase rannte Freiburg unermüdlich an, Flanke um Flanke segelte in den Strafraum von Alexander Nübel - und dann fielen auch die Tore.

M.Jacobucci--PV

Empfohlen

Hoffmann bei Tournee-Generalprobe Dritter - Kobayashi siegt

Felix Hoffmann und Philipp Raimund haben bei der Generalprobe für die Vierschanzentournee ihre Rolle als Mitfavoriten unterstrichen. Hoffmann flog am Sonntag in Engelberg als Dritter wie schon einen Tag zuvor auf das Podest, Raimund folgte auf Rang vier. Platz eins ging an den Japaner Ryoyu Kobayashi, der die Siegesserie von Weltmeister Domen Prevc beendete.

Müdes Remis: Mainz verpasst wichtigen Sieg gegen St. Pauli

Schlusslicht FSV Mainz 05 hat seinen Europapokal-Schwung nicht mit in die Fußball-Bundesliga genommen und das nächste Erfolgserlebnis verpasst. Die Mannschaft des neuen Trainers Urs Fischer kam im wichtigen Duell mit dem FC St. Pauli nur zu einem 0:0 und wartet seit zehn Monaten auf einen Heimsieg in der Liga.

Dämpfer vor Weihnachten: Schalke verliert in Braunschweig

Dämpfer zum Abschluss einer starken Hinrunde: Schalke 04 hat sich mit einer überraschenden Pleite in die Weihnachtsferien verabschiedet. Die Mannschaft von Trainer Miron Muslic verlor das letzte Spiel des Jahres nach einer schwachen Vorstellung mit 1:2 (0:0) bei Eintracht Braunschweig, ausgerechnet die Ex-Schalker Mehmet Aydin (60.) und Sidi Sané (85.) schockten die mitgereisten Fans des Herbstmeisters. Soufiane El-Faouzi (88.) verkürzte kurz vor dem Ende.

Nürnberg siegt nach Rückstand

Der 1. FC Nürnberg hat sich in der 2. Fußball-Bundesliga mit einem Erfolgserlebnis in die Winterpause verabschiedet. Die Mannschaft von Trainer Miroslav Klose besiegte nach zuletzt nur einem Punkt aus drei Spielen Hannover 96 mit 2:1 (1:1) und überwintert auf Platz acht.

Textgröße ändern: