Pallade Veneta - Nach Vuelta-Abbruch: UCI kritisiert spanische Regierung

Nach Vuelta-Abbruch: UCI kritisiert spanische Regierung


Nach Vuelta-Abbruch: UCI kritisiert spanische Regierung
Nach Vuelta-Abbruch: UCI kritisiert spanische Regierung / Foto: THOMAS COEX - SID

Der Radsport-Weltverband UCI hat nach dem Abbruch der 80. Spanien-Rundfahrt mit "völliger Ablehnung" und "tiefer Besorgnis" auf die Vorfälle reagiert und schwere Kritik an der spanischen Regierung geübt. Die Union Cycliste Internationale bedaure die Unterstützung für die pro-palästinensischen Demonstranten, die für ein vorzeitiges Ende der Vuelta a España gesorgt hatten.

Textgröße ändern:

"Diese Haltung steht im Widerspruch zu den olympischen Werten der Einheit, des gegenseitigen Respekts und des Friedens", hieß es in einem Statement am Montagabend: "Sie stellt auch die Fähigkeit Spaniens in Frage, große internationale Sportveranstaltungen auszurichten und sicherzustellen, dass diese unter sicheren Bedingungen und in Übereinstimmung mit den olympischen Werten stattfinden."

Spaniens Ministerpräsident Pedro Sanchez hatte am Montag seine "tiefe Bewunderung" für die Demonstranten bekräftigt. Am Schlusstag der Vuelta hatten nach Behördenangaben mehr als 100.000 Aktivisten in Madrid gegen das Vorgehen Israels im Gaza-Krieg und der Teilnahme des Teams Isreal-Premier Tech an der Rundfahrt protestiert, die schlussendlich abgebrochen wurde.

"Die UCI verurteilt nachdrücklich die Ausnutzung des Sports für politische Zwecke im Allgemeinen und insbesondere durch eine Regierung", teilte die UCI mit: "Der Sport muss autonom bleiben, um seine Rolle als Instrument des Friedens erfüllen zu können. Es ist inakzeptabel und kontraproduktiv, wenn unser Sport von seiner universellen Mission abgelenkt wird."

Die Rennorganisatoren nahm die UCI in Schutz. Diese hätten Sofortmaßnahmen ergriffen, "um die Fortsetzung der Veranstaltung zu gewährleisten. Sie handelten mit vorbildlicher Professionalität und respektierten dabei die Autonomie und Unabhängigkeit des Sports", hieß es.

A.dCosmo--PV

Empfohlen

Tour: Philipsen siegt - Engelhardts Flucht nicht belohnt

Der bislang so bitterlich enttäuschende belgische Sprintstar Jasper Philipsen hat seinen ersten Etappensieg bei der 113. Tour de France gefeiert, für die deutschen Radprofis erfüllte sich am Tag nach dem Drama um Florian Lipowitz der Traum vom ersten Tageserfolg seit fünf Jahren dagegen nicht. Während Philipsen im Spurt einer großen Gruppe nach 174,7 km in Voiron triumphierte, kam der deutsche Meister Felix Engelhardt bei einem mutigen Fluchtversuch nicht durch.

Ausfall bis Ende September: Torhüter Seimen fehlt Stuttgart

Der VfB Stuttgart muss ohne seinen neuen Stammtorhüter Dennis Seimen in die Saison der Fußball-Bundesliga starten. Wie der Champions-League-Teilnehmer am Mittwoch mitteilte, steht der 20-Jährige aufgrund einer Muskelverletzung bis mindestens Ende September nicht zur Verfügung. Seimen verletzte sich an der Oberschenkelrückseite. Auch Offensivspieler Justin Diehl zog sich eine Verletzung zu (Oberschenkelvorderseite) und fällt ebenso aus.

Hainer: "Menschenfänger" Klopp eine gute Lösung

Herbert Hainer hat sich als erster Vertreter des FC Bayern zur Personalie des designierten Bundestrainers Jürgen Klopp geäußert - und das erwartete Engagement rundum begrüßt. "Es braucht jetzt Motivation, Aufbruch, Stimmung. Wir haben ja gute Fußballer und das muss alles geordnet werden. Und ich glaube, dass Jürgen Klopp absolut der Richtige ist", sagte Hainer am Mittwoch in München.

Ecker-Rosendahl und Henkel würdigen Trainer Osenberg

Für Leichtathletik-Olympiasiegerin Heide Ecker-Rosendahl (79) war ihr verstorbener Trainer Gerd Osenberg weit mehr als ein versierter Übungsleiter. "Er konnte sehr gut auf den einzelnen Menschen eingehen – so, dass es einem Spaß gemacht hat, Leistungssport zu machen", sagte die zweimalige Goldmedaillengewinnerin von München 1972 im Gespräch mit dem Sport-Informations-Dienst (SID).

Textgröße ändern: