Pallade Veneta - Nach Blitzstart: Werder siegt im "kleinen" Nordderby

Nach Blitzstart: Werder siegt im "kleinen" Nordderby


Nach Blitzstart: Werder siegt im "kleinen" Nordderby
Nach Blitzstart: Werder siegt im "kleinen" Nordderby / Foto: Burghard Schreyer - IMAGO/kolbert-press/SID

Durchatmen an der Weser: Werder Bremen hat nach einem komplizierten Saisonstart seinen ersten Heimsieg in der Bundesliga gefeiert und einen großen Schritt aus dem Tabellenkeller gemacht. Im "kleinen" Nordderby setzten sich die Grünweißen verdient mit 1:0 (1:0) gegen den FC St. Pauli durch und zogen nach Punkten mit den Hamburgern gleich (7).

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Neuzugang Samuel Mbangula brauchte in einer intensiven Anfangsphase nur zwei Minuten, um mit seinem Treffer das kühle Weserstadion aufzuheizen. Anschließend verteidigte Werder den Vorsprung leidenschaftlich. Für St. Pauli, das im Stadtderby gegen den HSV vor fünf Wochen noch gejubelt hatte, setzte es die dritte Niederlage in Folge.

Nach zwei deutlichen Zu-Null-Pleiten zuletzt hatte Bremens Trainer Horst Steffen versucht, sein Team in der Trainingswoche mit einer Runde Eierlaufen aufzumuntern. Und die ungewöhnliche Maßnahme schien zu fruchten: Keine 120 Sekunden waren gespielt, da kombinierte sich sein Team mit kindlicher Leichtigkeit nach vorne. Über den Umweg der Hacke von St. Pauli-Verteidiger Eric Smith landete der Ball bei Mbangula, der aus 18 Metern einschoss.

St. Pauli meldete sich schließlich in der siebten Minute in der munteren Partie an - Mathias Pereira Lage scheiterte frei an Karl Hein im Werder-Tor. Auf der Gegenseite verpasste Yaukinari Sugawara gegen den starken Nikola Vasilj das 2:0 (9.). Auch ohne Toptransfer Victor Boniface, der erneut nicht von Beginn an ran durfte, blieb Werder das gefährlichere Team. Der völlig freie Karim Coulibaly aber semmelte den Ball aus perfekter Abschlussposition erstaunlich weit übers Tor (23.).

Die Gäste hingegen konnten an ihren spielerisch starken Saisonstart nicht anknüpfen. Die zwei knappen Niederlagen zuletzt gegen Stuttgart und Leverkusen, der kurzfristige Ausfall von Topstürmer Andréas Hountondji oder der Wirbel um Kapitän Jackson Irvine unter der Woche - irgendetwas schien St. Pauli zu hemmen.

Nach dem Seitenwechsel verflachte die Partie zunächst dann insgesamt. Die 42.100 Zuschauer sahen ein Bundesligaspiel von geringer Attraktivität, weil sich die Bremer aufs Verteidigen beschränkten und St. Pauli offensiv arg harmlos blieb. Erst in der Schlussphase kamen beide Mannschaften wieder zu guten Torchancen.

H.Ercolani--PV

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