Pallade Veneta - Gattuso nach Israel-Spiel: "Heute war es nicht einfach"

Gattuso nach Israel-Spiel: "Heute war es nicht einfach"


Gattuso nach Israel-Spiel: "Heute war es nicht einfach"
Gattuso nach Israel-Spiel: "Heute war es nicht einfach" / Foto: ABACA - IMAGO/IPA Sport/SID

Der Fußball spielte an diesem Abend in Udine nur eine Nebenrolle - das spürte auch Italiens Nationaltrainer Gennaro Gattuso: "Es bringt nichts, es zu verschweigen – heute war es nicht einfach", sagte der Coach nach dem 3:0 (1:0) gegen Israel am Dienstagabend, das von massiven Protesten begleitet worden war.

Textgröße ändern:

Bereits im Vorfeld des WM-Qualifikationsspiels hatten rund 10.000 propalästinensische Demonstranten gegen die Austragung der Partie demonstriert. Wasserwerfer und Tränengas kamen zum Einsatz, die Polizei war mit mehr als 1000 Kräften vor Ort. Die Behörden hatten die Sicherheitsvorkehrungen in der nordostitalienischen Stadt drastisch verschärft.

Nur rund 10.000 Zuschauer verfolgten das Spiel im Stadion, darunter etwa hundert israelische Fans – eine Kulisse, die auch auf die Mannschaft wirkte. "Wir wussten, dass hier keine Feststimmung herrschen würde und das haben wir gespürt", sagte Gattuso. "Es gab Tage, an denen wir dachten, dass das Spiel vielleicht gar nicht stattfinden würde."

Der italienische Trainer bemühte sich mit Blick auf die Zukunft um Optimismus: "Ich hoffe, dass die Lage in Zukunft etwas entspannter wird. Ich denke, das wird so sein, ich wüsste nicht, welche anderen Probleme noch auftreten könnten." Sportlich erfüllte die Squadra Azzurra ihre Pflicht und festigte in der WM-Qualifikationsgruppe I den zweiten Platz hinter Norwegen.

A.dCosmo--PV

Empfohlen

Remis beim brisanten Auftakt: Iran gleicht zweimal aus

La-Ola-Welle, euphorische Fans - aber kein Traumstart: Irans Fußballer haben sich nach vielen Widerständen und einer komplizierten Vorbereitung zum Start ihrer politisch aufgeladenen WM-Teilnahme einen Punkt erkämpft. Das Team Melli von Trainer Ali Ghalenoei trennte sich in seinem Auftaktspiel vor mitreißender Kulisse in Los Angeles 2:2 (1:1) von Außenseiter Neuseeland.

Gegen Saudi-Arabien: Araujo rettet Uruguay

Erst harmlos, dann wütend: Dank Maxi Araujo hat Uruguay einen krassen Fehlstart in die WM verhindert. Die "Celeste" holte sich nach einem Endspurt in der zweiten Halbzeit beim 1:1 (0:1) gegen Saudi-Arabien immerhin noch einen Punkt, die "Grünen Falken" hatten nach einem Treffer von Abdulelah Al-Amri (41.) schon von der Sensation geträumt. Doch dann drehten die lange enttäuschenden Uruguayer auf, Araujo (80.) verhinderte die Pleite und ließ die Fans der Südamerikaner jubeln.

"Unbewusste Zuckung": Videoreferee Evans verteidigt Handgeste

Der australische Videoschiedsrichter Shaun Evans hat sich nach seiner ungewöhnlichen Handgeste im Vorfeld des Deutschland-Spiels bei der Fußball-WM verteidigt - und ist vom Weltverband FIFA entlastet worden. "Ich möchte klarstellen, dass ich keineswegs absichtlich eine Handbewegung oder ein Symbol gemacht habe, um eine Botschaft, eine Zugehörigkeit, ein Spiel oder eine Weltanschauung jeglicher Art zu vermitteln", sagte der 38-Jährige mehreren Medienberichten zufolge.

Eigentor: Ägypten verpasst ersten WM-Sieg

Am 34. Geburtstag von "König" Mohamed Salah hat Ägypten seinen historischen ersten Sieg bei einer WM verpasst. In der Mittagshitze von Seattle kamen die "Pharaonen" bei ihrer vierten Teilnahme an einer Endrunde nur zu einem 1:1 (1:0) gegen überlegene Belgier. Der Partycrasher war Mohamed Hany, dem in höchster Bedrängnis durch den erst 23 Sekunden zuvor eingewechselten Romelu Lukaku ein Eigentor unterlief (66.).

Textgröße ändern: