Pallade Veneta - Bundesregierung stellt sich demonstrativ hinter Olympia-Pläne

Bundesregierung stellt sich demonstrativ hinter Olympia-Pläne


Bundesregierung stellt sich demonstrativ hinter Olympia-Pläne
Bundesregierung stellt sich demonstrativ hinter Olympia-Pläne / Foto: Andreas Gora - IMAGO/SID

Politische Rückendeckung für den Olympia-Traum: Die Bundesregierung hat ihre Unterstützung für eine deutsche Olympia-Bewerbung unterstrichen. Das Kabinett von Bundeskanzler Friedrich Merz hat am Mittwoch einer Unterzeichnung der sogenannten "Politischen Vereinbarung zu einer deutschen Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele" zugestimmt, dies teilte die schwarz-rote Regierung mit. Damit verdeutliche man die "volle Unterstützung für die Bewerbung um den Sportwettbewerb und den Bewerberprozess des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB)".

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Die Vereinbarung wird zwischen dem DOSB, den Bewerberregionen Berlin, Hamburg, München/Bayern und Rhein-Ruhr sowie dem Bundeskanzleramt geschlossen. Sie soll am 4. Dezember vom Bundeskanzler, dem Präsidenten des DOSB (Thomas Weikert), den Ministerpräsidenten von Bayern (Markus Söder) und Nordrhein-Westfalen (Hendrik Wüst), dem Regierenden Bürgermeister von Berlin (Kai Wegner), dem Ersten Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg (Peter Tschentscher) und dem Oberbürgermeister der Stadt München (Dieter Reiter) unterzeichnet werden.

Der DOSB-Bewerberprozess soll im September 2026 mit der Wahl einer Kandidatenstadt bzw. -region abgeschlossen sein. Deutschland will sich beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) um die Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044 bewerben. Letztmals wurden Olympische Spiele in Deutschland 1972 (München) ausgerichtet, es folgten sieben erfolglose Kampagnen, zuletzt für die Sommerspiele 2032 durch Rhein/Ruhr.

"Wir freuen uns, dass die Bundesregierung mit dem heutigen Kabinettsbeschluss unterstrichen hat, dass die schon im Koalitionsvertrag verankerte Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele ihr wichtigstes sportpolitisches Ziel ist", kommentierte DOSB-Präsident Weikert. Zuletzt hatte es zwischen Bundespolitik und organisiertem Sport geknirscht, besonders der Referentenentwurf zum Sportfördergesetz durch Staatsministerin Christiane Schenderlein (CDU) und die Art und Weise der Kommunikation haben beim DOSB für erhebliche Verstimmung gesorgt. Auch bei der Sportmilliarde zur Sanierung der Sportstätten gab es Differenzen.

"In den kommenden Wochen werden wir gemeinsam mit der Politik weitere wichtige Schritte gehen, um unsere Kandidatur für den Zeitraum 2036 bis 2044 auf den Weg zu bringen", erklärte Weikert nun.

Die politische Vereinbarung formuliert laut Bundesregierung "das gemeinsame Bekenntnis von Sport und Politik zum Bewerbungsprozess des DOSB. Zugleich wird die Bewerbung als nationale Aufgabe anerkannt und gegenüber dem Internationalen Olympischen Komitee die politische Geschlossenheit Deutschlands dokumentiert."

Außerdem habe die Bundesregierung der sogenannten "Nationalen Vision" Olympischer und Paralympischer Spiele als strategisches Zielbild der Bewerbung zugestimmt. Dies verdeutliche "die enge Zusammenarbeit zwischen Politik und Sport im Olympiabewerbungsprozess". Die Bewerbung für die Olympischen und Paralympischen Spiele werde als "nationales Gemeinschaftsprojekt verstanden und anerkannt".

O.Mucciarone--PV

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