Pallade Veneta - Dritter Titel in Folge: Italien bleibt Davis-Cup-Macht

Dritter Titel in Folge: Italien bleibt Davis-Cup-Macht


Dritter Titel in Folge: Italien bleibt Davis-Cup-Macht
Dritter Titel in Folge: Italien bleibt Davis-Cup-Macht / Foto: TIZIANA FABI - SID

Flavio Cobolli schmiss ungläubig seinen Schläger weg und wurde von seinen Teamkollegen dann in einer Jubeltraube begraben: Italiens Tennis-Auswahl hat auch ohne Topstar Jannik Sinner den dritten Davis-Cup-Titel in Folge gefeiert.

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Der Gastgeber setzte sich in Bologna vor mitreißender Kulisse im Endspiel mit 2:0 gegen Spanien durch und gewann zum insgesamt vierten Mal das traditionsreiche Nationenturnier. Das Fehlen von Wimbledonsieger Sinner sowie Top-10-Spieler Lorenzo Musetti machte sich dabei kaum bemerkbar.

Als Erfolgsgaranten sprangen Cobolli und der frühere Wimbledonfinalist Matteo Berrettini in die Bresche. Die Nummer drei und Nummer sechs der Italiener (nach Weltrangliste) gewannen im Verlauf der Endrunde alle ihre Einzel, das Top-Doppel Andrea Vavassori und Simone Bolelli musste in Bologna nicht ran.

Italien unterstrich damit eine gewisse Dominanz im Welttennis: Im September hatten die italienischen Frauen bereits zum zweiten Mal in Folge den Billie Jean King Cup gewonnen. Dazu dominiert Sinner zusammen mit dem Weltranglistenersten Carlos Alcaraz (Spanien) die ATP-Tour. Im Davis Cup waren drei oder mehr Titel in Folge zuletzt den USA vor mehr als 50 Jahren gelungen (fünf Titel von 1968 bis 1973).

Die Spanier, die ohne den verletzten Alcaraz auskommen mussten und am Samstag das deutsche Team um Topspieler Alexander Zverev ausgeschaltet hatten, müssen derweil auf ihren siebten Davis-Cup-Triumph warten. Für die Iberer war es das erste Endspiel in dem prestigeträchtigen Mannschaftswettbewerb seit dem Titelgewinn 2019.

In der stimmungsvollen "SuperTennis Arena" in der Messehalle 37 des BolognaFiere starteten die Italiener perfekt in das Finale. Angepeitscht von tausenden Fans sorgte Berrettini durch einen souveränen 6:3, 6:4-Erfolg gegen Pablo Carreno Busta für die Führung. "Im Davis Cup geht es darum, den Sieg zu holen. Ich habe den Tag richtig begonnen", sagte Berrettini. Cobolli machte den dritten Titel in Folge dann mit einem hart erkämpften 1:6, 7:6 (7:5), 7:5 gegen Jaume Munar perfekt.

Sinner, Erfolgsgarant bei den Davis-Cup-Triumphen in den beiden Vorjahren, wurde anders als erwartet nicht vermisst. Der Südtiroler hatte sich nach seinem zweiten Titel bei den ATP Finals frühzeitig in den verdienten Urlaub verabschiedet und damit Unmut ausgelöst - für den Heim-Triumph reichte es trotzdem.

D.Vanacore--PV

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