Pallade Veneta - Schwache Bayern im Glück

Schwache Bayern im Glück


Schwache Bayern im Glück
Schwache Bayern im Glück / Foto: Alexandra BEIER - SID

Bayern München hat seinen Nimbus der Unbesiegbarkeit zumindest in der Bundesliga gewahrt - wenn auch mit Ach und Krach. Die Mannschaft von Vincent Kompany drehte gegen den kriselnden FC St. Pauli einen Rückstand und baute ihren Vorsprung an der Tabellenspitze dank des späten 3:1 (1:1)-Erfolges auf acht Punkte aus.

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Andréas Hountondji (6.) ließ die Gäste mit seinem vierten Saisontor vom ersten Sieg bei den Bayern seit 1991 träumen, musste kurz darauf aber verletzt vom Platz. Nach zwei Pfostentreffern durch Lennart Karl Pfosten (23.) und Tom Bischof (35.) glückte Raphael Guerreiro (44.) der Ausgleich.

Die nächste Niederlage nach dem 1:3 in der Champions League beim FC Arsenal war damit verhindert. Luis Díaz (90.+3) und Nicolas Jackson (90.+6, nach Videobeweis) besorgten schließlich den hart erarbeiteten Pflichtsieg. Für die Gäste war es die neunte Pleite in Serie.

Die Münchner stellten dagegen weitere Bestmarken auf: Mindestens zwei Tore in 20 Ligaspielen in Folge und 44 Spieltage in Serie an der Spitze. Saisonübergreifend 21 ungeschlagene Ligapartien sind für die Bayern die längste Reihe seit den Jahren 2019/20.

Coach Kompany hatte eingedenk der knappen Vorjahresergebnisse (1:0/3:2) betont: "Wir wissen, dass das nicht einfach wird." Und er behielt recht. Mitten hinein in das abermalige Schweigen der Fans wegen der IMK-Pläne platzte der Pauli-Jubel. Zuerst vertändelten Joshua Kimmich und Konrad Laimer mit unsauberen Pässen den Ball. Dann ließ sich Min-Jae Kim, der den geschonten Abwehrchef Dayot Upamecano vertrat, überspielen. Und schließlich wurde Manuel Neuer in der kurzen Ecke überrascht.

Der Kapitän zog mit seinem 534. Bundesliga-Spiel in der Torhüter-Rangliste mit dem Zweiten Eike Immel gleich und hat nur noch Oliver Kahn (557) vor sich. Nach dem 0:1 war er lange beschäftigungslos. Die Verletzung von Hountondji, der sich nach einem Zweikampf an der Außenlinie an den hinteren Oberschenkel fasste, war für St. Pauli das endgültige Signal, sich einzuigeln.

Karl hätte dies mit seinem feinen Schlenzer an den Pfosten beinahe bestraft. Allen anderen offensiven Münchnern aber schien Gier und Esprit zu fehlen. Zu oft gerieten die Pässe zu schlampig, zu selten tat sich Überraschendes. Für den nächsten Pfostentreffer durch Bischof benötigte es einen abgefälschten Zufallsschuss.

Dann fand ein Chipball des aufgerückten Kim den bis dahin völlig abgemeldeten Linksaußen Díaz, der den Ball im Fallen per Hacke zurücklegte. Guerreiro hatte aus kurzer Distanz keine Mühe.

Wie unzufrieden auch Kompany mit den Offensivbemühungen war, zeigte die Hereinnahme von Michael Olise (46.), den er anfangs ebenfalls geschont hatte. Laimer wurde ausgewechselt, Kimmich rückte wie im Nationalteam auf die Position des Rechtsverteidigers.

Die Rochade zeigte nur bedingt Wirkung: Zwar war Olise schnell im Spiel, echte Torgefahr blieb aber aus. Und so brachte Kompany auch Serge Gnabry noch von der Bank, der Druck nahm etwas zu. Harry Kane traf den Pfosten (81.) - dann schlugen die Münchner in der Nachspielzeit zweimal eiskalt zu.

A.dCosmo--PV

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