Pallade Veneta - Friedrich holt ersten Saisonsieg vor Lochner

Friedrich holt ersten Saisonsieg vor Lochner


Friedrich holt ersten Saisonsieg vor Lochner
Friedrich holt ersten Saisonsieg vor Lochner / Foto: Memmler - IMAGO/Eibner-Pressefoto/SID

Das Imperium schlägt zurück: Doppel-Olympiasieger Francesco Friedrich hat im Duell mit Johannes Lochner den ersten Sieg des olympischen Winters eingefahren. Der WM-Rekordchampion raste am Sonntag bei der zweiten Weltcup-Station in Innsbruck-Igls im Vierer an die Spitze des Feldes, Vizeweltmeister Lochner (+0,28 Sekunden) musste sich nach zuvor drei Siegen in Folge mit dem zweiten Platz zufrieden geben. Der dritte deutsche Pilot Adam Ammour (Oberhof/+0,48) rutschte in der Königsdisziplin im zweiten Durchgang noch vom Podest und wurde Vierter. Patrick Baumgartner aus Italien (+0,47) komplettierte das Treppchen.

Textgröße ändern:

Er sei dennoch "voll zufrieden", sagte Lochner, der im zweiten Durchgang mit einem "Vollangriff" und der besten Laufzeit vom vierten Rang noch vorgefahren war, in der ARD: "Das war Schadensbegrenzung. Das werden wir in Zukunft hoffentlich wieder besser machen."

Tags zuvor hatte Lochner (Stuttgart) mit seinem Sieg im Zweier den starken Eindruck vom ersten Kräftemessen in der Vorwoche auf der Olympia-Bahn in Cortina d'Ampezzo, als er in beiden Schlitten vor Friedrich (Oberbärenburg) triumphierte, noch bestätigt. Diesmal war Friedrich, der vor allem im ersten Lauf eine nahezu perfekte Linie im umgebauten Eiskanal von Igls fand, mit seinen Anschiebern Tim Becker, Alexander Schüller und Felix Straub klar überlegen. Bereits im Zweier-Rennen hatten die beiden Rivalen lediglich fünf Hundertstelsekunden getrennt. "Im ersten Lauf waren wir richtig gut", sagte Friedrich zufrieden.

Lochner träumt in seiner letzten Saison vom ersten Olympiasieg. Dominator Friedrich peilt bei den Winterspielen im kommenden Februar in Italien dagegen seine olympischen Goldmedaillen fünf und sechs an, mit denen er zum unbestritten erfolgreichsten Bob-Piloten der Geschichte aufsteigen würde.

Die Wettkämpfe im Bobsport sind die einzigen, die in dieser Saison auf der in 20 Monaten für fast 30 Millionen Euro umgebauten Bahn von Innsbruck-Igls ausgetragen werden, nachdem die geplanten Weltcups im Skeleton und im Rodeln wegen Sicherheitsbedenken abgesagt worden waren. Der Rodel-Weltverband verlegte den Saisonstart vom 5. bis 7. Dezember aufgrund der Probleme nach Winterberg. Die ausgefallenen Skeleton-Rennen werden Ende Dezember im lettischen Sigulda nachgeholt.

F.Dodaro--PV

Empfohlen

Argentiniens Spieler sorgen mit Falkland-Botschaft nach WM-Halbfinalsieg für Ärger

Nach ihrem Sieg über England im WM-Halbfinale haben die argentinischen Spieler mit einer politischen Botschaft zu den umstrittenen Falkland-Inseln für Ärger gesorgt. "Las Malvinas son argentinas" ("Die Malwinen sind argentinisch"), stand auf dem Transparent, das einige der Spieler am Mittwoch kurz nach Abpfiff bei der Feier ihres 2:1-Siegs im Stadion in Atlanta entrollten. Die Geste könnte nun den Fußballweltverband Fifa auf den Plan rufen, da politische Botschaften durch Spieler und Offizielle verboten sind.

Sportmediziner über WM-Halbzeitshow: "Nicht unproblematisch"

Madonna, Shakira, Justin Bieber - das Line-up für die erste Halbzeitshow in der Geschichte der Fußball-Weltmeisterschaft beim Finale in New Jersey könnte prominenter kaum sein. Doch während am Sonntag (21.00 Uhr/ZDF und MagentaTV) die größten Popstars der Welt auf dem Platz für Stimmung sorgen, müssen sich die Spanier und Argentinier in den Katakomben auf eine deutlich längere Halbzeitpause einstellen. Das sei "nicht unproblematisch", betont Sportmediziner Hans-Georg Predel.

Kane über weitere WM: "Vier Jahre sind eine lange Zeit"

Ein neuer Titelangriff mit 36? Englands Stürmerstar Harry Kane hat offen gelassen, ob er 2030 mit den Three Lions noch einmal nach dem WM-Triumph jagt. "Vier Jahre sind natürlich eine lange Zeit, ich werde 33 im Sommer. Aber man sieht es bei Leo (Messi, Anm. d. Red), er performt immer noch auf dem höchsten Level. Ich möchte solchen Dingen daher niemals Grenzen setzen", sagte Kane nach dem bitteren Halbfinal-Aus gegen Argentinien (1:2) in Atlanta. Messi ist bereits 39.

Kanter brennt auf neue Sprint-Chance

Max Kanter richtete den Blick schnell nach vorne. Die fehlende Abstimmung und letztlich unglückliche Positionierung im chaotischen Massensprint der 11. Tour-Etappe in Nevers ließ den deutschen Radprofi nicht verzagen. Auf der kommenden Etappe nach Chalon-sur-Saone, das wusste Kanter schließlich ganz genau, "gibt es noch einmal eine Möglichkeit".

Textgröße ändern: