Pallade Veneta - DHB-Frauen weiter im WM-Flow: Viertelfinale zum Greifen nah

DHB-Frauen weiter im WM-Flow: Viertelfinale zum Greifen nah


DHB-Frauen weiter im WM-Flow: Viertelfinale zum Greifen nah
DHB-Frauen weiter im WM-Flow: Viertelfinale zum Greifen nah / Foto: Jürgen Kessler - IMAGO/SID

Siegesserie ausgebaut, K.o.-Runde vor Augen: Deutschlands Handballerinnen haben bei ihrer Heim-WM das Tor zum Viertelfinale weit aufgestoßen. Die Mannschaft von Bundestrainer Markus Gaugisch feierte beim ungefährdeten 36:26 (20:14) gegen die Färöer den vierten Sieg im vierten Spiel und kann schon am Donnerstag das erste große Ziel vorzeitig klar machen.

Textgröße ändern:

Zwar benötigte das deutsche Team beim Hauptrundenauftakt gegen die WM-Debütantinnen eine 15-minütige Warmlaufphase. Doch angepeitscht von den 7122 Fans in der Dortmunder Westfalenhalle zogen Kapitänin Antje Döll und ihre Mitspielerinnen das Tempo an und weckten mit der nächsten beherzten Vorstellung zarte Medaillenhoffnungen.

Zur besten deutschen Werferin avancierte einmal mehr Linksaußen Döll mit sechs Treffern. Schlüssel zum Sieg war nach anfänglichen Schwierigkeiten erneut die kompakte 6:0-Abwehr, aus der zahlreiche Schnellangriffe resultierten.

Mit 6:0 Punkten führt die DHB-Auswahl die Hauptrundengruppe II souverän an und hat nun zwei Matchbälle: Schon ein Punkt im nächsten Spiel am Donnerstag (18.00 Uhr/Sporteurope.TV) gegen Montenegro (4:2 Punkte) würde zum vorzeitigen Viertelfinaleinzug reichen. Bei einem Sieg wäre sogar das Weiterkommen als Gruppensieger garantiert - ganz unabhängig vom letzten Hauptrundenspiel am Samstag gegen Spanien (2:4).

Die besten zwei Teams der Sechsergruppe erreichen das Viertelfinale, das Deutschland wie die zwei verbleibenden Hauptrundenspiele ebenfalls in Dortmund absolvieren würde. Großes Ziel ist die erste Medaille seit WM-Bronze 2007.

"Es ist alles drin. Norwegen thront ein bisschen über allen, der Rest ist schlagbar", sagte Florian Kehrmann bei Sporteurope.TV. Der Männertrainer des TBV Lemgo zeigte sich begeistert und zog Parallelen zur eigenen Vergangenheit: "Wir haben auf dem Weg zum Titel 2007 auch die Zwischenrunde in Dortmund gespielt, vielleicht ist das ein gutes Omen."

Ungeachtet der makellosen Vorrunde in Stuttgart hatte Coach Gaugisch seine Spielerinnen eindringlich vor dem ersten Auftritt in Dortmund gewarnt. Die Färöer hätten einen "sehr unangenehmen Spielstil" und seien ein Gegner, "der wirklich Qualität hat".

Von dieser Qualität konnte sich die deutsche Mannschaft zunächst selbst überzeugen. Vorne lief es zu Beginn noch nicht richtig rund, hinten fehlte der Zugriff - ein 8:8 nach einer Viertelstunde war die Folge.

Deutschland ließ sich von der schnörkellosen Spielweise des Außenseiters, der in der Vorrunde schon Spanien (27:25) überrumpelt hatte, nicht beeindrucken. Als Katharina Filter hinten erneut parierte und Döll per Schnellangriff mit ihrem vierten Tor im vierten Versuch auf 15:10 (22.) erhöhte, verwandelte sich die Arena vollends in eine schwarz-rot-goldene Partyzone.

Selbst eine Phase von fast acht Minuten mit nur einem Tor zu Beginn der zweiten Halbzeit überstand das deutsche Team schadlos. Hatte ein solcher Negativlauf in der Vergangenheit noch häufig für einen Knacks gesorgt, antwortete die DHB-Sieben diesmal auf ihre Art: Ein 4:0-Lauf binnen gut zwei Minuten sorgte für ein beruhigendes 25:17 (40.) - die Vorentscheidung.

O.Mucciarone--PV

Empfohlen

Deutsche Curler siegen zum Olympia-Abschluss

Die deutschen Curler haben sich mit einem Erfolgserlebnis von den Olympischen Winterspielen in Cortina d'Ampezzo verabschiedet. Im neunten und letzten Spiel der Round Robin gewann das Team um Skip Marc Muskatewitz mit 6:4 gegen China, das Aus war schon vor dem Duell besiegelt gewesen.

Geiger und Rydzek führen nach dem Springen

Die Kombinierer Vinzenz Geiger und Johannes Rydzek liegen bei der Olympia-Premiere des Teamsprints nach dem Springen klar auf Medaillenkurs. Sowohl Geiger (122,5) als auch Rydzek (123,0 m) zeigten auf der Großschanze von Predazzo im dichten Schneetreiben gute Flüge, damit geht das deutsche Duo von Platz eins in den Langlauf (14.00 Uhr/ZDF und Eurosport). Dort treten beide Starter immer im Wechsel an.

Italien kritisiert Russen-Teilnahme bei den Paralympics

Gastgeber Italien sieht den Paralympics-Start russischer und belarussischer Sportler unter eigener Flagge äußerst kritisch. Die italienische Regierung drücke ihre "entschiedene Ablehnung" aus, hieß es in einem gemeinsamen Schreiben von Außenminister Antonio Tajani und Sportminister Andrea Abodi: "Die anhaltende Verletzung der Waffenruhe sowie der olympischen und paralympischen Ideale durch Russland, unterstützt von Belarus, ist mit der Teilnahme ihrer Athleten an den Spielen unvereinbar - es sei denn als neutrale Einzelsportler."

Nach Viertelfinal-Aus: DEB will "alles genau anschauen"

Der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) will das Viertelfinal-Aus bei den Olympischen Winterspielen in Mailand in einer umfangreichen Analyse aufarbeiten und wird sich dabei auch mit taktischen Entscheidungen von Bundestrainer Harold Kreis befassen. "Wir werden alles genau anschauen", sagte Sportdirektor Christian Künast nach dem 2:6 gegen die Slowakei: "Wir wollten natürlich mehr und wir hätten uns gefreut, wenn es weitergegangen wäre."

Textgröße ändern: