Pallade Veneta - Ping-Pong-Pech: Mainz verliert nach Henriksen-Aus

Ping-Pong-Pech: Mainz verliert nach Henriksen-Aus


Ping-Pong-Pech: Mainz verliert nach Henriksen-Aus
Ping-Pong-Pech: Mainz verliert nach Henriksen-Aus / Foto: Christoph Kinzinger - IMAGO/SID

Der FSV Mainz 05 hat nach der Trennung von Cheftrainer Bo Henriksen einen wichtigen Befreiungsschlag im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga verpasst. Das von Interimstrainer Benjamin Hoffmann betreute Team verlor zwei Tage nach der Freistellung von Fanliebling Henriksen sein Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach mit 0:1 (0:0) und bleibt am Tabellenende.

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Ein unglückliches Eigentor von Danny da Costa (58.), der nach einer Ecke angeköpft wurde und von dessen Rücken sich der Ball ins Tor senkte, versetzte den Mainzern den entscheidenden Schlag. Mit nur einem Sieg bleibt der Conference-League-Teilnehmer bei nur sechs Punkten stehen.

Die Konkurrenz könnte mit Siegen am Wochenende weiter davonziehen. Die Gladbacher von Trainer Eugen Polanski blieben im fünften Ligaspiel nacheinander ungeschlagen und schoben sich nach miserablem Saisonstart vorübergehend bis auf Rang acht vor.

Übergangslösung Hoffmann hatte vor der Partie angekündigt, den intern sehr beliebten Henriksen mit dem Auftritt gegen Gladbach einen gebührenden Abschied bereiten zu wollen. Die Mannschaft wolle "nicht nur für Mainz 05, sondern für den Menschen Bo spielen - dem gilt es, etwas zurückzugeben", hatte er gesagt.

Vor dem Anpfiff verabschiedete der Großteil der 30.500 Fans Henriksen mit Applaus, die Kurve präsentierte ein Banner mit den Worten "Diese Emotionen werden wir vermissen. Wir Fans an deiner Seite, Bo!". Ein Nachfolger soll zeitnah präsentiert werden, hatte Sportvorstand Christian Heidel angekündigt, er wolle aber keinen "Bo Henriksen 2.0" auswählen.

Hoffmann wechselte in seiner wohl einzigen Bundesligapartie ordentlich durch, sieben neue Spieler rückten im Vergleich zu Henriksens "Abschiedsspiel" gegen den SC Freiburg (0:4) in die Startelf. Im Sturm feierte Fabio Moreno Fell sein Profidebüt, das Tor hütete Daniel Batz. Der 25-Jährige spielt sonst unter Hoffmann in der Mainzer U23. Stammkeeper Robin Zentner fehlt länger verletzt.

Die Mainzer versuchten zunächst, die Ankündigung Hoffmanns mit Mut umzusetzen, hatten hinten aber Glück. Erst kratzte Maxim Leitsch einen Schuss von Jens Castrop per Kopfball von der Linie, bei der folgenden Ecke traf der Innenverteidiger dann knapp 30 Sekunden später ins eigene Tor (17.). Nach VAR-Überprüfung entschied Schiedsrichter Benjamin Brand aber auf Handspiel vor dem Treffer.

Beide Mannschaften lieferten sich ein umkämpftes Duell, Außenseiter Mainz nahm den Kampf an und suchte ab und zu den Weg nach vorne. Moreno Fell stand bei seinem doppelten Aluminiumtreffer im Abseits (27.).

In den entscheidenden Momenten fehlte beiden Mannschaften die Präzision, die Gastgeber wirkten zwar in der Offensive etwas gehemmt und verunsichert, warfen sich aber in viele Bälle rein. Die Riesenchance von Weiper, dem im Duell gegen Moritz Nicolas die Nervenstärke fehlte (48.), war ein seltener Lichtblick.

Auch die Mainzer hatten in Batz einen wichtigen Rückhalt. Der Keeper rettete aus kurzer Distanz sensationell gegen Castrop (57.). Bei der darauffolgenden Ecke köpfte Haris Tabakovic an den Rücken von da Costa - Batz war überwunden. In der Schlussphase warfen die 05er alles nach vorne. Weiper köpfte aus aussichtsreicher Position vorbei, auf der Gegenseite hielt Batz erneut stark.

E.Magrini--PV

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