Pallade Veneta - SID-Aufwärmrunde: Vier Kernpunkte für das Rennen in Abu Dhabi

SID-Aufwärmrunde: Vier Kernpunkte für das Rennen in Abu Dhabi


SID-Aufwärmrunde: Vier Kernpunkte für das Rennen in Abu Dhabi
SID-Aufwärmrunde: Vier Kernpunkte für das Rennen in Abu Dhabi / Foto: GIUSEPPE CACACE - SID

Es ist angerichtet: In Abu Dhabi fällt die Entscheidung im dramatischen Titelkampf der Formel 1. Behält der WM-Führende Lando Norris im finalen Showdown (14 Uhr/Sky) die Nerven? Kann sich Max Verstappen noch den fünften Titel sichern? Oder wird doch Oscar Piastri der lachende Dritte sein? Ein Ausblick auf das letzte Saisonrennen.

Textgröße ändern:

NERVEN: Lando Norris hält weiterhin alle Trümpfe in der Hand. Auf Platz zwei startet der Brite in den Grand Prix, beendet er in Abu Dhabi auch das Rennen auf einem Podestplatz, ist er zum ersten Mal in seiner Karriere Formel-1-Weltmeister - und damit am Ziel seiner Träume. Norris weiß, dass sein McLaren unter normalen Umständen gut genug ist, um ihn auf dem Podium zu halten. Deswegen ist es umso wichtiger, dass er sich aus brenzligen Situationen hält und zu jeder Zeit richtig einschätzt, wie viel Risiko er gehen will. Zudem muss er aber auch hoffen, dass sich sein Team keinen weiteren Taktik-Aussetzer wie zuletzt in Katar leistet. Behalten McLaren und vor allem Norris die Nerven, sieht es sehr gut aus - doch gerade da wittert die Konkurrenz ihre Chance. "Normalerweise wenn Max neben Norris steht, ist dieser nervös geworden", stichelte Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko nach dem Qualifying bei Sky.

DRUCK: Mit einer Machtdemonstration am Samstag erhöhte Max Verstappen den Druck auf das McLaren-Duo gewaltig. Der Niederländer wird beim Start alles daran setzen, um vor seinen Konkurrenten zu bleiben, um dann das Feld zu kontrollieren - mehr kann er im Titel-Showdown nicht machen. "Natürlich bin ich aufgeregt", sagte der viermalige Weltmeister, der aber auch weiß: "Ich brauche immer noch ein bisschen Hilfe oder Glück." Schließlich beträgt der Rückstand zu Norris zwölf Punkte. Und so wünscht sich der Red-Bull-Pilot, dass George Russell (Großbritannien/Mercedes) und Charles Leclerc (Monaco/Ferrari), die von den Plätzen vier und fünf in das Rennen gehen, mit den McLarens mithalten und diese angreifen können.

ATTACKE: Weitere vier Punkte in der WM-Wertung liegt Oscar Piastri zurück. Doch den Australier, der auf Platz drei startet, scheint kaum noch einer richtig auf dem Zettel zu haben. Und so kann der zweite McLaren-Pilot voll auf Attacke gehen - zumindest auf dem Papier. Denn es bleiben Fragezeichen, was McLaren entscheidet, sollte der 24-Jährige irgendwann vor seinem Teamkollegen Norris sein und Verstappen zeitgleich auf Platz eins liegen. Hält sich McLaren dann weiter an die eigenen "Papaya-Rules" und setzt auf Gleichberechtigung? Oder greift das Team in der Angst vor Verstappen doch in den Titelkampf ein?

FRUST: Lewis Hamilton war nach dem nächsten bitteren Dämpfer völlig bedient. "Ich finde keine Worte, um meine Gefühle zu beschreiben", haderte der Rekordweltmeister: "Eine unglaubliche Wut und Empörung." Die Horror-Saison im Ferrari setzte sich auch in Abu Dhabi weiter fort, wieder flog der Brite bereits im ersten Abschnitt des Qualifyings raus. Und so kann nur noch ein verrückte Aufholjagd vermeiden, dass Hamiltons unglaubliche Serie am Sonntag ihr Ende findet. Gelingt diese nicht, wird er nämlich erstmals ein Jahr in der Königsklasse ohne Podestplatz in einem Grand Prix beenden.

O.Mucciarone--PV

Empfohlen

"Ich bin sprachlos": Argentinien feiert nächste Auferstehung

Nach dem "Sieg für die Ewigkeit" thronte Lionel Messi auf den Schultern von Enzo Fernández. Argentiniens Comeback-Könige feierten den Finaleinzug und ihren Volkshelden, der mit zwei Vorlagen den unfassbaren Schlussspurt des von einem unbändigen Willen getriebenen Titelverteidigers geprägt hatte. Sie sangen und tanzten auch weit nach dem Happy End noch immer auf dem Rasen von Atlanta vor ihren Fans.

England in Schockstarre: "Fans wütend auf Tuchel"

Thomas Tuchel steckte die linke Hand in seine Hosentasche und lief wie in Trance über den Rasen von Atlanta. Nah, so unglaublich nah war er dran gewesen, den englischen WM-Final-Fluch nach 60 Jahren zu brechen - aber: England bleibt England, selbst mit deutschem Trainer.

"Sieg für die Ewigkeit": Pressestimmen zum WM-Halbfinale

In einer spektakulären Schlussphase dreht Argentinien das WM-Halbfinale gegen England - und hält nach dem dramatischen 2:1 (0:0) den Traum vom erneuten Titelgewinn am Leben. Am Sonntag wartet Europameister Spanien. Die internationalen Pressestimmen zum zweiten WM-Halbfinale im Überblick.

Serie gebrochen: WM-Finale erstmals seit 1978 ohne Bayern-Profi

Die stolze Finalserie des FC Bayern ist gerissen: Erstmals seit 1978 steht kein Spieler des deutschen Fußball-Rekordmeisters im Endspiel der Weltmeisterschaft. Am Mittwochabend scheiterte auch Torjäger Harry Kane mit England im Halbfinale gegen Titelverteidiger Argentinien (1:2). Zuvor hatten bereits die Münchner Michael Olise und Dayot Upamecano nach dem 0:2 Frankreichs gegen Spanien ihre Träume vom Endspiel am Sonntag in East Rutherford begraben müssen.

Textgröße ändern: