Pallade Veneta - Zajc-Aus stößt auf Zustimmung: "Keiner wird verschont"

Zajc-Aus stößt auf Zustimmung: "Keiner wird verschont"


Zajc-Aus stößt auf Zustimmung: "Keiner wird verschont"
Zajc-Aus stößt auf Zustimmung: "Keiner wird verschont" / Foto: PHILIPP GUELLAND - SID

Die Disqualifikation des Slowenen Timi Zajc beim Auftakt der Vierschanzentournee ist auf Zustimmung unter den Skispringern gestoßen. "Man sieht, es wird keiner verschont. Wenn etwas nicht passt, dann passt es nicht", sagte Bundestrainer Stefan Horngacher. Philipp Raimund, in Oberstdorf Fünfter, meinte: "Ich finde es gut, dass hart durchgezogen wird."

Textgröße ändern:

Mathias Hafele, Chefkontrolleur des Weltverbands, hatte den zunächst zweitplatzierten Zajc nach dem Wettkampf disqualifiziert, weil sein Anzug am Bein drei Millimeter zu groß war. Dadurch landete unter anderem Felix Hoffmann auf dem dritten statt vierten Platz. Horngacher begrüßte die harte Entscheidung. "Dann gibt es eben die Konsequenzen. Deswegen ist es wichtig, dass wir unsere Sachen immer gut beieinander haben."

Auch die Slowenen akzeptierten die Entscheidung zähneknirschend. "Es wurde mehrmals nachgemessen, jetzt haben wir keine Chance mehr. Das müssen wir leider akzeptieren, wir können daran nichts ändern. Es tut mir leid für Timi. Er hatte endlich seine Form gefunden", sagte Cheftrainer Robert Hrgota. Teamkollege und Tagessieger Domen Prevc sah das ähnlich: "Wir agieren alle am Limit, da kann schnell etwas schiefgehen. Ich hoffe, dass Timi sich davon nicht entmutigen lässt."

Härter fiel das erste Urteil von Sven Hannawald aus. "Ich möchte keine Sieger, die bescheißen", sagte der ARD-Experte über Zajc: "Dementsprechend: Auf Wiedersehen!"

Die harten Kontrollen sind ebenso wie die verschärften Anzugregeln eine Reaktion auf den Manipulationsskandal bei der WM im März. Damals lag der Fall allerdings anders, Mitglieder des norwegischen Teams hatten in der Nacht verbotenes Material in mehrere Anzüge eingenäht. "Normale" Disqualifikationen wie am Montag bei Zajc gibt es dagegen häufiger - bei den Männern war es bereits die 19. in diesem Winter. Allerdings traf es zum ersten Mal einen Topspringer.

A.Rispoli--PV

Empfohlen

Wie einst Becker/Stich: Krawietz und Pütz siegen in Monte Carlo

Das deutsche Davis-Cup-Doppel Kevin Krawietz/Tim Pütz hat beim Sandplatzturnier in Monte Carlo den zweiten gemeinsamen Masterstitel seiner Karriere gewonnen. Das Duo aus Coburg und Frankfurt setzte sich am Sonntag im Finale gegen Marcelo Arevalo (El Salvador) und Mate Pavic (Kroatien) mit 4:6, 6:2 und 10:8 im Match-Tiebreak durch.

Spieler des Tages: Leon Goretza (Bayern München)

Leon Goretzka wusste erst einmal gar nicht, was er mit seinem Volleykracher vollbracht hatte. "Nach dem Spiel haben mir das dann einige gesagt. Ich musste mir auch erstmal erklären lassen, welcher Rekord es war", sagte der Nationalspieler, der mit links den fast 54 Jahre alten Torrekord geknackt hatte und anschließend den Spielball in die Hände gedrückt bekam.

AS: Real will Kroos in sportliche Struktur einbinden

Toni Kroos steht offenbar vor einer Rückkehr zu Real Madrid. Laut einem Bericht der spanischen Zeitung AS soll der Weltmeister von 2014 ab dem Sommer eng in die sportliche Struktur des spanischen Fußball-Rekordmeisters eingebunden werden. Wie die genaue Rolle des 36-Jährigen aussehen soll, sei hingegen noch nicht ganz klar.

Meniskusriss: Nationalspieler Köster wird operiert

Handball-Nationalspieler Julian Köster (26) wird dem VfL Gummersbach im Saisonendspurt fehlen. Wie der Verein am Samstagabend bekannt gab, laboriert der Rückraumspieler an einem Meniskusriss, schon für Montag ist eine Operation geplant. Eine Prognose, wie lange Köster ausfällt, verkündete der VfL nicht.

Textgröße ändern: