Pallade Veneta - Prevc vor der Krönung: "Es wird ein Spektakel"

Prevc vor der Krönung: "Es wird ein Spektakel"


Prevc vor der Krönung: "Es wird ein Spektakel"
Prevc vor der Krönung: "Es wird ein Spektakel" / Foto: KERSTIN JOENSSON - SID

Domen Prevc hat eine Hand am Goldadler, also lud er alle slowenischen Skisprung-Fans zum großen Finale ein. "Kommt zahlreich! Es wird ein großartiges Spektakel - und das Wetter wird gut", sagte der 26-Jährige vor dem letzten Springen der Vierschanzentournee live im Fernsehen. Der Aufruf hatte Folgen: 5000 Fans aus dem nahen Slowenien werden am Dienstag in Bischofshofen erwartet, wenn Prevc genau zehn Jahre nach seinem Bruder Peter die Tournee gewinnen kann.

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Zweifel am Triumph des "Domenators" gibt es kaum noch. Umgerechnet 22 Meter liegt Prevc in der Gesamtwertung vor dem Österreicher Jan Hörl, nur einmal in der Tournee-Geschichte gab ein Springer einen so großen Vorsprung noch aus der Hand. 1971/72 war das, als der Japaner Yukio Kasaya nach Siegen auf den ersten drei Schanzen abreiste, um sich auf die Olympischen Spiele im heimischen Sapporo vorzubereiten.

Diesen Fehler wird Prevc eher nicht machen, schließlich träumte der Weltmeister schon als kleiner Junge von einem Tournee-Triumph. Sein Motto für das große Finale lautet daher: ruhig bleiben. Und: "Ich möchte einfach das Kind in mir bewahren, das das Springen so sehr genießt. Ich fahre mit einem guten Gefühl nach Bischofshofen."

Stoppen kann Prevc wohl nur noch eine Disqualifikation oder erhebliches Windpech im ersten Durchgang. "Wenn Domen keinen großen Fehler macht oder er durch Umwelteinflüsse 'abstürzt' - was ich nicht hoffe, ich möchte, dass es in einem fairen Wettkampf entschieden wird - dann ist er wohl unschlagbar", sagte auch Eurosport-Experte und Ex-Weltmeister Markus Eisenbichler. Sogar einen Sturz könnte sich Prevc erlauben.

Für den Grand Slam mit Siegen auf allen vier Schanzen wird es allerdings nicht reichen, das verhinderte am Sonntag der Japaner Ren Nikaido durch den knappen Erfolg vor Prevc in Innsbruck. Eine andere Serie hielt dagegen: Elf Podestplätze in Folge hat Prevc nun erreicht, der Weltcuprekord steht seit fast 21 Jahren bei 13, aufgestellt vom Finnen Janne Ahonen.

Auf der Paul-Außerleitner-Schanze hat Prevc in seiner Karriere allerdings noch nie das Podest erreicht, Platz vier im Januar 2017 ist noch immer sein bestes Ergebnis. Die gute Nachricht: Auch das würde am Sonntag locker reichen.

E.Magrini--PV

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