Pallade Veneta - Wegen Urbig: Gospodarek hofft auf Neuer-Verlängerung

Wegen Urbig: Gospodarek hofft auf Neuer-Verlängerung


Wegen Urbig: Gospodarek hofft auf Neuer-Verlängerung
Wegen Urbig: Gospodarek hofft auf Neuer-Verlängerung / Foto: Frank Hoermann - IMAGO/SVEN SIMON/SID

Manuel Neuer (39) sollte beim Fußball-Rekordmeister Bayern München noch eine Saison dranhängen und seinen designierten Nachfolger Jonas Urbig formen - das wünscht sich Ex-Torhüter Uwe Gospodarek für seinen früheren Schützling. "Für seinen Reifeprozess wäre es perfekt, wenn diese Konstellation nochmal ein Jahr gehen würde", sagte der ehemalige Kölner Torwarttrainer im Münchner Merkur/tz-Gespräch.

Textgröße ändern:

Es habe in München schon genügend Ersatztorhüter gegeben, die nach einer Beförderung "als Nummer eins mit dem Druck nicht zurechtgekommen" seien. Man dürfe dazu nicht die "Mehrfachbelastung" vergessen, warnte Gospodarek und erklärte mit Blick auf Urbig (22), den er beim 1. FC Köln betreut hatte: "Wenn so ein junger Kerl jeden dritten Tag abliefern muss, ist das schon eine Umstellung."

Dass Urbig seine Rolle als Nummer zwei annehme und alles aufsauge, lobte Gospodarek ausdrücklich. "Man merkt, dass Manuel Neuer deshalb komplett hinter ihm und seinem Weg steht", sagte der 52-Jährige, der auch schon in der Jugend des FC Bayern gearbeitet hat. Urbig mache zudem "alles, was man dafür tun muss, an die Weltspitze zu kommen. Er will Bayerns Nummer eins werden – und der andere Weg ist dann sowieso vorgezeichnet. In Manu hat er einen unglaublich guten Lehrmeister."

Urbig sieht er auch für den Fall gerüstet, dass Neuer den auslaufenden Vertrag im Sommer nicht verlängert. "Irgendwann werden die Samthandschuhe ausgezogen und der Welpenschutz ist vorbei. Die Qualität ist definitiv da", sagte Gospodarek. Entscheidend sei, "wie der Verein auch in Schwächephasen hinter einem steht. Denn jeder Torhüter in diesem Alter macht Fehler – die muss er auch machen. Aber er muss sie auch machen dürfen."

O.Pileggi--PV

Empfohlen

Nächste Solo-Show: Pogacar fliegt dem Tour-Sieg entgegen

Tadej Pogacar hat auch am Ort seiner letzten Schwäche bei der Tour de France seine unantastbare Macht demonstriert und eine alte Rechnung beglichen. Der Dominator stürmte beim Kletter-Spektakel durch das Zentralmassiv auf der zehnten Etappe nach Le Lioran in gewohnter Solo-Manier zum Sieg, baute seine Führung in der Gesamtwertung weiter aus - und zerstörte gnadenlos die Träume der Franzosen von einem Heimerfolg am Nationalfeiertag.

Neue Regeln bei WM: "Nicht alles werden wir im Alltag sehen"

Schiedsrichter-Lehrwart Lutz Wagner rechnet nicht mit der Übernahme aller neuen Regeln der Fußball-WM in die Bundesliga. "Nicht alles davon werden wir im Alltag sehen", sagte der ehemalige Referee der Sportschau: "Die FIFA hat gerade beim Video-Assistenten einen Großteil dieser Dinge im optionalen Bereich belassen. Da müssen dann die Verbände wie der DFB oder die UEFA entscheiden, ob sie das übernehmen oder nicht. Der DFB wird das im Anschluss an die WM umgehend festlegen."

FC Bayern: Karl wieder am Ball

Fußball-Nationalspieler Lennart Karl hat nach seinem dramatischen Aus für die WM einen weiteren Schritt in Richtung eines Comebacks gemacht. Fünfeinhalb Wochen nach seinem Muskelbündelriss im linken vorderen Oberschenkel hat der 18-Jährige beim FC Bayern erstmals wieder eine Einheit mit Ball absolviert. Erst in der vergangenen Woche war er ins Lauftraining eingestiegen.

Nach WM-Skandal: Balogun beklagt "unheimlich viel Lärm"

US-Nationalstürmer Folarin Balogun hat nach dem Skandal um seine aufgehobene Sperre bei der Fußball-WM tiefe Einblicke in ein verunsichertes US-Team gewährt. Die beispiellose Intervention von US-Präsident Donald Trump, die dem Angreifer trotz einer Roten Karte den Einsatz im Achtelfinale gegen Belgien (1:4) ermöglicht hatte, habe die Mannschaft vor der Partie verunsichert.

Textgröße ändern: