Pallade Veneta - Eiskunstlauf-EM: Hase/Volodin nach Kurzprogramm auf Platz zwei

Eiskunstlauf-EM: Hase/Volodin nach Kurzprogramm auf Platz zwei


Eiskunstlauf-EM: Hase/Volodin nach Kurzprogramm auf Platz zwei
Eiskunstlauf-EM: Hase/Volodin nach Kurzprogramm auf Platz zwei / Foto: PAUL MILLER - SID

Minerva-Fabienne Hase reckte beide Daumen in die Höhe und pustete kräftig durch, auch Nikita Volodin war erleichtert. Trotz eines nicht fehlerfreien Kurzprogramms haben die deutschen Eiskunstlauf-Hoffnungsträger die Chance auf die erfolgreiche Titelverteidigung bei der EM in Sheffield gewahrt.

Textgröße ändern:

Die favorisierten Vize-Weltmeister aus Berlin kamen beim ersten Teil der Olympia-Generalprobe am Mittwoch auf 74,81 Punkte. Hase/Volodin liegen vor der Kür am Donnerstagabend (20.00 Uhr/MEZ/Eurosport 2) damit auf dem zweiten Platz hinter den Georgiern Anastasia Metelkina/Luka Berulawa (75,96). Auf Rang drei folgen Maria Pavlova/Alexei Sviatchenko aus Ungarn (73,32).

Das gute Gesamtergebnis für die Deutsche Eislauf-Union (DEU) rundeten Annika Hocke/Robert Kunkel als Vierte ab. Die ehemaligen EM-Dritten aus Berlin (65,47) sind im Kampf um die Podestplätze allerdings nur Außenseiter. Nicht auf dem Eis standen verletzungsbedingt die italienischen WM-Dritten Sara Conti/Niccolo Macii.

Im Kurzprogramm präsentierten Hase/Volodin ihren für die Olympiasaison neu komponierten Tango. Früh musste das Top-Paar der DEU aber einen Rückschlag verkraften, als sich Hase beim Dreifach-Salchow mit der Hand auf dem Eis abstützen musste. Nerven zeigten beide danach nicht mehr.

Die Europameisterschaften dienen den Eiskunstläufern als letzter Härtetest vor den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo (6. bis 22. Februar). Hase hatte die Bedeutung der EM vor diesem Hintergrund im Vorfeld hervorgehoben. "Es geht darum, sich bei der EM nochmal ein bisschen mehr Sicherheit zu holen", so die 26-Jährige: "Wir gehen in diese EM mit dem Ziel rein, vor allem weitere Erfahrungen mit unserem Team zu sammeln."

Auch für Hocke/Kunkel ist die EM der wichtige Olympiatestlauf. Zur Musik von Lady Gaga ("Hold My Hand") zeigte das Duo ein solides Kurzprogramm. Abzüge gab es für die Ausführung des Dreifach-Salchow. "Wir haben uns auf dem Eis sicher gefühlt, aber es geht noch ein Stückchen besser", sagte Hocke. Kunkel ergänzte: "Wir haben nur wenige kleine Fehler gemacht, die kaum aufgefallen sind."

L.Barone--PV

Empfohlen

Selbst abgeräumt: Snowboardcrosser ohne Medaille

Nach einer verhängnisvollen Kollision waren die beiden besten deutschen Snowboardcrosser am Boden zerstört: Beim Kampf um eine erhoffte Medaille bei den Olympischen Spielen räumten sich Leon Ulbricht und Martin Nörl in ihrem gemeinsamen Viertelfinallauf selbst ab - ein weiterer Rückschlag für die deutschen Snowboarder, die in Livigno aller Voraussicht nach ohne Medaille bleiben werden. Das war dem Verband schon 2022 in Peking passiert.

"Stolz auf Wladyslaw": Selenskyj dankt Heraskewytsch

Der ukrainische Staatspräsident Wolodymyr Selenskyj hat dem Skeletonsportler Wladyslaw Heraskewytsch für seine "klare Haltung" bei den Winterspielen gedankt und zugleich das Internationale Olympische Komitee (IOC) angegriffen. "Wir sind stolz auf Wladyslaw und seine Tat. Mut zu haben, ist mehr wert, als Medaillen zu gewinnen", schrieb Selenskyj am Donnerstag bei X: "Sein Helm mit den Porträts der verstorbenen ukrainischen Sportler steht für Respekt und Erinnerung. Er erinnert die ganze Welt daran, was russische Aggression bedeutet und welchen Preis der Kampf um Unabhängigkeit hat. Und dabei wird kein einziges Regelwerk verletzt."

IOC: Heraskewytsch erhält Akkreditierung zurück

Die Disqualifikation wegen der Helm-Kontroverse bleibt bestehen, aber der Olympia-Ausschluss wird zurückgenommen: Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat dem ukrainischen Skeletonfahrer Wladyslaw Heraskewytsch die Akkreditierung zurückgegeben.

Ukrainischer Sportler Heraskewytsch wegen Gedenkhelm bei Olympia disqualifiziert

Der ukrainische Athlet Wladislaw Heraskewytsch ist wegen eines Gedenkhelms mit Porträts von im russischen Angriffskrieg getöteten Sportlern von den Olympischen Spielen disqualifiziert worden - eine Entscheidung, die in der Ukraine für Kritik sorgte. Dies sei ein "Moment der Schande" für das Olympische Komitee (IOC), erklärte der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha am Donnerstag im Onlinedienst X. Das IOC hatte den Skeleton-Fahrer wegen dessen "Weigerung, sich an die Richtlinien des IOC zur Meinungsäußerung von Athleten zu halten", disqualifiziert.

Textgröße ändern: