Pallade Veneta - Vorsprung verspielt: Augsburg weiter im Abstiegskampf

Vorsprung verspielt: Augsburg weiter im Abstiegskampf


Vorsprung verspielt: Augsburg weiter im Abstiegskampf
Vorsprung verspielt: Augsburg weiter im Abstiegskampf / Foto: Gerald Oelze-de Stoppany - IMAGO/SID

Der FC Augsburg kommt auch unter Trainer Manuel Baum nicht vom Fleck. Im fünften Spiel unter dem Nachfolger von Sandro Wagner gelang den Schwaben nur ein 1:1 (1:0) gegen Union Berlin, sie blieben damit zum vierten Mal nacheinander sieglos. Die Eisernen dagegen sind seit jetzt vier Spielen unbesiegt, dabei holten sie acht Punkte.

Textgröße ändern:

Alexis Claude-Maurice erzielte mit einem strammen Sonntagsschuss am Donnerstagabend (45.+6) die Führung - bis dahin war Union in einem bisweilen zerfahrenen Spiel die bessere Mannschaft gewesen. Der Franzose hätte auch erhöhen können, traf per Freistoß aber nur den Pfosten (58.). Nach einem Platzverweis für Derrick Köhn (89.) gelang Marin Ljubicic noch der Ausgleich (90.+1).

Beide Mannschaften bemühten sich um einen ruhigen und geordneten Spielaufbau und versuchten, mit langen Bällen für Gefahr zu sorgen - den Berlinern gelang dies nach 20 zerfahrenen Anfangsminuten besser: Andras Schäfer verfehlte das Tor mit einem Kopfball-Aufsetzer nur knapp (20.). Kurz darauf parierte FCA-Torhüter Finn Dahmen einen tückischen Schuss von Woo-Yeong Jeong (21.). Oliver Burke zielte ebenfalls knapp daneben (29.).

Das Spiel war auch danach ganz nach dem Geschmack von Union: Ball und Gegner kontrollieren, die Offensive des Gegners abwürgen, geduldig auf eine Chance warten. Kurz vor der Pause aber wurden die Gäste ein wenig unachtsam, gerieten prompt in Bedrängnis - und sogleich in Rückstand: Claude-Maurice traf aus rund 30 Metern.

Union konterte in der zweiten Halbzeit erwartungsgemäß: Freistöße in Strafraumnähe provozieren und die Stärke bei Standards ausspielen. Zum Erfolg hätte dieser Plan aber beinahe aufzwischendurch der anderen Seite gesorgt, als der Freistoß von Claude-Maurice ans Aluminium flog. Augsburgs Anton Kade scheiterte kurz darauf an Frederik Rönnow (60.).

Union erspielte und erkämpfte sich weiter Freistöße und Ecken - die große Chance zum Ausgleich aber ergab sich nicht - erst als Köhn vom Platz geflogen war, stach noch "Joker" Ljubicic.

A.Saggese--PV

Empfohlen

Nächste Solo-Show: Pogacar fliegt dem Tour-Sieg entgegen

Tadej Pogacar hat auch am Ort seiner letzten Schwäche bei der Tour de France seine unantastbare Macht demonstriert und eine alte Rechnung beglichen. Der Dominator stürmte beim Kletter-Spektakel durch das Zentralmassiv auf der zehnten Etappe nach Le Lioran in gewohnter Solo-Manier zum Sieg, baute seine Führung in der Gesamtwertung weiter aus - und zerstörte gnadenlos die Träume der Franzosen von einem Heimerfolg am Nationalfeiertag.

Neue Regeln bei WM: "Nicht alles werden wir im Alltag sehen"

Schiedsrichter-Lehrwart Lutz Wagner rechnet nicht mit der Übernahme aller neuen Regeln der Fußball-WM in die Bundesliga. "Nicht alles davon werden wir im Alltag sehen", sagte der ehemalige Referee der Sportschau: "Die FIFA hat gerade beim Video-Assistenten einen Großteil dieser Dinge im optionalen Bereich belassen. Da müssen dann die Verbände wie der DFB oder die UEFA entscheiden, ob sie das übernehmen oder nicht. Der DFB wird das im Anschluss an die WM umgehend festlegen."

FC Bayern: Karl wieder am Ball

Fußball-Nationalspieler Lennart Karl hat nach seinem dramatischen Aus für die WM einen weiteren Schritt in Richtung eines Comebacks gemacht. Fünfeinhalb Wochen nach seinem Muskelbündelriss im linken vorderen Oberschenkel hat der 18-Jährige beim FC Bayern erstmals wieder eine Einheit mit Ball absolviert. Erst in der vergangenen Woche war er ins Lauftraining eingestiegen.

Nach WM-Skandal: Balogun beklagt "unheimlich viel Lärm"

US-Nationalstürmer Folarin Balogun hat nach dem Skandal um seine aufgehobene Sperre bei der Fußball-WM tiefe Einblicke in ein verunsichertes US-Team gewährt. Die beispiellose Intervention von US-Präsident Donald Trump, die dem Angreifer trotz einer Roten Karte den Einsatz im Achtelfinale gegen Belgien (1:4) ermöglicht hatte, habe die Mannschaft vor der Partie verunsichert.

Textgröße ändern: