Pallade Veneta - Nächster Paukenschlag: Weidle-Winkelmann Zweite

Nächster Paukenschlag: Weidle-Winkelmann Zweite


Nächster Paukenschlag: Weidle-Winkelmann Zweite
Nächster Paukenschlag: Weidle-Winkelmann Zweite / Foto: MARCO BERTORELLO - SID

Skirennläuferin Kira Weidle-Winkelmann hat bei der vorletzten Weltcup-Abfahrt vor den Olympischen Spielen erneut für einen Paukenschlag gesorgt. Beim Rennen im italienischen Tarvisio verpasste die 29 Jahre alte Wahl-Münchnerin als Zweite zum zweiten Mal in diesem Winter nur knapp den Sieg. Mannschaftskollegin Emma Aicher wurde sehr gute Fünfte.

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Schneller als Weidle-Winkelmann (+0,20 Sekunden) war auf der Hochgeschwindigkeitspiste in Tarvisio lediglich die Italienerin Nicol Delago, die ihren ersten Weltcup-Sieg feierte. Dritte wurde die große Olympiafavoritin Lindsey Vonn (+0,26), die eine Woche nach ihrem Erfolg in Zauchensee im siebten Speed-Rennen der Saison schon zum sechsten Mal auf das Podest fuhr.

Weidle-Winkelmann verpasste ihren ersten Weltcup-Sieg auf den letzten 15 Fahrsekunden. Bei der letzten Zwischenzeit war sie noch die Schnellste gewesen, 0,06 Sekunden vor der kurz vor ihr gestarteten Delago. Den Fehler, der sie insgesamt 0,26 Sekunden und damit Platz eins kostete, quittierte die gebürtige Schwäbin noch während der Fahrt mit einem deutlich vernehmbaren Fluch.

"Das tut weh, aber letztendlich weiß ich, dass ich dabei bin und es auf jeden Fall möglich ist, ein Rennen zu gewinnen", sagte Weidle-Winkelmann im ZDF. Vorerst musste sie sich mit der achten Podiumsplatzierung ihrer Karriere zufrieden geben, der zweiten der Saison nach Platz zwei bei der Abfahrt im Dezember in Val d'Isere.

Drei Wochen vor der olympischen Abfahrt (8. Februar) zeigte sich Weidle-Winkelmann angetan von ihrer Form. "Grundsätzlich war es eine gute Fahrt, hier und da hab ich einen Fehler gemacht, aber ich bin schon sehr zufrieden", sagte sie. Gutes Vorzeichen mit Blick auf Olympia: Auf der "Olimpia delle Tofane" in Cortina d'Ampezzo hatte Weidle-Winkelmann 2021 WM-Silber gewonnen.

Trotz einer fehlerhaften Fahrt zeigte erneut auch Allrounderin Aicher, dass bei den Olympischen Spielen mit ihr auch in der alpinen Königsdisziplin zu rechnen ist. In der fünften Abfahrt der Saison fuhr sie zum fünften Mal unter die ersten zehn, der fünfte Rang (+0,80) war dabei ihr zweitbestes Resultat nach dem Sieg Mitte Dezember in St. Moritz. "Klar, es geht schneller", sagte sie im ZDF, "aber: Top Ten passt gut."

L.Guglielmino--PV

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