Pallade Veneta - Nach Satzverlust: Zverev arbeitet sich in die zweite Runde

Nach Satzverlust: Zverev arbeitet sich in die zweite Runde


Nach Satzverlust: Zverev arbeitet sich in die zweite Runde
Nach Satzverlust: Zverev arbeitet sich in die zweite Runde / Foto: PAUL CROCK - SID

Erst gehadert, dann gekämpft und schließlich überzeugt: Alexander Zverev ist erfolgreich in seine Titelmission bei den Australian Open gestartet. Der Vorjahresfinalist bezwang in der ersten Runde den anfangs starken Kanadier Gabriel Diallo mit 6:7 (1:7), 6:1, 6:4, 6:2, zeigte in der Rod Laver Arena aber eine schwankende Leistung.

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Nach 2:43 Stunden verwandelte Zverev seinen Matchball und buchte zum zehnten Mal hintereinander das Ticket für die zweite Runde in Melbourne. Dort wartet der nächste ungesetzte Gegner auf den Hamburger: Der Australier Alexei Popyrin oder Alexandre Müller aus Frankreich, die erst am Montag gegeneinander spielen.

Diallo sei "ein schwieriger Gegner, ein gefährlicher Gegner", hatte Zverev vor seinem ersten Aufeinandertreffen mit dem über zwei Meter großen Aufschlagriesen gewarnt. Und zu Beginn wurde deutlich, warum. Diallo überzeugte nicht nur beim Service, er produzierte auch immer wieder starke Vorhandschläge und drängte Zverev teils weit hinter die Grundlinie. Zudem streute Diallo mehrere Stopps ein.

Zverev, schon häufiger holprig in ein großes Turnier gestartet, wirkte hingegen anfangs seltsam fahrig und legte im ersten Satz eine bedenkliche Körpersprache an den Tag. Auch seinen Schläger ließ er früh frustriert zu Boden fallen. Der Hamburger kämpfte sich zwar nach einem frühen Break-Rückstand nochmal ran, doch im Tie Break war Diallo zu stark.

Die frühe kalte Dusche in der Melbourner Mittagshitze entfaltete eine heilsame Wirkung auf Zverev. Der erste Aufschlag kam nun besser, zwei schnelle Breaks im zweiten Durchgang gaben dem Deutschen die Sicherheit zurück. Die Ballwechsel zwischen den beiden Aufschlagexperten blieben kurz und so dauerte es nur 31 Minuten bis zu Zverevs Satzausgleich.

Auch anschließend blieb er konzentriert und nutzte nun auch kleinere Fehler Diallos aus. Nach einem Break-Gewinn am Netz zeigte Zverev die Faust. Die Sorgenfalten bei Trainer und Vater Alexander senior in der Box wurden kleiner, weil nun auch der erste Aufschlag gut kam. Diallo wechselte das Trikot und war plötzlich wie Zverev auch in weiß gekleidet, konnte die Niederlage aber nicht mehr verhindern.

Zverev unternimmt beim Turnier in Melbourne bereits seinen 40. Anlauf auf den ersehnten Titel bei einem der vier Major-Turniere. Neben ihm muss am Sonntag nur ein weiterer deutscher Profi ran: Yannick Hanfmann spielt im dritten Match des Tages auf dem kleineren Court 6 gegen den Qualifikanten Zachary Svajda (USA).

S.Urciuoli--PV

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