Pallade Veneta - "Finale" gegen Spanien: Handballer kämpfen um EM-Hauptrunde

"Finale" gegen Spanien: Handballer kämpfen um EM-Hauptrunde


"Finale" gegen Spanien: Handballer kämpfen um EM-Hauptrunde
"Finale" gegen Spanien: Handballer kämpfen um EM-Hauptrunde / Foto: Gerhard Koffler - IMAGO/SID

"Do-or-Die", "Alles-oder-Nichts", "Endspiel": Deutschlands Handballer sind sich der Bedeutung des Spanien-Showdowns am heutigen Montagabend (20.30 Uhr/ZDF) bewusst. Vom ersten Vorrunden-Aus bei einer Europameisterschaft im aktuellen Format bis zum Hauptrundeneinzug mit Maximalpunktzahl - alles ist möglich für die Mannschaft des nach dem Serbien-Spiel (27:30) kritisierten Bundestrainers Alfred Gislason.

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Einer, der sich mit Drucksituationen bestens auskennt, ist Lukas Mertens. Der Linksaußen des Champions-League-Siegers SC Magdeburg gehört mittlerweile zu den erfahreneren Akteuren im deutschen Team. "Ich versuche, meine Erfahrungen, die wir mit dem SC Magdeburg unter großem Druck hatten, an die Jungs weiterzugeben", sagt Mertens am Sonntag: "Das wird morgen zwar ein Finale, aber es ist letztlich nur ein Handballspiel."

Noch alle vier Mannschaften der Gruppe A können weiterkommen, nicht einmal Spanien (4:0 Punkte) ist durch. Serbien und Deutschland liegen bei 2:2 Zählern. Selbst Österreich (0:4), das am Montag unmittelbar vor dem DHB-Spiel gegen die Serben antritt, hat aufgrund der Konstellation noch Chancen auf die Hauptrunde, in die zwei der vier Teams einziehen. Die Punkte gegen die ebenfalls qualifizierte Mannschaft werden in die nächste Turnierphase mitgenommen.

"Wir müssen Spanien mit mindestens drei Toren schlagen, um sicher in der Hauptrunde zu sein, wir haben aber auch alle anderen Konstellationen im Blick. Da wir das zweite Spiel haben, kennen wir das Ergebnis der Partie Österreich gegen Serbien", sagte Nationalmannschaftsmanager Benjamin Chatton. Sollte Österreich gewinnen, reicht der DHB-Auswahl schon ein Remis. Im Idealfall – Sieg oder Remis Österreich, Sieg Deutschland – würde Deutschland sogar mit dem Optimum von 2:0 Punkten in die Hauptrunde einziehen.

"Spanien hat Druck, wir haben Druck", sagte Kapitän Johannes Golla. Man brauche sich aber nicht verstecken. "Es ist ein Endspiel, wir haben viel zu gewinnen. Und ich bin optimistisch, weil wir die Qualität in der Mannschaft haben." Und Gislason forderte vor dem Duell gegen den Weltmeister von 2013, der nach seinem Umbruch bei der WM im Vorjahr nur auf Platz 18 landete: "Wir müssen eine Klasseleistung bringen, mit viel Herz und noch mehr Kopf."

Mertens, der im Serbien-Spiel lange Zeit auf der Bank saß, dürfte gegen Spanien wieder von Beginn an auflaufen. Der 29-Jährige ist zuversichtlich. Das deutsche Team sei individuell sehr gut bestückt im Rückraum. "Ich bin sehr guter Dinge", sagte er, "dass alle ihre Leistungen bringen".

D.Vanacore--PV

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